Kretschmer warnt eindringlich vor "Hassbotschaften" über Telegram: "Bösartige Leute!"

Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (48, CDU) hat vor Hass und Hetze von Rechtsextremisten über den Messengerdienst "Telegram" gewarnt.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (48, CDU) will stärker gegen Demokratiefeinde auf dem Messenger "Telegram" vorgehen. (Archivbild)
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (48, CDU) will stärker gegen Demokratiefeinde auf dem Messenger "Telegram" vorgehen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa

"Es gibt wirklich bösartige Leute, die unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat abschaffen wollen", sagte Kretschmer gegenüber dem "Handelsblatt" am Montag.

Als Beispiel nannte der sächsische Regierungschef die rechtsextreme Bewegung "Freie Sachsen", die Telegram zur Verbreitung ihrer "Hassbotschaften" nutzen würden.

Dieser bedrohlichen Entwicklung wollen Spitzenpolitiker von CDU/CSU nun geschlossen entgegentreten.

Zersplittert und gespalten: Kretschmer zieht "erschreckende Parallelen" zum Jahr 1933!
Michael Kretschmer Zersplittert und gespalten: Kretschmer zieht "erschreckende Parallelen" zum Jahr 1933!

"Wir müssen stärker dagegen vorgehen können, wenn in solchen Telegram-Kanälen Tag für Tag Hetze und Propaganda verbreitet werden", betonte Kretschmer.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Mario Voigt (46), forderte deshalb eine "Klarnamenpflicht für soziale Medien". Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (57, CSU) sprach sich für "stärkere Regeln" aus, um gegen "Fake News" vorgehen zu können.

Über Telegram vernetzen sich unter anderem auch viele Rechtsextremisten. (Symbolbild)
Über Telegram vernetzen sich unter anderem auch viele Rechtsextremisten. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Die App Telegram wurde 2013 von russischen Entwicklern ins Leben gerufen und wirbt mit der Möglichkeit, verschlüsselte "geheime Chats" auszutauschen. Da diese Funktion auch von vielen extremistischen Organisationen genutzt wird, steht der Messengerdienst seither in der Kritik.

Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa, Fabian Sommer/dpa

Mehr zum Thema Michael Kretschmer: