Wahl-Schock in Berlin: AfD in Umfrage erstmals auf Platz eins
Von Andreas Heimann
Berlin - Knapp zwei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liegt die AfD bei einer repräsentativen Umfrage das erste Mal vorn.
Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die Partei nach der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Nachrichtenportals "Nius" auf 19 Prozent. CDU und Linke folgen mit jeweils 18 Prozent dicht dahinter, wie "Nius" berichtet.
Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf 16 Prozent, die SPD auf 13 Prozent. FDP und BSW wären mit jeweils vier Prozent nicht im Landesparlament vertreten.
Die sonstigen Parteien erreichen zusammen acht Prozent. CDU, Grüne und SPD haben erklärt, nicht mit der AfD koalieren zu wollen.
Für die repräsentative Umfrage wurden den Angaben zufolge 1000 Berlinerinnen und Berliner zwischen dem 14. und 21. Juli online befragt - nach dem Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (53) als CDU-Spitzenkandidat. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Neuer Spitzenkandidat der CDU ist Finanzsenator Stefan Evers (46).
Eine ebenfalls repräsentative, am 16. Juli veröffentlichte Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders RBB kam zu anderen Ergebnissen.
Dabei lag die Linke mit 22 Prozent vorn, die CDU mit 20 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von den Grünen mit 17 und der AfD mit 16 Prozent. Die SPD kam bei der Sonntagsfrage auf 12 Prozent. Die Abgeordnetenhauswahl ist am 20. September.
Titelfoto: Fabian Sommer/dpa
