Hiddensee - Die bei Urlaubern beliebte Ostseeinsel Hiddensee ist durch Eisbildung entlang der Küste von der Außenwelt abgeschnitten.
Wie Bürgermeister Thomas Gens (56, Allianz für Hiddenseer) am Mittwoch auf der Internetseite der Gemeinde mitteilte, musste die sonst regelmäßig zwischen Vitte und Schaprode auf Rügen verkehrende Fähre den Betrieb einstellen.
Demnach hat die Motorfähre "Vitte" einen Eisschaden erlitten, der eine sichere Weiterfahrt unmöglich mache. Die Fähre soll nun in eine Werft nach Stralsund überführt werden.
Allerdings wird die Reparatur voraussichtlich sieben bis zehn Tage in Anspruch nehmen - die genaue Dauer könne erst vor Ort im Dock ermittelt werden.
Aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen kann das Eiland in der Ostsee zurzeit nur durch einen Eisbrecher erreicht werden.
Die zuständige Reederei hat mit der "Swanti" kurzfristig einen Notfahrplan eingerichtet - der Eisbrecher läuft die Insel dreimal täglich an. Allerdings steht dabei die Versorgung der Bevölkerung im Mittelpunkt.
Hiddensees Bürgermeister Thomas Gens rät Gästen von Anreise ab
Vorrang hat das Auskommen der Insulaner, insbesondere die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sowie die dringend notwendigen Überfahrten der Inselbewohner.
Natürlich haben hierbei die Absicherung medizinischer Notfälle und die Einsatzfähigkeit des Rettungsdienstes oberste Priorität.
"Vor dem Hintergrund der angespannten Lage und der begrenzten Kapazitäten wird dringend von einer Anreise von Gästen abgeraten", betonte Gens.
Vor der Überfahrt mit dem Eisbrecher müssen sich die Fahrgäste zwingend registrieren lassen, denn die Insulaner werden bevorzugt befördert. Eine Mitnahme von Fahrrädern ist laut Betreiber generell ausgeschlossen.
Ab Donnerstag soll die "Swanti" dann den Verkehr zwischen Vitte und Wittower Fähre Süd (Rügen) aufnehmen, da diese Route mit Hinblick auf die Frostprognosen stabiler und zuverlässiger sei und die Einsatzfähigkeit des Eisbrechers gewährleiste.