Niendorf/Wismar/Poel - Anderthalb Wochen versuchten Rettungskräfte einen gestrandeten und zwischendurch wieder befreiten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen. Nun scheint klar: Seine Situation ist aussichtslos! TAG24 berichtet im Liveticker.
Nachdem der Buckelwal am Montag, dem 23. März, auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche.
Als sich der Ozeanriese befreite, strandete er später mehrfach vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern).
Nachdem das Tier daraufhin in verschiedene Richtungen geschwommen war, strandete der Wal am Dienstag kurz vor der Insel Poel. Erneut versuchten Boote, ihn zum Schwimmen zu animieren - ohne Erfolg.
Mittlerweile sind sich die Experten einig: Der Wal wird nicht überleben! Laut Umweltminister Till Backhaus verschlechtert sich sein Zustand zunehmend.
3. April, 16.20 Uhr: Umweltminister spricht auf Demo über Kran-Idee
Derzeit läuft eine Demo für den Wal auf dem Rathausplatz in Wismar. Auch Umweltminister Backhaus ist vor Ort und sucht mit den Demonstranten das Gespräch.
Dabei wiederholt der Politiker noch einmal: "Die Chancen, dass er das überlebt, sind ziemlich gering." Der Wal sei "sehr krank", das hätten Aufnahmen unter Wasser am gestrigen Donnerstag noch einmal gezeigt.
Dennoch würden derzeit Konzepte geprüft, wie man ihm vielleicht doch noch helfen könne. Backhaus spricht dabei auch über die Idee, einen speziellen Kran einzusetzen, der 120 Tonnen heben könne.
3. April, 14.26 Uhr: Till Backhaus mit Robert Marc Lehmann in Kontakt
Gibt es etwa doch noch Hoffnung für den Wal? Umweltminister Till Backhaus hatte am Freitag laut eigener Aussage bereits mehrfach Kontakt zu Meeresbiologe und YouTuber Robert Marc Lehmann.
Der Tierschützer habe wiederholt die Notwendigkeit betont, dem Wal das Maul zu öffnen und das Geisternetz herauszuholen, welches sich dort vermutlich noch befinde, erklärte der Politiker.
Offenbar habe Lehmann auch ein mögliches Vorgehen dargestellt, das nun diskutiert werden müsse. "Das müssen wir jetzt noch mal intern bereden", verdeutlichte Backhaus vor Ort gegenüber NEWS5.
Auf Instagram hatte Lehmann vor einigen Tagen die Idee vorgestellt, das Maul des Wals mit einem Hartgummi-Rohr zu blockieren und das Netz mit einem stumpfen Angelhaken oder etwas ähnlichem herauszuziehen.
Der YouTuber hatte bei seinem Tauchgang in der vergangenen Woche bereits versucht, das Netz zu entfernen, war jedoch gescheitert.
3. April, 13.20 Uhr: Till Backhaus mit klarer Ansage
Um dem Wal die Situation angenehmer zu machen, hat die Feuerwehr am Karfreitag damit begonnen, den Rücken des Meeressäugers mit Wasser zu benetzen. "Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden", sagte Till Backhaus.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister stellte zudem klar: "Wir werden das Tier weiter begleiten – bis zum Schluss."
3. April, 12.34 Uhr: Feuerwehr benetzt Wal mit Wasser
Wie angekündigt, hat die Feuerwehr damit begonnen, den Buckelwal mit Wasser zu benetzen, wie ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte.
Experten hatten diese Aktion empfohlen, um dem Wal lindernde Umstände zu schaffen.
3. April, 10.02 Uhr: Wal lebt weiterhin
Wie Greenpeace am Freitagmorgen erklärte, lebe der Wal noch. Eine Bootsfahrt zu ihm hinaus aufs Wasser, sei aber nicht geplant, so eine Sprecherin. Vielmehr stehe man in Kontakt mit der Wasserschutzpolizei.
Auch Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) war am Morgen bereits vor Ort und erkundigte sich nach der aktuellen Lage. Er erklärte, dass die Einsatzkräfte dem Wal noch einmal Hilfestellung leisten werden.
"Wir schauen, was wir ihm noch Gutes tun können. Aber dem Wal geht es wirklich ausgesprochen schlecht", erklärte er schließlich.
2. April, 20.51 Uhr: Umweltminister und Co. bekommen Morddrohungen!
Die Emotionen kochen hoch! Wie "BILD" berichtet, soll bei der Polizei eine Anzeige gegen Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) und andere Beteiligte des Wal-Dramas wegen Tierquälerei und unterlassener Hilfeleistung eingegangen sein.
Ministeriumssprecher Claus Tantzen erklärte auf TAG24-Nachfrage allerdings, dass von einer derartigen Anzeige bisher nichts bekannt sei.
Was Tantzen hingegen bestätigte: Mehrere Beteiligte hätten Morddrohungen bekommen! Diese würden geprüft und im Zweifel strafrechtlich verfolgt.
2. April, 16.52 Uhr: Sterbeprozess könne bis zu Wochen dauern
Wie es weitergeht: "Wir sind weiterhin auf Standby", erklärt Maack. Sollte nochmal etwas mit dem Wal passieren, seien sie mit Greenpeace jederzeit dazu bereit, wieder mit ihren Schlauchbooten rauszufahren. "Und ich will gar nicht beginnen zu spekulieren, was passiert, wenn der Wal dort tatsächlich stirbt."
Und wenn der Wal aus irgendeinem Grund doch noch wegschwimmt und sich selbst befreit? "Dann wären wir wieder Teil der Rettungskette, um Sorge dafür zu tragen, dass der Wal in die weitere Ostsee und weiter kommt". Dieser Fall sei allerdings sehr unwahrscheinlich, bestätigt der Experte.
Wie lange so ein Sterbeprozess dauern könnte, sei ganz unterschiedlich. Es könne Stunden, Tage oder Wochen dauern, so Maack. "Wir haben die Entscheidung getroffen, die Natur jetzt Natur sein zu lassen."
2. April, 16.45 Uhr: Weiterer Einsatz von Lehmann als Taucher hätte laut Greenpeace nichts gebracht
Nach Angaben von Thilo Maack hänge noch immer ein Teil eines Stellnetzes am Kopf des Wals. Ob genau dieses Netzteil dazu geführt hat, dass sich der Gesundheitszustand des Tieres verschlechtert? "Das ist nicht auszuschließen, aber es ist auch nicht auszuschließen, dass es eine Mischung an Stressoren ist, die der Wal ausgesetzt ist", so der Experte.
Auch YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann unterstützte vor allem zu Beginn der Rettungsmission als Taucher im Wasser. Ob dieser nochmal hätte tauchen müssen, um den Wal von seiner Sandbank zu bringen?
"Taucher hätten nichts gebracht", erklärt Maack deutlich. "Das wäre stressig für das Tier und gefährlich für den Taucher gewesen." Schließlich handle es sich bei dem gestrandeten Buckelwal um ein Wildtier, schildert der Experte weiter.
2. April, 16.30 Uhr: Experte erklärt die Hintergründe zum Abbruch der Wal-Rettung
Neben Befürwortern gibt es auch reichlich Kritik dafür, dass die Rettungsaktion rund um den Wal von den Experten eingestellt wurde. Wie es zu dieser Entscheidung kam?
Nach langer Beratung stellten die Experten fest: "Nur noch mit sehr hohem Aufwand konnte man überhaupt eine Reaktion vom Wal bekommen. Und das war der Punkt, dass wir gesagt haben, wir müssen jetzt akzeptieren, dass die Natur hier ihren Lauf nehmen muss", erklärt Thilo Maack von Greenpeace.
Bereits gestern Abend sei seine Atemfrequenz sehr unregelmäßig gewesen. "Es ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit hier der letzte Ort für ihn", erklärt der Experte weiter. "Ich kann für mich sagen: Wir haben das Beste, was wir machen konnten, entschieden und gemacht."
2. April, 14.05 Uhr: Kein Konzept von Robert Marc Lehmann
Laut Backhaus werde die Situation in täglichen Lagebesprechungen bewertet und abgewogen. "Bis zur letzten Minute werden alle ernst zu nehmenden Hinweise, die dem Tier helfen könnten, entgegengenommen und geprüft", so der Umweltminister.
Es bestehe auch weiterhin Kontakt zum YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann. "Ein prüffähiges Gesamtkonzept von ihm, wie dem Wal noch zu helfen wäre, liegt bislang nicht vor", wird Backhaus in einer Mitteilung des Umweltministeriums zitiert.
2. April, 13.57 Uhr: Bevorstehende Bergung wird vorbereitet
Im Laufe des Tages soll laut Umweltminister ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres sondieren. Es soll sich um vorbereitende Maßnahmen handeln, um den Tierkörper später bergen zu können.
Bei der Vermessung soll das Tier möglichst nicht gestört werden. "Die bereits eingerichtete Walwache wird aufrechterhalten. Ich habe die Koordination aller Maßnahmen zur Chefsache erklärt", so Till Backhaus.
2. April, 13.45 Uhr: Wal hat sich nicht bewegt
Wie das Umweltministerium mitteilt, befinde sich der Wal noch an derselben Stelle, an der er sich am Dienstag festgeschwommen hatte.
"Am Morgen konnte beobachtet werden, dass der Wal etwa alle fünf Minuten atmet", so Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Um den Wal wurde eine 500-Meter-Sperrzone errichtet. Laut Wasserschutzpolizei habe in der Nacht zu Donnerstag keiner versucht, diese Zone zu betreten.
2. April, 9.22 Uhr: Der Buckelwal lebt noch
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 bestätigte, gibt der Ozeanriese noch Lebenszeichen von sich. "Der Wal atmet", so der Sprecher.
Genauere Angaben zum Gesundheitszustand können nicht gemacht werden. "Die Polizei ist auf 300 Meter Entfernung, das ist schon eine ganze Ecke", erklärte Tantzen.
2. April, 7.40 Uhr: Wal liegt weiterhin in der Kirchsee-Bucht
Der in der Ostsee festliegende Buckelwal hat wohl seinen Ort zum Sterben gefunden. Auch am Donnerstagmorgen lag er noch immer in der Kirchsee-Bucht vor der Insel Poel. "Er ist noch da", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Insgeheim wurde noch gehofft, dass sich das Tier aus eigenem Antrieb befreien könnte, doch das tat es nicht. Unklar war am Morgen auch, ob der Wal überhaupt noch lebte. "Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht", hieß es weiter.
Auf Live-Bildern war allerdings zu sehen, dass der Wal noch kleine Wasserfontänen in die Luft bläst.
1. April, 20.37 Uhr: Schicksal des Buckelwals sei kein Einzelfall
Die Strandung des Wals veranlasst Umweltschützer, auf den mangelnden Schutz der Meere aufmerksam zu machen.
"Das Schicksal des Buckelwals ist leider kein Einzelfall. Er hat sich in die Ostsee verirrt und sich in Fischernetzen verfangen", so Greenpeace in einer Mitteilung. Vor allem Unterwasserlärm, Überfischung und Vermüllung würden auch in der Ostsee für Meerestiere große Probleme verursachen.
"Regelmäßig verfangen sich auch unsere heimischen Wale, die Schweinswale, in Stellnetzen, was ihnen oft zum tödlichen Verhängnis wird", heißt es weiter. Das würde sogar in den Schutzgebieten passieren, die es bereits gäbe. "Wir brauchen endlich richtige Schutzgebiete, mit wirksamen Maßnahmen und Kontrollen, damit sich die Meeresbewohner erholen können."
1. April, 18.37 Uhr: Greenpeace widerlegt Gerücht
Offenbar machten einige Gerüchte die Runde, dass der gestrandete Buckelwal in der Bucht bei Wismar verstorben sei.
Doch Greenpeace gibt Entwarnung: "Das können wir NICHT bestätigen, er lebt weiterhin", heißt es in einer Mitteilung.
1. April, 17.50 Uhr: Das würde passieren, wenn die schlimmste Befürchtung eintritt
Zwar schwindet die Hoffnung auf ein Happy End immer mehr. Dennoch gibt der Buckelwal weiterhin immer wieder Laute von sich.
Sollte das eintreten, was Wissenschaftler und Umweltschützer erwarten und befürchten, würde der Kadaver des Wals nach Stralsund zum Deutschen Meeresmuseum gebracht werden, das als Forschungseinrichtung auch eine Spezialabteilung für Meeressäuger unterhält.
Dabei würde es laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) aber ausdrücklich nicht darum gehen, ein Skelett für das Museum zu bekommen, sondern allein darum, den Wal nach seinem Tod zu untersuchen und die Todesursache zu bestimmen.
1. April, 16.15 Uhr: Greenpeace ist sicher - Wal ist erheblich geschwächt
"Nach gemeinsamer Einschätzung unserer Experten und beteiligten Fachleuten müssen wir davon ausgehen, dass das Tier erheblich geschwächt ist", teilte die Umweltorganisation am Nachmittag mit.
Die mehrfachen Strandungen sowie eine deutlich reduzierte Vitalität und fehlende Reaktionen auf äußere Reize würden darauf hindeuten.
In solchen Situationen führen Eingriffe häufig nicht zu einer nachhaltigen Rettung, sondern würden das Leiden des Tieres nur verlängern.
"Ein natürlicher Verlauf - so schwer es auch zu akzeptieren ist - entspricht in vielen Fällen, auch hier am ehesten, dem Tierwohl."
1. April, 14.42 Uhr: Experten werden sich bis zum Ende kümmern
Der Taucheinsatzleiter von Sea Shepherd rief die Bevölkerung dazu auf, das Tier in Ruhe zu lassen.
"Man sollte dem majestätischen Tier aus Pietätsgründen die Ruhe lassen", so der Taucheinsatzleiter, damit der Wal sterben könne.
Umweltminister Backhaus ergänzte: "Wir haben uns intensiv um den Wal gekümmert und wir werden uns auch bis zum Ende kümmern."
1. April, 14.33 Uhr: Diskussion um das restliche Netz
Umweltminister Till Backhaus äußerte sich auch zu den Vorwürfen, dass das restliche Netz nicht aus dem Maul des Wals befreit wurde: "Dem Wal wurden 50 bis 60 Meter Netz entfernt. Wir wissen nicht, wie viel noch drin ist."
Die Tierärztliche Hochschule Hannover hatte sich das Netz angeschaut und ein Stück zum Ziehen drangelassen. Irgendjemand hätte es aber herausgenommen, so der Umweltminister.
Wie viel Netz sich noch im Maul des Wals befinde, weiß keiner.
1. April, 14 Uhr: Experten sind sich ihrer Methode sicher
Auf der Pressekonferenz bekräftigten die Experten noch einmal, dass sie sich immer wieder mit Kollegen aus dem Ausland besprochen haben.
Diese hätten ihnen immer wieder bestätigt, dass ihr Vorgehen absolut richtig war.
In den kommenden Tagen soll der Wasserspiegel weiter sinken, um die zehn bis 15 Zentimeter. Die Aussicht, dass der Wal von dieser Stelle noch mal freikommt, sei sehr gering. Das Tier noch einmal zu animieren, sich freizuschwimmen, würde an Tierquälerei grenzen.
Am Mittwochmorgen um 6 Uhr war der Wasserspiegel wohl am höchsten. Dies wäre seine letzte Chance gewesen, teilten die Experten mit, jedoch ging keine Aktivität von dem Wal aus.
"Wir haben die vergangenen Tage alles versucht, was möglich war. Doch die Situation ist jetzt eine andere", sagte Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace.
Für ihn sei die Situation des Wals ein Spiegel der Gesellschaft, wie die Menschen mit der Natur umgehen würden.
1. April, 13.27 Uhr: Absperrzone um Wal errichtet - Tier wird wahrscheinlich dort sterben!
Die Experten sind sich auf der Pressekonferenz einig: Dem Wal geht es zunehmend schlechter. Zudem wird der Wasserstand noch weiter fallen. Aus eigener Kraft wird sich der Wal nicht mehr retten können.
"Es wird eine Sperrzone um den Wal festgelegt", so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Sowohl Schiffe als auch Drohnen dürfen sich dem Tier nicht nähern.
Der Wal soll in Ruhe gelassen werden, um nicht weiter gestresst zu werden. Die aktuelle Situation sei aussichtslos.
1. April, 11.24 Uhr: Experten überprüfen Gesundheitszustand des Wales
Am Vormittag näherte sich ein Schlauchboot von Greenpeace mit Experten an Bord dem Buckelwal, um seinen gesundheitlichen Zustand zu überprüfen.
Auf Anfrage von TAG24 teilte Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace mit, dass Informationen zum Gesundheitszustand des Wals und zum weiteren Vorgehen in einer Pressekonferenz um 13 Uhr bekannt gegeben werden.
1. April, 8.05 Uhr: Polizei überprüft Zustand des Wales
Die Wasserschutzpolizei geht am Mittwochmorgen davon aus, dass sich der Buckelwal noch immer in der Kirchsee direkt vor der Insel Poel befindet.
Auch wenn er in der Nacht laut Sprecher "sehr aktiv" gewesen sei, wollen zwei Polizisten von einem Boot aus überprüfen, wie es dem Meeressäuger geht.
1. April, 6.14 Uhr: Experten geben Hoffnung nicht auf
Auch wenn die Prognosen schlecht aussehen, wollen die Experten den Buckelwal vor der Ostseeküste Wismars nicht aufgeben. "Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass der Wal sich aus eigenem Antrieb wieder in Bewegung setzt", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Umweltministeriums und der beteiligten Organisationen.
Am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch gab es keine weiteren Rettungsaktionen. "Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnen kann, dem Tier Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe werden wir ihm nun geben", so ein Sprecher des Ministeriums. Die Lage sei aber weiterhin kritisch.
Meeresschutz-Expertin Franziska Saalmann von der Organisation Greenpeace sagte: "Wir hoffen, dass ihm Ruhe erneut die Möglichkeit gibt, dass er die Kraft zusammennimmt und da noch mal freischwimmt." Das Tier sei aktiv und versuche freizukommen.
31. März, 19.35 Uhr: Wie geht es weiter?
Auch eine Sprecherin von Greenpeace bestätigt im Gespräch mit NEWS5: Für heute sind keine weiteren Maßnahmen mehr geplant. "Wir haben gesehen, dass Ruhe ihm gutgetan hat in der Vergangenheit. Wir hoffen, dass es auch jetzt ausreicht, dass er sich noch mal freischwimmen kann", so die Expertin.
Auch die Boote von Greenpeace sind mittlerweile wieder an Land. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, aber die Gesamtprognose sieht nicht gut aus", teilt die Sprecherin ihre Einschätzung. Aktuell liege er ungünstig, was das Wegschwimmen erschwert.
Wie es morgen weitergeht? Der Wal soll weiter beobachtet werden. "Wir werden schauen, was das Beste für das Tier ist und was wir machen können."
31. März, 18.16 Uhr: Offenbar keine weitere Aktion mehr für heute geplant
Bereits seit mehreren Stunden befindet sich der Wal nun an derselben Stelle vor der Insel Poel. Erneut aufs Boot wollen sich die Experten heute offenbar nicht mehr begeben.
Claus Tantzen, Sprecher vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, erklärt auf Nachfrage von TAG24: "Heute wird da nichts mehr passieren. Man wird dem Wal die Möglichkeit geben, aus eigenem Antrieb aufzuschwimmen."
Ein Vorhaben, das bereits am Tag zuvor teilweise verfolgt wurde. "Wenn er wollte, könnte er", ist sich der Experte sicher. Hin und wieder ist zu sehen, wie sich der Wal im Wasser etwas bewegt. Auch ein dumpfes Brummen ist ab und an zu hören. Wie es morgen weitergeht, werde aktuell noch intensiv beraten.
31. März, 16.27 Uhr: Lehmann teilt Nachricht von Meeresbiologin
Laut der neuseeländischen Meeresbiologin, Ingrid Visser, müsse das restliche Netz unbedingt aus dem Maul des Wales entfernt werden, ansonsten würde das Tier immer wieder stranden.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Schwertwal- und Orca-Forschung.
YouTuber und Meeresbiologe Robert Marc Lehmann teilte die Nachricht der Wal-Expertin in seiner Instagram-Story.
Der Influencer versuchte am Donnerstag selbst, das Netz zu entfernen, ist aber gescheitert.
Die Frage eines Journalisten, ob man da noch etwas machen könne, verneinte er. "Das ist fest. Ich habe daran gezogen. Es ist fest", so die Einschätzung des YouTubers.
Walforscher Fabian Ritter empfiehlt, Rescue-Teams aus dem Ausland einzufliegen, sollte man tatsächlich versuchen, das Netz noch zu entfernen.
31. März, 15.05 Uhr: Wie geht es weiter?
Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace erklärte auf der Pressekonferenz, dass die aktuelle Situation des Wals mit der von gestern vergleichbar sei.
Der Wal würde zwar aufsetzen, doch wenn er wolle, würde er losschwimmen können. Vielleicht sei das Tier aktuell auch ruhebedürftig und geschwächt.
Nun müssten die Experten "die Karten neu legen" und bewerten, wie sie am besten weitermachen. Dafür würde auch wieder mit externen Wissenschaftlern gesprochen werden.
Experten aus dem Ausland haben der Gruppe vor Ort inzwischen mitgeteilt, dass sie in der Situation am Montag genau richtig gehandelt hätten.
Aktuell beratschlagen sich die Experten über das weitere Vorgehen und wollen auf eine Strategie zwischen Ruhe und Motivation setzen. Momentan gehe die Tendenz dahin, dass der Wal die Chance haben soll, selbst zu entscheiden, wann er losschwimmen wolle.
31. März, 14.28 Uhr: Der Buckelwal sitzt wieder fest!
Nicht schon wieder! Auf einer Pressekonferenz bestätigten die Experten, dass der Buckelwal erneut festsitzt.
"Der Wal hat sich leider nicht an seine Route gehalten und ist falsch abgebogen und in die Kirchsee geschwommen", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Der Wal befindet sich in der Einmündung der Insel Poel, allerdings konnten die Schlauchboote das Tier davon abhalten, noch weiter in Richtung des Hafens der Insel Poel zu schwimmen.
Nun muss über die weiteren Maßnahmen beratschlagt werden, ob dem Tier entweder Ruhe gegönnt wird oder ob heute noch ein weiterer Animierungsversuch zum "Freischwimmen" gestartet werde.
31. März, 13.45 Uhr: Schlauchboote sind noch auf dem Wasser
Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar gegenüber TAG24 mitteilte, sind sowohl Schlauchboote von Greenpeace als auch von der Wasserschutzpolizei in der Wismarer Bucht unterwegs.
Trotz des starken Windes und Wellengangs begleiten die Boote das Tier. Wenn die Wettervorhersage stimmt und der Wind nicht weiter zunimmt, können die Schlauchboote auch draußen bleiben, so der Sprecher.
Die Boote halten sich in der Umgebung des Buckelwals auf. Momentan schwimme der Ozeanriese in der Nähe der Kirchsee bei der Insel Poel.
31. März, 12.05 Uhr: Wal schwimmt in ungünstigem Gebiet
Derzeit befindet sich der Ozeanriese östlich der Insel Walfisch, nahe der Einfahrt zu einer schmalen Bucht der Insel Poel. Bei dieser Einfahrt befindet sich eine Flachwasserstelle.
"Die Wasserschutzpolizei und wir versuchen zu verhindern, dass er da reinschwimmt", sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack im Gespräch mit TAG24.
Ziel sei es, den Buckelwal aus der Wismarer Bucht zu leiten. Anschließend wird im Austausch mit dem ITAW, dem Meeresmuseum und den zuständigen Behörden das weitere Vorgehen besprochen.
Der Meeresbiologe wird gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus um 14 Uhr eine Pressekonferenz in Wismar abhalten.
31. März, 11.30 Uhr: Drohne verfolgt den Buckelwal
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 berichtet, herrsche Sichtkontakt zum Buckelwal.
"Es ist eine Drohne aufgestiegen, um den Wal zu verfolgen. Dabei hat sich herausgestellt, dass er in Richtung von sehr flachem Wasser unterwegs ist. Greenpeace versucht mit einem Schlauchboot, den Wal von dem Flachwasser fernzuhalten", so Tantzen.
31. März, 10.43 Uhr: Greenpeace auf dem Weg zum Wal
Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 berichtete, schwimme der Wal in Richtung der Insel Poel.
Die Experten von Greenpeace wurden gebeten, mit ihrem Schlauchboot den Einsatz auf dem Wasser zu unterstützen, da sie damit auch in das flachere Wasser fahren können.
"Wir wollen verhindern, dass er wieder ins Flachwasser gelangt", so die Sprecherin.
31. März, 10.18 Uhr: Der Wal ist zurück in der Wismarer Bucht
Das gibt's doch nicht! Der Buckelwal hat schon wieder die falsche Richtung eingeschlagen und wurde in der Wismarer Bucht gesichtet. Die Wasserschutzpolizei konnte die Sichtung gegenüber TAG24 bestätigen.
"Wir versuchen herauszubekommen, wo er jetzt genau ist und wo er hinwill", so der Sprecher.
31. März, 10 Uhr: Buckelwal soll Wismarer Bucht verlassen haben
Hoffnungsschimmer für den Buckelwal! Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 mitteilte, soll das Tier zuletzt in der Nacht gesichtet worden sein, als es aus der Bucht herausgeschwommen ist.
"Gestern Abend war er schon kräftiger als gestern Morgen. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Ruhe eben erst mal gutgetan hat", so die Sprecherin.
Die Einsatzkräfte sind weiter vor Ort und jederzeit handlungsbereit, sollte eine Sichtung gemeldet werden. Derzeit befindet sich ein Boot der Wasserschutzpolizei auf dem Wasser und hält Ausschau nach dem Meeressäuger. Ein zweites Boot soll in Kürze zur Unterstützung hinzugezogen werden.
31. März, 9.05 Uhr: Weiterhin kein Wal in Sicht
Wie eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums auf TAG24-Nachfrage bestätigte, hat es am Dienstagmorgen noch keine gemeldete Sichtung des Buckelwals gegeben.
Wer den Meeressäuger entdeckt, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03831 2650 3333 beim Meeresmuseum zu melden.
Sollte sich der Wal weiterhin in Küstennähe aufhalten, dürften die Chancen hoch sein, dass er schnell wieder gesichtet wird.
"Ich bin seit 20 Jahren beim Deutschen Meeresmuseum, und ein Tier, das so viel Aufmerksamkeit erregt, habe ich noch nicht erlebt", sagte die Sprecherin.
31. März, 6.13 Uhr: Buckelwal abgetaucht
Nachdem sich der Buckelwal am späten Montagabend in Bewegung gesetzt hatte, ist er abgetaucht und seitdem nicht mehr zu sehen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht sagte.
Da es in der Nacht keinen Sinn ergebe, nach dem Tier zu suchen, sei auch das Polizeiboot abgedreht, stehe aber weiterhin bereit.
Zunächst ist keine aktive Suche geplant, vielmehr setze man erneut auf Sichtungen von Bürgern.
30. März, 21.42 Uhr: Buckelwal ist in Bewegung - Wo ist er hin?
Schließlich ist der Buckelwal am Montagabend endlich in Bewegung gekommen.
Nach zwei Rettungsversuchen der Experten schwamm er plötzlich kurz nach dem letzten Abbruch los.
Zunächst bewegte sich das Tier deutlich in Richtung Wismarer Hafen. Inzwischen sei der Buckelwal jedoch in unterschiedlichen Richtungen an den Küsten gesehen worden.
Die Situation werde von den Experten weiterhin beobachtet. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Meeresbiologen bleiben vor Ort, um die weitere Entwicklung zu begleiten und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, um den Wal zu schützen.
30. März, 20.57 Uhr: Experten bestätigen - Buckelwal ist in Richtung Hafen unterwegs
Nach dem Abbruch der Rettungsaktion schwimmt der Buckelwal endlich, doch in die falsche Richtung!
Das In-Ruhe-Lassen habe den Wal Kraft tanken lassen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
"Der Wal hat behutsam und emotional auf unsere Geräusche reagiert. Nun hat er sich losgemacht", sagt Backhaus. Zwischenzeitlich habe der Buckelwal sogar den Kopf gehoben.
Auch eine Sprecherin von Greenpeace zeigt sich positiv. Im Laufe des Tages hätten sie mit Experten aus Amerika Kontakt gehabt, um die richtige Methode zur Befreiung zu finden.
Trotzdem sei es wichtig, dem Tier jetzt den Weg in die richtige Richtung zu weisen. Aktuell befinde sich der Buckelwal wohl in der Fahrrinne in Richtung Wismarer Hafen.
Die Wasserschutzpolizei ist gerade unterwegs, um ihm möglichst den Weg aus dem Hafenbecken hinaus zu zeigen.
30. März, 20.31 Uhr: Buckelwal bewegt sich - doch in die falsche Richtung?
Nachdem das Experten-Team seinen zweiten Versuch abgebrochen hat, bewegt sich der Wal plötzlich!
Laut TAG24-Informationen schwimmt er jedoch in die falsche Richtung. Der Wal soll inzwischen in Richtung Hafen unterwegs sein.
Die Wasserschutzpolizei soll sich demnach auf den Weg machen.
30. März, 20.15 Uhr: Experten immer noch beim zweiten Versuch
Obwohl die Experten schon seit 19 Uhr auf dem Wasser unterwegs sind, befinden sie sich noch immer in der Nähe des Wals.
Mit einem Boot versuchen sie durch laute Geräusche das Tier zum Schwimmen zu animieren.
Doch die Dunkelheit bricht langsam herein und droht die Aktion zu beenden.
30. März, 18.48 Uhr: Experten wollen gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen
Nach dem Annähern an den Wal sind die Experten vor Ort positiv gestimmt.
Dem Wal gehe es besser als gedacht. Er sei aktiver als heute Morgen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Eine Greenpeace-Sprecherin ergänzt: "Der Wal hat sich viel mehr bewegt." Es gehe dem Tier ihrer Aussage nach recht gut. Die Experten hätten sich die Situation auch unter Wasser angeschaut und der Wal habe sogar den Kopf bewegt.
Trotzdem befinde sich das Tier insgesamt in einem schlechteren Zustand als noch in Timmendorf. Seine Haut und auch sein Verhalten hätten sich verschlechtert.
Da der Wasserstand weiterhin ansteigt, warten die Experten zunächst ab, ob sich der Wal doch noch von alleine freischwimmt. Sei das nicht der Fall, würden die Experten gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen, den Wal zum Schwimmen zu animieren.
Sollte dieser scheitern, wird am Dienstag über die aktuelle Situation entschieden.
30. März, 17.19 Uhr: Experten nähern sich mit Booten dem Buckelwal
Experten von Greenpeace und Beamte der Wasserschutzpolizei näheren sich auf Booten erneut dem Buckelwal.
Die Lage soll zunächst erkundet werden, erklärte eine Greenpeace-Sprecherin.
Falls möglich und dies sinnvoll erscheint, wollen die Einsatzkräfte bei gestiegenem Wasserstand den Wal dazu animieren, weiter in tieferes Wasser zu schwimmen.
Dies soll durch Klatschen mit dem Paddel auf das Wasser erfolgen.
30. März, 16.05 Uhr: Retter machen sich einsatzbereit
Laut TAG24-Informationen machen sich die Retter vor Ort bereit, einen nächsten Rettungsversuch zu starten, um den Wal aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Aktuell steige der Wasserspiegel weiter an und die Hoffnung bestehe, dass die Einsatzkräfte den Wal zum Schwimmen animieren können.
Wie die Rettungsaktion aussehen soll, ist bisher noch nicht bekannt gegeben.
30. März, 15.06 Uhr: Retter sprechen von einem entscheidenden Tag
Sollte der heutige Versuch nicht klappen, wollen die Experten sich am Abend über weitere Maßnahmen beraten. Der Buckelwal werde von Tag zu Tag schwächer. Da müsse man sich nichts vormachen, sagte Prof. Burkard Baschek.
Die Hoffnung auf eine Rettung will der Ozeanograf aber nicht aufgeben. "Wir glauben nach wie vor daran, dass es gelingt. Aber es wird ein entscheidender Tag heute werden. Und deswegen hoffe ich, dass uns alle die Daumen drücken, dass wir da draußen erfolgreich sind", so Baschek.
30. März, 14.40 Uhr: Wal soll permanent überwacht werden
Umweltminister Till Backhaus kündigte an, dass eine Wal-Wacht eingerichtet werden soll, die den Wal rund um die Uhr überwachen und auch begleiten werde.
Backhaus bittet die Bevölkerung darum, Ruhe zu bewahren. Man werde alles unternehmen, um dem Wal zu helfen. "Und ihm hoffentlich ein vernünftiges Geleit in Richtung offene See und, wenn es eben geht, dann auch in die Nordsee und in seine Heimat zurückzugeben", so der 67-Jährige an.
30. März, 14.04 Uhr: Experte spricht von einem verzweifelten Rettungsversuch
"Wir werden alles tun, um auch diesem Tier zu helfen, das ist völlig klar", sagte Prof. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.
Am Montagnachmittag sei noch mal eine Gelegenheit, den Wal zum Schwimmen zu animieren, da dann der Wasserstand um etwa 30 Zentimeter steige. Dadurch werde der Wal hochgedrückt.
"Er hat deutlich weniger Vitalität gezeigt, die Vokalisierung, Flossenbewegung, Atmung zeigen das alles. Das haben die Experten auch uniform bestätigt. Wir wissen also, dass es hier ein verzweifelter Versuch werden wird", so der Ozeanograf.
30. März, 13.52 Uhr: Buckelwal in schlechtem Zustand
Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann berichtet von dem Zustand, in dem sich der Wal aktuell befindet. Die Expertin war am Morgen bei dem Wal, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
"Wir konnten eben sehen, er atmet in recht regelmäßigen Abständen weiter, aber er wirkt doch schwächer, er vokalisiert nicht mehr, er macht keine Töne mehr", so Saalmann.
"Im Vergleich zu gestern mussten wir heute Morgen feststellen, dass es sich auf jeden Fall nicht verbessert hat, sondern eher im Gegenteil", bilanziert die Expertin.
Am Morgen habe der Buckelwal nicht auf Animationsversuche reagiert.
30. März, 13.42 Uhr: Robert Marc Lehmann verweist Umweltminister an seine Assistentin
Um kurz nach 13 Uhr hat die Pressekonferenz zur aktuellen Lage des Wals begonnen. Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ging auf die Forderung der Bevölkerung ein, den YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann (43) zur Rettung hinzuzuziehen.
Backhaus habe Lehmann am Sonntag kontaktiert und wurde von dem Influencer an dessen Assistentin verwiesen. Kurz vor der Pressekonferenz am Montag habe der Meeresbiologe den Politiker angerufen. Backhaus' Bitte um Tipps zum weiteren Vorgehen sei der 43-Jährige bislang nicht nachgekommen.
Sollten Vorschläge von Lehmann kommen, soll anschließend entschieden werden, inwiefern Lehmann eingebunden werden kann.
Der Umweltminister betonte aber auch, dass er sich vom Deutschen Meeresmusuem sehr gut betreut fühle.
30. März, 11.08 Uhr: Neuer Rettungsversuch geplant
Die Atmung des Buckelwals hat sich laut einer Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums verlangsamt. "Das ist ein schlechtes Zeichen", so die Sprecherin gegenüber TAG24.
Am Nachmittag soll es einen weiteren Rettungsversuch geben. Experten werden bei gestiegenem Wasserstand zwischen 14 Uhr und 18 Uhr mit einem Schlauchboot zum Wal fahren und versuchen, das Tier zum Schwimmen zu animieren.
Berühren dürfe man den Wal dabei auf keinen Fall. Das Tier habe eindeutig Sekundärentzündungen. Außerdem können Krankheiten von Menschen auf Wale übertragen werden, beispielsweise die Grippe. Robert Marc Lehmann hatte sich am Donnerstag immer wieder dem Tier genähert und die Hand aufgelegt.
Die Forderung aus Teilen der Bevölkerung, den Meeressäuger mit Walrufen aus der Bucht zu locken, sei indes keine Option. "Das hat noch nie nachweislich geklappt und man weiß nicht, woher das Tier stammt. Buckelwale aus Hawaii klingen anders und haben andere Walrufe als Buckelwale von den Azoren", erläuterte die Sprecherin.
30. März, 10 Uhr: Till Backhaus im Austausch mit Robert Marc Lehmann
Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns auf TAG24-Nachfrage mitteilte, habe es einen Austausch zwischen Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) und YouTuber Robert Marc Lehmann (43) gegeben.
Das Ergebnis des Gesprächs soll bei einer Pressekonferenz gegen 13 Uhr kommuniziert werden.
Lehmann gab an, von der Rettung ausgeschlossen worden zu sein. Backhaus, das Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung und Greenpeace widersprachen dieser Darstellung.
30. März, 9 Uhr: Wasserschutzpolizei und Greenpeace mit Boot am Wal
Am frühen Morgen ist ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei zum Wal gefahren, um sich einen Eindruck vom Tier zu verschaffen. Mit an Bord waren Experten von Greenpeace.
Laut Wasserschutzpolizei sei die Lage weiterhin unverändert. Immerhin ist der Wasserstand in der Bucht wieder gestiegen. In der Nacht sank dieser auf knapp -40 Zentimeter unter Normalnull.
Inzwischen nähert sich der Pegel wieder dem Stand von Sonntagvormittag. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Wal bei einer Wassertiefe von etwa zwei Metern in der Lage gewesen, sich selbstständig fortzubewegen.
30. März, 6.55 Uhr: Lage unverändert
Die Lage ist am Montagmorgen unverändert. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei liegt der gestrandete Buckelwal weiterhin in der Bucht vor Wismar. "Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern."
Allerdings sei der Wasserpegel weiter gesunken, sodass die Situation etwas schwieriger sei. Wie es am Montag weitergeht, ist noch unklar. Eine Entscheidung werde erst getroffen, wenn sich Experten ein Bild von der Lage gemacht haben, so der Sprecher.