Ohne Wasser, ohne Futter eingesperrt: Beamte retten Baby-Schildkröte auf Autobahn

Rosenheim - Dass Urlauber immer wieder illegale Souvenirs als Reisemitbringsel im Gepäck haben, ist inzwischen kein besonders großes Geheimnis mehr. Besonders kritisch wird es immer dann, wenn Lebewesen im Spiel sind.

Bei dem 5 Zentimeter kleinen Tier handelt es sich um eine griechische Landschildkröte.
Bei dem 5 Zentimeter kleinen Tier handelt es sich um eine griechische Landschildkröte.  © Hauptzollamt Rosenheim

Die Beamten des Hauptzollamtes (HZA) Rosenheim hatten am Wochenende wegen der letzten Sommerferientage besonders viel zu tun.

Unter anderem fiel den Zöllnern dabei ein britisches Fahrzeug auf der A8 ins Auge. Bei der Kontrolle entdeckten sie unter anderem eine kleine Plastikschachtel - in der sich eine kleine Schildkröte befand.

Der Familienvater, der aus Albanien zurück kam, gab bei der Vernehmung an, das Tier bei einem Zwischenstopp in Kroatien entdeckt zu haben. Er habe sie seinen Kindern mitbringen wollen.

Bei dem Tier handelte es sich, wie die Beamten schließlich feststellten, um eine sehr junge, 5 cm große griechische Landschildkröte. Diese Gattung wird etwa 20 cm groß und kann unter idealen Bedingungen etwa 100 Jahre alt werden.

Nicht nur Tiere wurden von den Beamten entdeckt

Diese Schildkröten-Gattung steht unter Artenschutz.
Diese Schildkröten-Gattung steht unter Artenschutz.  © Hauptzollamt Rosenheim

Diese Tierart steht nach dem Washingtoner Übereinkommen und dem Bundesnaturschutzgesetz unter Artenschutz.

Die Münchner Staatsanwaltschaft und das Landratsamt Miesbach, ordneten die Sicherstellung der Schildkröte und die Einleitung eines Strafverfahrens an.

"Das ohne Flüssigkeit und ohne Nahrung transportierte kleine Tierchen wurde umgehend von den Zollbeamten mit Wasser und selbstgepflückten Löwenzahn versorgt und schnellstmöglich der Reptilienauffangstation in München übergeben", heißt es in einer Mitteilung des HZA.

Bei weiteren Kontrollen auf dieser Autobahn wurden bei verschiedenen Reiserückkehrern aus der Türkei insgesamt unverzollter Goldschmuck im Wert von rund 20.600 Euro festgestellt. 

"Größter Einzelaufgriff war dabei Goldschmuck mit einem Zollwert von fast 13.500 Euro", hieß es in der Pressemeldung.

Titelfoto: Hauptzollamt Rosenheim

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