Razzia bei Russen-Oligarch Alischer Usmanov: 250 Beamte im Einsatz

München - Mit einer groß angelegten Razzia sind das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft München II am Mittwoch gegen einen russischen Oligarchen sowie vier weitere Beschuldigte vorgegangen. Rund 250 Beamte waren im Einsatz.

Alischer Usmanov (69) ist ein russischer Unternehmer, Oligarch und Milliardär.
Alischer Usmanov (69) ist ein russischer Unternehmer, Oligarch und Milliardär.  © EPA/YURI KOCHETKOV

Es gehe um den Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz, teilten die Münchner Ermittler mit. Insgesamt würden 24 Objekte in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg durchsucht.

Angaben zur Identität des beschuldigten Russen wollten die Münchner Ermittler nicht machen. Nach Informationen von BR und MDR handelt es sich um den russisch-usbekischen Milliardär Alischer Usmanov (69).

Demnach wurde unter anderem seine Villa in Rottach-Egern am Tegernsee durchsucht.

Russische Raketen schlagen in Polen ein, Streitkräfte sind in erhöhter Bereitschaft
Russland Politik Russische Raketen schlagen in Polen ein, Streitkräfte sind in erhöhter Bereitschaft

Es gehe auch um Steuerhinterziehung. Usmanov soll ein Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) sein.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll der beschuldigte russische Staatsbürger auch nach Aufnahme auf die Sanktionsliste der EU am 28. Februar seine Immobilien in Oberbayern von einer Sicherheitsfirma bewacht haben lassen.

Durch die Bezahlung dieser Bewachungsdienste habe er dem Verfügungsverbot über eingefrorene Gelder zuwidergehandelt.

Maskierte Polizisten stehen während der Razzia auf einem Balkon der Villa des russischen Oligarchen Usmanow in Rottach-Egern.
Maskierte Polizisten stehen während der Razzia auf einem Balkon der Villa des russischen Oligarchen Usmanow in Rottach-Egern.  © Matthias Balk/dpa

Den vier weiteren Beschuldigten werde vorgeworfen, durch die Erbringung der Bewachungsdienste oder deren Unterstützung und die Entgegennahme der Bezahlung Beihilfe zu dem Verstoß geleistet zu haben.

Titelfoto: EPA/YURI KOCHETKOV

Mehr zum Thema Russland Politik: