Scholz versichert: Keine Engpässe auf deutschem Strommarkt!

Berlin - Die Stromversorgung in Deutschland ist nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) trotz der aktuellen Energiekrise gesichert.

Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) spricht beim Deutschen Arbeitgebertag, veranstaltet von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin.
Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) spricht beim Deutschen Arbeitgebertag, veranstaltet von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Wir werden dafür Sorge tragen, dass es möglich ist, dass die süddeutschen Atomkraftwerke im Januar und Februar und März noch laufen können, damit es auf keinen Fall zu einem Engpass im deutschen Strommarkt kommt", sagte Scholz am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (53, Grüne) hatte vorgeschlagen, die zwei süddeutschen Kraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim für den Fall von Engpässen noch bis Mitte April einsatzbereit zu halten. Eigentlich sollten alle deutschen Atomkraftwerke zum Jahresende endgültig vom Netz gehen.swe

Scholz bekräftigte zudem, dass die Errichtung von Flüssiggasterminals an den norddeutschen Küsten vorangehe.

Schaffen wir das? Bundeskanzler Scholz ist sich sicher, dass man die aktuelle Krise im Griff habe
Olaf Scholz Schaffen wir das? Bundeskanzler Scholz ist sich sicher, dass man die aktuelle Krise im Griff habe

"Im Januar des kommenden Jahres werden die ersten dieser neuen Terminals ihre Tätigkeit aufnehmen, werden Pipelineverbindungen ausgebaut und aufgebaut sein, und am Ende des nächsten Jahres haben wir wohl Importmöglichkeiten in Wilhelmshaven, in Stade, in Brunsbüttel, in Lubmin und sind dann in der Lage, all das Gas, was wir brauchen, zu importieren – unabhängig von Russland."

Die Bundesregierung habe eigenen Angaben zufolge frühzeitig Vorkehrungen getroffen, um unabhängig von russischem Gas zu werden. "Wir kommen wohl durch diesen Winter." Die Gasspeicher seien zu 85 Prozent gefüllt, bekräftigte Scholz. Die Regierung werde weitere Maßnahmen ergreifen, damit die Preise wieder sinken.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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