Hohe Prämie für Pferde-Adoption: Retter schlachten die Tiere nach der Zahlung ab!

New York (USA) - Um Pferden der Rasse Mustang ein schönes Zuhause zu geben, bot die US-Regierung Rettern bei einer Adoption 1000 Dollar (ca. 820 Euro) an. Doch den vermeintlich gutherzigen Menschen ging es nie um das Wohl der Tiere.

Wilde Pferde sind in den USA keine Seltenheit. (Symbolbild)
Wilde Pferde sind in den USA keine Seltenheit. (Symbolbild)  © 123RF/fyletto

Denn kaum war der versprochene Bonus auf dem Konto, wurden die Pferde abgeschlachtet. Dieses grausame System wurde von der New York Times enthüllt und schlägt seitdem hohe Wellen im Netz.

Eine staatliche Behörde kümmert sich um das Einfangen der wilden Mustangs in verschiedenen Regionen der USA.

Dadurch soll die hohe Ausbreitung in den Landschaften eingedämmt werden. Die Regierung zahlt für Unterkunft und Pflege der Tiere.

Doch mit den Jahren sammelten sich immer mehr der Pferde in den staatlichen Gehegen an. Um Platz zu schaffen, wurde 2019 ein Anreizprogramm für eine Adoption ins Leben gerufen: Wer einem Mustang ein schönes Leben gibt, erhält 1000 Dollar.

Kurzerhand meldeten sich Tausende Adoptanten an.

Doch Aufzeichnungen, welche der New York Times vorliegen, beweisen, dass ganze LKW-Ladungen der Pferde bei Schlachtauktionen abgeladen wurden, kurz nachdem die Adoptiveltern das Bundesgeld erhielten.

Das Programm soll die Pferde schützen - stattdessen fördert es ihre Abschlachtung

Statt grüner Wiese wurden die Pferde abgeschlachtet. (Symbolbild)
Statt grüner Wiese wurden die Pferde abgeschlachtet. (Symbolbild)  © 123RF/kostomarova

Besonders brisant: Die Regierung soll angeblich von den Abschlachtungen wissen. Ihnen sei es aber einfach egal.

Denn für die lebenslange Pflege müssten sie 24.000 Dollar (ca. 19.700 Euro) pro Tier zahlen.

Mit dem Adoptionsanreiz kommen sie wesentlich günstiger weg und schaffen neuen Platz in den Gehegen.

Auf Anfrage dementierte die Behörde die Vorwürfe, sprach davon, dass sie von allen Adoptanten verlangen würden, Erklärungen zu unterschreiben, in denen diese versprechen, die Pferde nicht an Schlachthäuser weiterzuverkaufen.

Aber zugleich gab ein Sprecher bekannt, dass die Behörde keinerlei Befugnis hat, diese Vereinbarung durchzusetzen oder die Pferde zu verfolgen, sobald diese in ihr neues Zuhause gebracht werden.

Zudem können Adoptanten viermal im Jahr die Prämie einheimsen.

Schlachthäuser berichten, dass ihnen seit dem Start des Zuschusses zahlreiche Mustangs von den Rettern geliefert wurden. Die Pferde sind an den unverwechselbaren Brandzeichen der Regierung erkennbar.

Tierschützer versuchen nun, die Mustangs von den Schlachthäusern abzukaufen. Denn trotz der Kritik läuft das grausame System weiter.

Titelfoto: Buildmontage: 123RF/fyletto, 123RF/kostomarova

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