Arnsberg - Klimaaktivisten haben in der Nacht auf Donnerstag versucht, das Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) mit pinker Farbe zu beschmieren.
Letztlich blieb es jedoch nur bei einem Versuch: "Die Aktion hat nicht stattgefunden", wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis gegenüber TAG24 am Vormittag erklärte.
Alle drei beteiligten Personen wurden erwischt, bevor sie den Privatflieger von Merz auf dem Flugplatz in Arnsberg schaden konnten. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Mann und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 56 Jahren.
Eine vierte Person konnte bereits im Vorfeld von der Polizei im Zuge einer Verkehrskontrolle geschnappt werden. Diese hatte gegenüber den Beamten erklärt, auf dem Weg zum Flugplatz zu sein.
Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass die Person aufgrund politisch motivierter Kriminalität bereits polizeibekannt war.
Arnsberg: Aktivisten waren bereits auf Flugplatz-Gelände
Im Zuge anschließend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten auch die übrigen drei Übeltäter geschnappt werden. Das Trio hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits unerlaubt Zutritt zum Flugplatz-Gelände verschafft.
In einer Mitteilung bekannte sich die Aktivisten des "Widerstands-Kollektivs" zu der versuchten Attacke auf den Flieger von Merz: "Engagierte für Klimaschutz vom Widerstands-Kollektiv haben am frühen Donnerstagmorgen, im Rahmen einer Protestaktion, versucht das Privatflugzeug von Friedrich Merz stillzulegen. Dabei sollte das Flugzeug mit pinker Farbe langfristig aus dem Verkehr gezogen werden."