Zahlreiche Bewerber für Swingerparty im Rathaus: Politiker startet "Gruppensex-Training"

Mannheim - Stadtrat Julien Ferrat (35, Wählervereinigung "Die Mannheimer") sorgt nach seinen umstrittenen Plänen für eine Swingerparty im Rathaus nun für den nächsten Aufreger. Er lädt zum offiziellen "Gruppensex-Training" ein.

Julien Ferrat (35, Wählervereinigung "Die Mannheimer") meint es mit der "Bürgernähe" offenbar ein bisschen zu wörtlich.  © Uwe Anspach/dpa

Laut einer aktuellen Mitteilung nimmt die Vorbereitung auf die politische Swingerparty immer konkretere Züge an. "Es haben sich bei mir sowohl bekannte Gesichter als auch völlig Unbekannte gemeldet", so Ferrat.

Insgesamt seien es rund 50 Interessenten, die ihn per E-Mail oder Social Media kontaktiert hätten. Nun gelte es herauszufiltern, wer davon ernsthaftes Interesse hat.

Damit bei dem Event am Ende "niemand unvorbereitet ist", steht für den Politiker nun die Auslese an. "Diejenigen, die persönlich noch nicht bekannt sind, werden nun zum Gruppensex-Training geladen", erklärt Ferrat. Ein Trainingslager für "Outdoor Sex" auf der Friesenheimer Insel habe sich im vergangenen Jahr bereits als Konzept bewährt.

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Der Stadtrat, der sich selbst als "Politiker zum Anfassen" betitelt, ist fest davon überzeugt: "Gruppensex mit dem Stadtrat dürfte das Nonplusultra an Bürgernähe sein."

Hinter den bizarren Party-Plänen steckt laut Ferrat ein größeres, wohl äußerst lukratives Konzept für die Stadt Mannheim.

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Millionen-Regen für die Stadtkasse durch FKK-Dorf?

Wenn es nach dem Politiker ginge, sollte in Mannheim ein FKK-Swinger-Dorf entstehen.  © Uwe Anspach/dpa

Bereits 2025 reichte Ferrat ein zehnseitiges Konzeptpapier im Gemeinderat ein. Sein Ziel ist ein riesiges FKK-Swinger-Dorf für 1000 bis 2000 Menschen, das sich vorrangig an Paare, BDSM-Anhänger und homosexuelle Männer richten soll.

Organisiert über eine städtische GmbH, soll das Resort mit eigenen Swingerclubs, Hotels, Nachtclubs, Gastronomie und Boutiquen locken. Wenn die Anlage an 100 Tagen im Jahr geöffnet sei, könne man bei voller Auslastung einen Gewinn von satten 100 Euro pro Gast am Tag erzielen.

"Es wäre jährlich ein Millionenbetrag für die Stadtkasse zu erwarten", stellt Ferrat vor. Er träumt von 10 bis 20 Millionen Euro Gewinn pro Jahr.

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