Rettungsversuch für gestrandeten Buckelwal zeigt allmählich Erfolg: "Timmy" hat sich gedreht
Niendorf/Wismar/Poel - Deutschland bangt weiter mit Buckelwal "Timmy". Nach mehreren Strandungen in den vergangenen Wochen steht jetzt das Konzept einer privaten Rettungsinitiative, ihn in die Nordsee zu bringen. Am Dienstagmorgen startete die tagelang geplante Aktion. TAG24 berichtet im Liveticker.
Am 23. März war der Wal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet. Mehrere Rettungsversuche scheiterten, doch der Wal konnte sich schließlich selbst befreien - um kurz darauf mehrfach vor Wismar zu stranden.
Nach einer erneuten Befreiung lag er seit dem 31. März vor der Insel Poel - alles sah danach aus, als würde der Koloss dort sterben. Am 16. April trat jedoch plötzlich eine private Rettungsinitiative auf den Plan. Sie wollte den Wal aufs offene Meer hinausziehen.
Entsprechende Maßnahmen wurden in die Wege geleitet, doch am Montag (20. April) befreite sich der Buckelwal selbst, ehe er noch am selben Tag wieder zum Liegen kam. Doch die Helfer geben nicht auf und planten für Dienstag den Rettungsversuch. Am Vormittag startete schließlich die Aktion und ist derzeit in vollem Gange.
28. April, 12.48 Uhr: "Timmy" um 180 Grad gedreht
Mittlerweile hat sich der Wal um rund 180 Grad gedreht! Die Maßnahme scheint allmählich Erfolg zu zeigen. Ob es "Timmy" tatsächlich heute noch vor Sonnenuntergang in die Barge schafft, bleibt abzuwarten.
28. April, 12.32 Uhr: Wal hat Position verändert
Die Retter versuchen den Wal mit den Gurten offenbar zu drehen. Immer wieder ist ein lautes "Zieht!" zu hören. Mittlerweile hat sich die Position des Wals auch deutlich verändert.
Der Meeressäuger hat sich um circa 90 Grad gedreht. Zudem sieht es so aus, ab ob weitere Helfer auf der anderen Seite von "Timmy" das Tier anfassen. Nachdem der Wal nun gedreht wurde, soll es weiter Richtung Barge gehen.
28. April, 12.09 Uhr: Team versucht weiterhin, das Tier zu bewegen
Die Lage ist unverändert. Immer wieder ziehen die Retter an den Gurten - allerdings weiterhin ohne Erfolg. Zwischendurch berät sich das Team im Wasser immer wieder.
28. April, 11.44 Uhr: Meeressäuger bewegt sich bislang kaum
Die Helfer sind weiterhin dabei zu versuchen, den Buckelwal mittels Gurten zu bewegen. Immer wieder legt das Team dabei kurze Pausen ein. Der Rettungsversuch dauert weiterhin an.
28. April, 11.17 Uhr: Helfer ziehen an den Gurten
Mit vereinten Kräften ziehen die Retter nun an den Gurten - bislang jedoch ohne Erfolg. Das rund 15 Tonnen schwere Tier hat sich durch die Aktion bisher nicht bewegt. Immer wieder gibt der Meeressäuger Laute von sich. Zudem hebt "Timmy" immer häufiger seine Fluke in die Luft.
28. April, 11.08 Uhr: Buckelwal bekommt Geschirr verpasst
Bislang lässt Timmy alles ruhig über sich ergehen. Er liegt zwischen den Wal-Helfern, die an ihm arbeiten. Zahlreiche Helfer stehen im Wasser. Mittlerweile ist zu erkennen, dass bereits etwas Zug auf den Gurten liegt.
28. April, 10.44 Uhr: Gurte bei "Timmy" angekommen
Die Gurte sind im Wasser! Mithilfe eines SUP-Boards wurden die Schläuche zu "Timmy" gebracht - bereit zum Einsatz. Im Livestream ist zu erkennen, wie die Helfer die Gurte entgegennehmen und offenbar in Kürze versuchen werden, diese am Tier anzubringen.
Die Gurte sind dazu da, den Meeressäuger zur Barge zu bringen. Pro Seite sollen dazu mindestens fünf Personen an den Schläuchen ziehen, um den Wal zu bewegen. Auch ein Polizeiboot ist nun vor Ort im Wasser ganz in der Nähe von "Timmy".
28. April, 10.34 Uhr: Retter beim Wal im Wasser
Einige Helfer sind nun nahe am Tier. Bisher ist jedoch noch nicht zu erkennen, ob das Gurtsystem bereits angebracht wird. Aktuell platzieren sich gleich mehrere Team-Mitglieder um den Wal herum. Sie arbeiten direkt am Tier. Mehrfach schlägt "Timmy" mit seiner Fluke.
28. April, 9.57 Uhr: Es geht los!
Das erste Boot mit den Rettern ist auf dem Weg zum Wal. In Kürze dürften die Gurte also am Tier angebracht werden. Es ist der Startschuss für die tagelang geplante Rettungsaktion.
28. April, 9.47 Uhr: Gefühlslage der Retter gemischt
Das Gurtsystem, das nun eingesetzt werden darf, wird auf ein Boot gebracht. Zudem gibt auch Tierärztin Kirsten Tönnies ihre Einschätzung ab. Die Gefühlslage sei gemischt. "Aber das wird heute", so die Expertin zuversichtlich. "Wir schaffen das".
Nun bereitet sich auch der Leiter des Retter-Tams vor. Er zieht seine Ausrüstung an und begibt sich in Kürze auf ein Boot in Richtung Wal. Auch Tönnies steigt mit aufs Boot.
28. April, 9.15 Uhr: Ministerium duldet Maßnahmen
Auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) gibt spontan ein Statement ab. Heute Morgen um 8 Uhr wurde eine Beurteilung des Gesundheitszustands des Wals durch die beiden Tierärztinnen vorgelegt. "Die Kernaussage ist, dass der Wal unter den tiermedizinischen Aspekten transportfähig ist", so der Politiker.
Auch die Atmung sowie das Herz des Tieres sei stabil. Lediglich eine leichte Bindehautentzündung an den Augen weise der Meeressäuger auf. Die Haut sei "weiterhin in guter Heilung", zitiert Backhaus das Gutachten. Das bedeutet: Die Maßnahmen werden geduldet - offenbar auch der Einsatz des Gurtsystems. Der Bergungsprozess soll möglichst zügig beginnen.
"Es ist heute ein Tag der Ruhe, der Besinnung und vielleicht haben wir Glück und dem Wal wird es gelingen, seine Reise anzutreten", zeigt sich der Minister hoffnungsvoll. Zunächst soll versucht werden, dem Wal das Gurtsystem anzulegen. Danach soll das Tier mit "Menschenkraft" zur Barge geführt werden.
"Die Gurte werden heute zum Einsatz kommen müssen. Anders wird es nicht funktionieren", stellt er abschließend klar. Bis Sonnenuntergang sollte es gelingen, den Wal auf der Barge zu haben.
28. April, 9.04 Uhr: Experten sind zuversichtlich
Ein Mitglied des Retter-Teams gibt ein kurzes Statement ab. "Er ist immer noch stark", so der Experte über den Buckelwal. Das Team sei weiterhin optimistisch, dass die geplante Aktion funktioniert.
28. April, 8.49 Uhr: Vorbereitungen laufen weiter
Helfer treffen weitere Vorbereitungen im Hafen. Derzeit werden Schläuche oder Gurte vorbereitet. Ob es sich dabei tatsächlich um die Gurte handelt, die "Timmy" letztendlich auf die Barge transportieren sollen, ist nicht ganz klar.
Sollten es tatsächlich die rettenden Gurte sein, handelt es sich dabei um Feuerwehrschläuche, bei denen die Metallenden abgeschnitten wurden. Diese wurden zunächst ausgemessen, nebeneinander gelegt und werden nun weiter vorbereitet. Ob der Einsatz der Gurte bereits genehmigt wurde, ist weiterhin offen.
28. April, 8.19 Uhr: Gurt wird offenbar noch geprüft
Die Besatzung der Barge ist offenbar auch schon rausgefahren. Derzeit werde offenbar noch der Gurt, mit dem der Buckelwal auf die Barge gebracht werden soll, von den Veterinären geprüft. Noch immer soll es dafür keine Genehmigung geben. Wann die Genehmigung kommen soll, ist nicht bekannt.
Sollte es funktionieren, dass der Buckelwal auf der Barge transpoertiert wird, soll „Timmy“ in Richtung Nordsee gebracht werden. Mittlerweile ist ein neuer Peilsender da. Dieser soll auf der Überfahrt an dem Tier angebracht werden. Entweder mit einer örtlichen Betäubung und Schrauben, oder mit Kabeln an der Finne.
28. April, 8.04 Uhr: Helfer legen Tücher auf den Buckelwal
Wie an den anderen Tagen auch, werden erneut Tücher auf den Rücken von "Timmy" gelegt. Zudem befeuchten Helfer das Tier wieder mit Wasser. Der Wal atmet und buckelt deutlich sichtbar.
28. April, 7.45 Uhr: Geht es gleich los?
Langsam tut sich etwas: Im Hafen sind nun die Mitglieder der Rettungsinitiative eingetroffen. Auch Minister Backhaus ist da. Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie sich das Team offenbar für das weitere Vorgehen bespricht.
Auch das erste Schiff der DLRG ist mittlerweile aufs Wasser gefahren, um sich einen Eindruck zum Zustand des Tieres zu verschaffen. Die weiteren Retter steigen ebenfalls nach und nach auf die Boote und machen sich auf den Weg zu "Timmy".
28. April, 7.24 Uhr: Minister Backhaus ist vor Ort
Während Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Montag nicht vor Ort war, gibt der Politiker direkt am Dienstagmorgen ein kurzes Statement ab. "Geplant ist heute, dass die Barge tatsächlich herkommt und der Versuch unternommen wird, das Tier auf das Transportmittel zu verlegen und es dann in die Nordsee zu bringen", erklärt er.
Sollte es heute tatsächlich losgehen, wolle Backhaus das Schiff begleiten. Im Hafen ist es aktuell noch ruhig. Am Montag hieß es eigentlich, dass die Maßnahmen heute gegen 7 Uhr starten sollen. Die Barge wurde noch am Montagabend von den Helfern an der Rinne platziert.
28. April, 7.20 Uhr: Buckelwal ist aktiv
Im Wasser sind bislang immer noch keine Helfer direkt beim Buckelwal. Doch das Tier zeigt sich weiterhin aktiv.
Sollte der Transport tatsächlich heute starten, ist laut Vorhersagen das Wetter günstig. Richtung Schleswig-Holstein könnte es am Dienstag einen Wind höchstens bis zur Windstärke 4 geben, hieß es vom Seewetteramt des DWD. Der Mittwoch werde in der Region "total schwachwindig", sagte ein Meteorologe. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) werden demnächst zudem keine außergewöhnlichen Pegelschwankungen vor Poel erwartet.
28. April, 6.10 Uhr: Kann "Timmy" heute gerettet werden?
Guten Morgen, "Timmy"! Bereits am frühen Morgen ist einiges los: Der Buckelwal liegt zwar noch immer im Ostsee-Wasser, zeigt sich jedoch anders als die anderen Tage aktiv. So pustet er immer wieder Wasser aus seinem Blasrohr.
Helfer waren bislang allerdings noch nicht im Wasser. Am Montag wurde angekündigt, dass "Timmy" heute nach langer Vorbereitung tatsächlich mithilfe der Barge geborgen werden soll.
Der Plan: Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erklärte am Montag, dass der Buckelwal durch die gebaggerte Rinne selbst in die Barge schwimmen soll - unterstützt durch ein Gurtsystem. Ziel sei es, dieses Vorhaben so minimalinvasiv wie möglich durchzuführen. Grünes Licht für den EInsatz der Gurte gab es am Montag vom Ministerium aber noch nicht.
27. April, 20.55 Uhr: Barge bei Buckelwal "Timmy" angekommen
Nachdem sie seit dem Nachmittag im Hafen von Wismar vorbereitet wurde, ist die Barge am Abend um kurz nach 22 Uhr in der Bucht vor der Insel Poel angekommen.
Buckelwal "Timmy" soll am Dienstag in die Barge geleitet beziehungsweise gezogen und anschließend bis mindestens in die Nordsee transportiert werden.
27. April, 20.55 Uhr: Ruhe vor dem Sturm
Rund um "Timmy" ist mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt. Der Buckelwal liegt mal wieder allein in der Bucht vor der Insel Poel.
In ein paar Stunden, am Dienstagmorgen, soll der Rettungsversuch final starten.
27. April, 18.45 Uhr: Retter schon seit Längerem bei "Timmy" im Wasser
Während im Hintergrund die Vorbereitungen für die morgige Rettung auf Hochtouren laufen, sind schon seit Längerem wieder mehrere Mitglieder bei Buckelwal "Timmy" im Wasser.
Sie halten sich vor allem im Bereich des Kopfes auf. Was genau die Retter dort machen, ist allerdings - wie so oft - nicht bekannt.
27. April, 17.46 Uhr: Gurteinsatz noch nicht mit Ministerium abgesprochen
Laut Tierärztin Kirsten Tönnies werde bei dem morgigen Rettungsversuch ein Gurt zum Einsatz kommen, der an der Brust des Wals entlanglaufen und über den das Tier sanft in die Barge gezogen werden soll.
Problem: Der Einsatz des Gurtes ist Stand Montagnachmittag noch nicht mit dem Umweltministerium abgestimmt worden. Wie Claus Tantzen, Sprecher des Ministeriums, gegenüber TAG24 bestätigte, seien bislang keine Unterlagen zu dem Gurteinsatz seitens der Rettungsinitiative eingereicht worden - trotz mehrfacher Nachfragen.
Zwar werde das Rettungskonzept mit der Barge grundsätzlich geduldet, der Ansatz mit dem Gurtsystem sei jedoch erst später erdacht worden. Tantzen zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Initiative ihrer Pflicht noch nachkommen werde.
Auf TAG24-Nachfrage bestätigte der Sprecher zudem, dass Minister Till Backhaus morgen wieder vor Ort sein werde. Am heutigen Montag ließ sich der Politiker entschuldigen.
27. April, 16.38 Uhr: Ärztin korrigiert Einschätzung zu "Timmys" Zustand
Nachdem sie gegen 15 Uhr in einem Statement erklärt hatte, dass sich "Timmys" Zustand verschlechtere und der Buckelwal langsam abbaue, korrigierte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies diese Einschätzung kurz darauf wieder.
Demnach sei das Tier im Vergleich zum Vormittag nun wieder aktiver und es gehe ihm "viel besser". Nichtsdestotrotz sei klar, dass die Rettungsaktion so schnell wie möglich durchgeführt werden müsse.
27. April, 15.44 Uhr: Barge im Hafen von Wismar eingetroffen
Wie der Seite "vesselfinder.com" zu entnehmen ist, ist die "Robin Hood" und damit auch die Barge für "Timmys" Rettung mittlerweile im Hafen von Wismar eingetroffen.
Dort soll die Barge für den morgigen Rettungsversuch vorbereitet werden, ehe sie nach Poel transportiert wird.
27. April, 15.09 Uhr: Rettungsaktion für Dienstagvormittag geplant
Oliver Bartelt, Einsatzleiter der DLRG, erklärte zum Zeitplan, dass der Rettungsversuch für den morgigen Dienstag geplant sei. Um 7 Uhr würden die Maßnahmen starten und im Laufe des Vormittags, je nach Mitarbeit von "Timmy", soll die Aktion über die Bühne gehen.
Bartelt betonte auch, dass die DLRG, die im Wechsel mit 15 bis 30 Einsatzkräften vor Ort sei, maximal noch bis Mittwoch vor Ort sein werde. Diese "Grenze" sei am Wochenende mit dem Landesverband vereinbart worden.
27. April, 15 Uhr: "Timmys" Zustand wird laut Tierärztin schlechter
Wie Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies in einem Statement vor Ort erklärte, verschlechtere sich der Zustand von "Timmy" langsam. Seine Atmung werde flacher und auch seine Reaktionen auf Besuch fielen minimaler aus. "Es wird allerhöchste Zeit", betonte die Medizinerin mit Blick auf den Rettungsversuch.
Ein Abbruch des Vorhabens stehe nicht zur Debatte, betonte Tönnies. Allerdings sei nun geplant, dass die Barge nicht direkt am "Schwimmbecken" vom Wal platziert werden soll, sondern "Timmy" durch die gebaggerte Rinne selbst in die Barge schwimmen soll - unterstützt durch ein Gurtsystem, das von mehreren "kräftigen Männern" bedient werde.
Ziel sei es, dieses Vorhaben so minimalinvasiv wie möglich zu tun. "So lange ich dabei bin, werde ich dafür sorgen, dass Timmy nicht überbeansprucht wird. Aber wir wollen sein Leben retten", verdeutlichte die Tierärztin.
27. April, 14.07 Uhr: Barge läuft im Wismarer Hafen ein
Etwas früher als noch am Morgen gedacht, läuft die Barge nun allmählich im Hafen von Wismar ein. Dort müssen jedoch noch einige Vorbereitungen an dem Gerät getroffen werden, bevor die Barge frühestens am Dienstag zur Rettung von "Timmy" zum Einsatz kommen soll.
27. April, 13.12 Uhr: Statement erwartet
Bislang ist die Barge noch nicht in Wismar angekommen. Das Eintreffen dürfte jedoch nicht mehr lange dauern. Am Nachmittag soll es ein weiteres Statement von Experten geben. Wann genau und wer dafür vor das Mikrofon tritt, ist bislang nicht bekannt.
Im Hafen steht derzeit ein weiterer Lkw mit Big Bags bereit. Wofür genau diese eingesetzt werden sollen, ist ebenfalls noch nicht ganz klar. Vor einigen Tagen wurden bereits zahlreiche Big Bags im Wasser platziert. Falls der Wal sich selbst freischwimmt, sollen diese verhindern, dass er sich in die falsche Richtung begibt.
27. April, 12.30 Uhr: So soll der Wal verladen werden
Die Barge wird noch am Montag in Wismar erwartet. Zum Einsatz für die Rettung von "Timmy" komme sie jedoch frühestens am Dienstag. Der technische Leiter der privaten Initiative für den Transport des Tiers, Felix Bohnsack, hatte kürzlich das Konzept für den Transport erklärt: Eine solche Barge werde sonst etwa zum Abtransport von Schiffen verwendet.
"Die Barge misst insgesamt 50 Meter in Länge, 13 Meter in Breite", so der Experte zu dpa. Sie habe eine Ladekapazität von 400 Tonnen. Durch Wassertanks in den Seiten könne man die Barge absenken und anheben. Im Innenraum biete sie in der Länge etwa 47 Meter und in der Breite etwa 11 Meter Platz. "Die Barge hat insgesamt einen Ladetiefgang von vier Metern."
Sie soll durch eine zuvor geschaffen Rinne mit der Ladeöffnung an den Wal herangeführt werden. Unter dem Tier soll demnach eine durch ein Netz gehaltene Plane geführt werden.
"Es bildet sich erst ein U um den Wal herum, so dass er quasi erstmal nach rechts und links sich nicht wirklich mehr drehen kann. Und dann ziehen wir die Front einmal hoch, damit sich so eine Art Lippe bildet." Das solle den Wal daran hindern, nach vorne wegzuschwimmen. "Timmy" soll dann rückwärts in die Barge eingeladen werden. Später solle der Buckelwal vorwärts wieder rausschwimmen können.
27. April 11.42 Uhr: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ist offenbar aus dem Koma erwacht
Die Föhrer Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am 20. April per Hubschrauber wegen eines medizinischen Notfalls in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor war die Expertin Teil des Retter-Teams. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Bahr-van Gemmert im Koma liegt.
Doch nun gibt es offenbar einen Lichtblick: "Janine ist nicht mehr im Koma", teilte ihr Verein "Tierhuss Insel Föhr" am Montagmittag auf Facebook mit. "Ihr Zustand ist weiterhin ernst, sie steht noch ganz am Anfang eines Weges, der viel Zeit und Ruhe braucht."
Der Verein bedankt sich zudem für die mitfühlenden Nachrichten und bittet gleichzeitig darum, ihr und ihrem Umfeld weiterhin den nötigen Raum zu geben. "Danke für die anhaltende Anteilnahme und Unterstützung."
27. April, 11.20 Uhr: Retter ziehen sich wieder zurück
Nachdem die Helfer nun für einige Zeit im Wasser waren und sich offenbar einen Eindruck zum Gesundheitszustand des Tiers verschafft haben, haben sie sich nun wieder zurückgezogen. Konkrete Maßnahmen wurden für heute bislang nicht angekündigt.
Vermutlich werde gewartet, bis die Barge in Wismar eingetroffen ist, um alle weiteren Vorbereitung für die Bergung treffen zu können.
27. April, 9.40 Uhr: Die ersten Helfer sind im Wasser
Während es in den frühen Morgenstunden noch ruhig war, ist langsam Bewegung zu erkennen. Die ersten Helfer sind jetzt bei "Timmy" im Wasser. Erneut legen sie weiße Laken auf den Rücken des Tieres. Mithilfe eines Eimers befeuchten sie den Buckelwal.
Und auch das Tier zeigt nun mehr Aktivität. Immer wieder ist zu sehen, wie "Timmy" Wasser aus seinem Blasrohr pustet. Die "Robin Hood" ist weiterhin mit der Barge auf dem Weg nach Wismar. Nach Angaben von NEWS5 soll das Schiff erst gegen 18 Uhr in Wismar ankommen.
Am Sonntagabend wurde mitgeteilt, dass mit der Ankunft der Barge frühestens in der Nacht zum Montag gerechnet werde. Sollte das Gespann tatsächlich erst am Montagabend ankommen, wird sich zeigen, ob sich die geplanten Maßnahmen dadurch weiter verzögern.
Ist die Barge angekommen, müsse diese für die weiteren Rettungsmaßnahmen nämlich erst noch vorbereitet werden. Nach aktuellem Stand soll die Rettungsaktion dann am Dienstag oder Mittwoch starten.
27. April, 7.41 Uhr: Barge könnte noch heute bei "Timmy" eintreffen
Bislang waren keine Helfer beim Wal im Wasser. "Timmy" zeigt sich am Montagmorgen weiterhin ruhig. Doch eine mögliche Rettung naht.
Das Schubschiff "Hans" hat offenbar noch in der Nacht den Nord-Ostsee-Kanal verlassen, wie Marinetraffic zu entnehmen ist.
Das Schiff war dafür zuständig, die Barge für die geplante "Wal-Rettung" für einen Teilabschnitt in Richtung Buckelwal zu befördern. Nach einer Übergabe an den Schlepper "Robin Hood" dürfte das Gespann noch heute in der Nähe des Wals eintreffen.
27. April, 6.10 Uhr: Experte kritisiert Minister Backhaus
Guten Morgen, "Timmy"! Der Meeressäuger liegt weiterhin im Ostseewasser. Trotz des steigenden Wasserstands am Sonntag hat sich der Buckelwal offenbar nicht selbst freigeschwommen.
Nach Ansicht des Walforschers und Meeresbiologen Fabian Ritter sollte die Aufmerksamkeit für den Buckelwal vor Poel auch für grundsätzliche Fragen zum Schutz der Meere und Wale genutzt werden. "Es ist natürlich auch eine Gelegenheit. Wir können im Moment auch den Finger in die Wunde legen und sagen, es gibt hier ein ganz, ganz massives, großes Problem", so Ritter zu dpa.
Dass sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) seit Wochen so stark für das Tier einsetze, sei gut. "Aber wir reden hier über Symptombekämpfung an einem einzelnen Tier und ich würde mir wünschen, dass wir über Ursachenbekämpfung sprechen."
So verwies der Experte unter anderem auf Stellnetze in der Ostsee: "Die können heute in Schutzgebieten ohne Weiteres gestellt werden. Da gibt es kaum Einschränkungen. Und der zuständige Minister dafür ist Herr Backhaus."
26. April, 20.55 Uhr: Rund um Timmy ist wieder Ruhe eingekehrt
Nachdem sein Rücken nochmal mit Wasser benetzt wurde, liegt der Buckelwal wieder alleine in der Bucht vor der Insel Poel.
Neben ihm ragen die Henkel der Big Bags aus dem Wasser. Sie sollen verhindern, dass Timmy, falls er sich aus eigener Kraft befreit, wieder in die falsche Richtung schwimmt.
Währenddessen ist die "Hans" weiter im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs.
26. April, 19.56 Uhr: Helfer wieder bei Timmy
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, dass wieder mehrere Helfer bei Timmy sind. Hinter ihnen geht langsam die Sonne unter. Sie befeuchten seine Haut mit Ostseewasser.
26. April, 19.22 Uhr: Doch kein Statement mehr
Das für 19 Uhr angekündigte Pressestatement von Umweltminister Till Backhaus wurde kurzfristig wieder abgesagt. Die Gründe sind bislang nicht bekannt. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, wann genau ließ ein Sprecher des Umweltministeriums jedoch offen.
26. April, 18.15 Uhr: Weiteres Statement angekündigt
Nach der "Free Willy"-Crew will sich um 19 Uhr nun auch nochmal Umweltminister Till Backhaus zur Lage von Timmy äußern.
26. April, 18 Uhr: "Free Willy"-Team gibt Statement ab
In einem spontanen Pressestatement betonte das "Free Willy"-Team, dass es sich bei Timmy um "einen sehr besonderen Wal" handle: "Er hat einen sehr starken Überlebenswillen", so Jeff Foster, der nach eigenen Angaben schon mit sehr vielen Walen gearbeitet habe.
Trotz der Belastung durch Süßwasser sei der Buckelwal aufmerksam, sozial und nehme seine Umgebung wahr. Die Situation sei schwierig, biete aber auch eine seltene Chance, mehr über solche Tiere zu lernen,
Meeresbiologe Pedro Baranda ergänzte, der Wal wirke zwar "sehr krank", zeige aber weiterhin Energie und Lebenswillen. Er bezeichnet den Einsatz als einmalige Situation und betont, dass alle Beteiligten ihr Bestes tun. Die Behörden arbeiteten eng mit den Experten zusammen, auch wenn viele Maßnahmen Neuland seien. Ziel sei es, dem Tier mit den verfügbaren Mitteln bestmöglich zu helfen.
26. April, 17.15 Uhr: Die "Hans" hat Brunsbüttel passiert
Seit einiger Zeit war niemand mehr bei Timmy. Der Wal bewegt sich kaum, buckelt gelegentlich. Damit dürfte die Hoffnung schwinden, dass er sich durch den steigenden Wasserstand von selbst wieder freischwimmen kann.
Währenddessen ist das Transportschiff "Hans" mit der sogenannten Barge, mit der Timmy in die Nordsee transportiert werden soll, weiter unterwegs über den Nord-Ostsee-Kanal Richtung Kiel und anschließend nach Wismar. Die Zwischenstation Brunsbüttel ist bereits passiert.
Das Konzept sieht vor, den Wal über eine mehr als 100 Meter lange, freigespülte Rinne in die mit Wasser gefüllte Barge zu leiten. Im Idealfall soll er dabei selbst hineinschwimmen, notfalls mit Unterstützung durch weiche Schlingen.
Mit einer Ankunft der Barge wird frühestens in der Nacht zu Montag gerechnet, der Weitertransport des Wals soll frühestens am Dienstag erfolgen. Wer will kann den Weg der "Hans" unter marinetraffic.com verfolgen.
26. April, 14.45 Uhr: Helfer wollen offenbar nicht gefilmt werden
Wie im Livestream von NEWS5 zu erkennen war, schob sich ausgerechnet während der Flüssigkeitsgabe die Schwimminsel mit Bagger vor die Kamera und versperrte die Sicht. Als der Kameramann daraufhin die Perspektive veränderte, folgte ein weiteres DLRG-Boot und blockierte erneut den Blick auf das Geschehen. Warum die Helfer dabei offenbar nicht gefilmt werden wollten, bleibt unklar.
Die Maßnahme ist inzwischen auf jeden Fall abgeschlossen. Jetzt wird Timmy mit noch mehr weißen Tüchern bedeckt.
26. April, 14.24 Uhr: Helfer versuchen dem Wal Flüssigkeit zuzuführen
Aktuell befinden sich mehrere Mitglieder des Helferteams direkt am Wal und arbeiten augenscheinlich mit einem langen Schlauch, mutmaßlich das angekündigte Endoskop. Mithilfe von Gießkannen wird Timmy so Süßwasser verabreicht.
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hatte am Morgen erklärt, dass geprüft werde, ob dem Tier auf diesem Weg erneut Flüssigkeit zugeführt werden kann. Diese Maßnahme soll dem Wal zusätzliche Energie verschaffen.
26. April, 13.33 Uhr: Barge soll frühestens Sonntagnacht an der Insel ankommen
Immer wieder kommen Helfer zum Buckelwal und benetzen ihn mit Wasser. Der für den Transport des vor Poel liegenden Buckelwals vorgesehene Lastkahn könnte nach Angaben aus dem Team für das Vorhaben Sonntagnacht oder Montagmorgen an der Insel ankommen.
Der eigentliche Transport des Tieres mit der sogenannten Barge sei jedoch erst für frühestens Dienstag geplant. Voraussetzung für den Zeitplan sei unter anderem, dass es etwa im Nord-Ostsee-Kanal, durch den die Barge hindurch müsse, keine Störung des Schiffsverkehrs gibt.
26. April, 11.56 Uhr: Tücher schützen "Timmy" vor der Sonne
Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und wegen des geringen Wellengangs wird der gestrandete Buckelwal heute nochmal intensiv befeuchtet. Dazu liegen auch am Sonntag wieder Tücher auf dem Rücken von "Timmy".
26. April, 10.35 Uhr: Barge ist auf dem Weg
Sollte sich "Timmy" nicht selbst freischwimmen, ist die geplante Rettungsaktion frühestens für Dienstag angesetzt. Seit heute morgen sei nach Angaben des Chef-Tauchers Fred Babbel nun auch die noch fehlende Barge auf dem Weg.
Bis diese bei dem Buckelwal eintrifft, könne es aber noch mindestens einen Tag dauern. Einige Vorbereitungen an der Barge selbst müssen zudem auch noch getroffen werden. Danach bleibt abzuwarten, wie der Wal letztendlich auf das Gerät reagiert.
26. April, 10 Uhr: Tierärztin erklärt geplante Maßnahmen für den Nachmittag
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erklärt, dass überlegt werde, ob der Wal mittels eines Endoskops am Nachmittag nochmal Flüssigkeitszufuhr bekommen soll. Diese Maßnahme solle dem Tier mehr Energie verleihen.
Diese Maßnahme sei auch bereits am Samstag erfolgt. Auch der erneute Versuch einer Blutabnahme stehe im Raum. "Aber nur, wenn das für Timmy so kein Problem darstelle"; so die Expertin. Seine Haut erhole sich derzeit ebenfalls gut.
26. April, 9.48 Uhr: Minister Backhaus war selbst mit dem Boot beim Wal
Umweltminister Till Backhaus (SPD) war heute früh im Wasser gewesen. Tatsächlich stattete er "Timmy" vor wenigen Minuten selbst einen Besuch auf dem Boot der DLRG ab, mit dem er zusammen mit einigen anderen Team-Mitglieder aufs Wasser fuhr.
"Ich fand es höchst interessant", so der Politiker kurz nach seinem Boots-Einsatz. So sei auch ein Experte aus Norwegen mit an Bord gewesen. "Er sagt, der Wal ist in einem relativ gutem Zustand. Er atmet gleichmäßig und hat auch eine gute Frequenz, aber hat deutlich abgenommen", gibt Backhaus den Experten wieder.
Auch die Verletzungen des Tiers haben sie sich angesehen. "Seine Energiereserve ist aber noch ganz gut", erklärt der Minister weiter. Auf die Frage hin, ob "Timmy" transportfähig sei, antworteten die Experten nach Aussage von Backhaus mit einem klaren "Ja".
"Ich glaube, dass man feststellen kann, dass der Wal nicht von heute auf morgen sterben wird". Zudem habe sich "Timmy" um 90 Grad in die richtige Richtung gedreht. "Er bereitet sich vor auf die Abfahrt", so der Minister zuversichtlich.
26. April, 9.22 Uhr: Es tut sich etwas
Während am frühen Morgen noch keine Helfer im Wasser waren, halten sich aktuell gleich mehrere Mitglieder des Retter-Teams direkt bei "Timmy auf". Derzeit sieht es so aus, als würden sie sich einen Eindruck zum Zustand des Tieres verschaffen.
Außerdem ist zu erkennen, dass der Wasserstand in den letzten Stunden deutlich angestiegen ist. Noch am Samstag reichte die Ostsee den Rettern gerade einmal bis zum Knie. Aktuell steht das Wasser manchen Helfern nun sogar bis zum Brustbereich. Sollte sich das Tier weiterhin nicht bewegen, gilt der Plan, es mit einer Barge in die Nordsee zu transportieren.
26. April, 8.24 Uhr: Wasserstand steigt offenbar an
Der Wind habe sich vor Ort offenbar etwas gedreht, weshalb das Wasser nun steigt. Gegen 12 Uhr am Sonntagmittag werde der Hochstand erwartet. Wie sich das Tier in dieser Zeit verhält und sich dadurch eventuell selbst freischwimmt, wird sich zeigen. Aktuell liegt "Timmy" weiterhin ruhig im Ostsee-Wasser.
26. April, 7.30 Uhr: Bisher noch keine Helfer im Wasser
Nach wie vor ist es ruhig am Sonntagmorgen. Helfer waren noch immer nicht bei "Timmy" im Wasser. Auch der Buckelwal selbst bewegt sich zwar hin und wieder, wirkt aber insgesamt eher ruhig. Tücher liegen auf dem Rücken des Tieres.
26. April, 6.20 Uhr: Gestrandeter Buckelwal verhält sich ruhig
Bislang ist die Lage weiterhin unverändert. Im Livestream ist zu erkennen, das "Timmy" aktuell nur wenig Aktivität zeigt. Auch Mitglieder des Retter-Teams waren bisher noch nicht beim Wal im Wasser.
Neben zuversichtlichen Mitgliedern der Rettungsinitiative, gibt es nach wie vor jedoch auch kritische Stimmen. So könne die augenscheinliche Ruhe des Buckelwals auch in die Irre führen. "Es gibt Daten, die belegen, dass manche Wale die Lautstärke und Häufigkeit ihrer Laute erhöhen, wenn sie unter Stress stehen und menschengemachtem Lärm ausgesetzt sind, während andere Wale unter ähnlichen Umständen möglicherweise ganz aufhören zu kommunizieren", hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) zu dpa.
Zudem betonte die Organisation, dass Kontakt zu Menschen für Wildtiere immer Stress bedeute. Ein physisches Eingreifen direkt am Wal solle nach Angaben von WDC nur in Ausnahmesituationen, mit möglichst wenig Einsatzkräften und für kurze, gezielte Maßnahmen erfolgen.
26. April, 5.37 Uhr: "Timmy" hat seine Position über Nacht kaum verändert
Am frühen Sonntagmorgen liegt "Timmy" immer noch unverändert ganz in der Nähe der Ostsee-Insel Poel im Wasser. Doch das könnte sich tatsächlich schon bald ändern. Schließlich soll es am Sonntag höhere Wasserstände geben als in den Tagen zuvor.
Das bedeutet: Es bestehe die Möglichkeit, dass sich der Buckelwal von selbst freischwimmt. Vor rund einer Woche kam es bereits vor, dass das Tier bei steigendem Wasserstand plötzlich selbst losgeschwommen war. Sollte sich "Timmy" tatsächlich selbstständig befreien, wurden am Samstag sogenannte Big Bags im Wasser platziert.
Diese funktionieren als eine Art Leitplanke, die verhindern sollen, dass der Meeressäuger in noch seichteres Wasser schwimmt und gegebenenfalls erneut strandet. Auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) kündigte noch am Samstag an, möglichst früh am Sonntagmorgen vor Ort sein zu wollen.
25. April, 21.39 Uhr: Rund um "Timmy" ist wieder Ruhe eingekehrt
Nach den Arbeiten am Tag ist mittlerweile rund um "Timmy" Ruhe eingekehrt. Der Buckelwal liegt wieder allein in der Bucht.
Spannend wird, ob er sich am frühen Morgen, wenn der Wasserstand steigt, erneut von selbst freischwimmen kann. Dann soll er von bereitstehenden Booten begleitet werden. Sandsäcke versperren ihm gleichzeitig den Weg in flaches Gewässer.
25. April, 19.38 Uhr: Technischer Leiter erklärt Details des Konzepts
Erstmals trat am Samstagabend der Technische Leiter der Rettungsinitiative, Felix Bohnsack, vor die Kameras. Er bezeichnete das nun geplante Rettungskonzept als "großen Bruder" des ursprünglichen, ersten Konzepts.
Er gab Details zur Barge preis. Diese sei 50 Meter lang, 13 Meter breit und dafür ausgelegt, bis zu 400 Tonnen transportieren zu können. Sie erfülle alle Bedingungen für den Transport des Wals bis in die Nordsee.
Angedacht sei, eine Netzplane unter dem Tier in Stellung zu bringen und "Timmy" langsam und kontrolliert rückwärts durch die Rinne in die Barge hineinzuziehen - mithilfe einer Hydraulik-Handwinde.
Zum Zeitplan sagte Bohnsack, dass die Barge morgen in Wismar eintreffen soll, dann in der Werft vorbereitet werde und möglicherweise schon am Montag zum Einsatz kommen könne. Geplant sei dann eine Tour über dreieinhalb Tage bis in die Nordsee und gegebenenfalls weiter bis in den Atlantik.
25. April, 18.18 Uhr: Statement gegen 19 Uhr erwartet
Gegen 19 Uhr/19.15 Uhr soll es vor Ort ein weiteres Statement der Beteiligten geben.
Zuvor findet nach TAG24-Informationen eine erneute Lagebesprechung der Rettungsinitiative mit Umweltminister Till Backhaus statt.
25. April, 17.35 Uhr: Wann soll die Barge in Poel ankommen?
Sie ist entscheidend für den Erfolg des Rettungsansatzes: Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, ist bisher noch nicht vor Ort eingetroffen.
Buckelwal "Timmy" soll durch die inzwischen fertig gebaggerte Rinne auf den Kahn gelotst und anschließend von einem Schlepper in die Nordsee gezogen werden.
"Für ein Wildtier ist das schon ziemlich komfortabel im Rahmen unserer Möglichkeiten", hatte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies am Nachmittag erklärt.
Vor ihrem Einsatz soll die Barge in einer Werft in Wismar mit Sand ausgelegt werden, um den Transport für den Wal angenehmer zu machen - am Abend wollen die Verantwortlichen über den Zeitplan aufklären.
25. April, 16.26 Uhr: Big Bags werden fortlaufend im Wasser platziert
Rund um "Timmy" werden weiterhin Big Bags verteilt - sie sollen verhindern, dass der Buckelwal am morgigen Sonntag, wenn der Wasserstand steigt, in die falsche Richtung schwimmt.
Aktuell sind auch zwei Mitglieder des Rettungsteams wieder in unmittelbarer Nähe des Tieres im Wasser.
25. April, 15.54 Uhr: Weiteres Statement am Abend angekündigt
Laut Umweltminister Backhaus soll es am Abend gegen 19 Uhr eine weitere Lagebesprechung mit allen Beteiligten geben.
Anschließend sei ein weiteres Statement geplant, in dem noch einmal konkreter auf das Rettungskonzept eingegangen werden soll.
25. April, 15.27 Uhr: Buckelwal ist ein Bulle und vier bis sechs Jahre alt
Backhaus ergreift noch einmal das Wort und erklärt, dass inzwischen zweifelsfrei feststehe, dass der Buckelwal ein männlicher Bulle und keine weibliche Kuh sei.
Er soll zwischen vier und sechs Jahre alt sein.
25. April, 15.16 Uhr: Transport wird nicht vor Dienstag starten
Nach Backhaus sprach Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies. Sie lobte die Zusammenarbeit und die Schnelligkeit des Ministeriums. Explizit habe der Minister immer das Wohl von "Timmy" in den Vordergrund gestellt.
Zum Zeitplan erklärte die Veterinärin, dass der Transport vermutlich erst am Dienstag oder Mittwoch erfolgen könne. Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, sei noch nicht vor Ort und müsste dann auch erst speziell vorbereitet werden.
25. April, 15.07 Uhr: Konzept der Rettungsinitiative hat grünes Licht
Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort erklärt, dass das neue Rettungskonzept der Initiative grünes Licht bekommen habe. Demnach werde die Idee mit der Barge von der Behörde geduldet.
Die beteiligten Veterinärinnen seien zu der Erkenntnis gekommen, dass das Tier "transportfähig" sei, unterstrich der Politiker. Gleichzeitig könne es genauso gut sein, dass der Wal sich morgen früh, bei dem steigenden Wasserstand wieder selbst auf den Weg mache.
25. April, 14.32 Uhr: Big Bags werden im Wasser verteilt
Noch bevor Minister Backhaus vor das Mikrofon tritt, werden aktuell die Big Bags im Wasser nach und nach um den Wal verteilt.
Sollte das Wasser in der Nacht so hoch ansteigen, dass Timmy von selbst wieder los schwimmen könnte, sollen die Sandsäcke wie eine Art Leitplanke funktionieren. Dadurch werde verhindert, dass der Buckelwal wieder Richtung Land schwimmt.
25. April 14.13 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt
Gegen 15 Uhr soll es weitere Informationen geben. Umweltminister Till Backhaus (SPD) wolle sich in einem Statement dabei vor allem zu dem neuen Konzept der priavten Rettungsinitiative äußern.
Geplant ist bei dem neuen Kpnzept der Einsatz einer sogenannten Barge, einer Art nicht selbstfahrendem Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Darin soll der Wal transportiert werden. Bislang gab es allerdings noch kein grünes Licht des Ministeriums für den neuen Transportplan.
25. April 13.27 Uhr: Kettenbagger mit Big Bags im Einsatz
Für einen kurzen Moment war ein Mitglied des Retter-Teams ganz nah am Wal und benetzte das Tier mit Wasser.
Am Hafen von Kirchdorf wurde ein kleiner Kettenbagger auf einen Schwimmponton gebracht, mit dem die Big Bags ins Wasser gesetzt werden sollen. Die mit Sand befüllten Säcke wurden am Vormittag bereits vom Hafen auf ein Ponton in der Nähe des Wals gebracht.
25. April, 12.30 Uhr: Tierärztin Dr. Jenna Wallace mit klarer Ansage
Tierärztin Dr. Jenna Wallace ist Anfang der Woche von der Insel Poel aus beruflichen Gründen abgereist, wie sie am Samstag auf Instagram bestätigte. Seitdem kritisiert sie einige Mitglieder der Rettungsinitiative vor Ort scharf. So warnte sie bereits vor ein paar Tagen unter anderem auch davor, das neue "Free Willy"-Team bei den Maßnahmen mit einzubeziehen.
Jetzt übt die Expertin erneut Kritik am Vorgehen der neuen Team-Mitglieder. "Lasst dieses Tier in Ruhe, lasst die feuchten Handtücher und das Zinkoxid auf ihm und holt ihn raus! Nutzt den höheren Wasserstand am Sonntag!", appelliert Wallace auf Instagram.
Dazu weist sie auf die Gefahren hin, welche die Arbeit direkt am Tier mitbringen. "Dieser 'Free-Willy-Experte' wäre gestern fast von der Fluke erwischt worden", erklärt sie weiter. "Wenn jemand verletzt wird, ist die Mission vorbei. Setzt nicht alles aufs Spiel für eine Blutprobe, von der wir bereits wissen, dass sie auffällig sein wird."
Am Freitag kündigte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies an, dass ein Blutbild von "Timmy" erstellt werden soll. Sie kritisierte zudem, dass dies noch nicht früher gemacht worden sei. Unter anderem sollen so die Organwerte überprüft und etwaige Hinweise auf schwere Entzündungen sichtbar werden.
25. April, 11.06 Uhr: Weg zum Fahrwasser offenbar fast fertig
Während die rund 40 Big Backs Stück für Stück mit Booten vom Hafen zum Schwimmponton auf dem Wasser gebracht werden, hat sich auch bei der Rinne, über die "Timmy" ins Fahrwasser gelangen soll, etwas getan.
Am Samstagmorgen war die rund 110 Meter lange Rinne nach Angaben aus dem Team fast fertig, die von der Mulde des Wals in tieferes Wasser führt. Durch diesen rund zwei Meter tiefen Kanal soll der Wal nach Idee der Initiative in tieferes Wasser schwimmen oder gegebenenfalls gezogen werden.
Geplant ist dann der Einsatz einer sogenannten Barge, einer Art nicht selbstfahrendem Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Darin soll der Wal transportiert werden. Diese Barge sei aber noch nicht vor Ort, hieß es. Die Arbeiten würden derzeit durch starken Wind und Wellengang erschwert.
25. April, 10.16 Uhr: Big Bags haben den Buckelwal erreicht
Die Big Bags wurden nun mit einem Boot in Richtung "Timmy" gebracht. Die mit Sand befüllten Säcken haben den Ponton im Wasser erreicht. Wann genau diese aufgestellt werden sollen, ist nicht bekannt.
Aktuell liegt der Buckelwal weiterhin in seinem Wasserbecken, das von den Helfern bereits vor einigen Tagen ausgesaugt wurde.
25. April, 9.19 Uhr: Gesundheitszustand von "Timmy" aktuell unbekannt
"Timmy" zeigt wenig Aktivität und auch Mitglieder des Retter-Teams waren bislang noch nicht im Wasser.
Zum aktuellen Gesundheitszustand des Buckelwals können derzeit keine Angaben gemacht werden, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin mit.
25. April, 8.22 Uhr: Big Bags werden verladen
Im Wasser waren bislang noch keine Helfer beim Wal.
Doch im Hafen beginnen nun die ersten Arbeiten: Die Big Bags werden verladen. Diese sollen im Wasser eingesetzt werden, um zu verhindern, dass "Timmy" in noch flacheres Gewässer schwimmt.
25. April, 7 Uhr: Neues Konzept muss weiterhin angepasst werden
Auch am Samstagmorgen liegt Timmy weiterhin an derselben Stelle wie am Tag zuvor im Wasser. Helfer waren bisher noch nicht in der Nähe des Wals zu sehen.
Die Behörden stimmten dem neuen Rettungskonzept für den Meeressäuger noch nicht zu. Es seien noch immer einige Fragen zu beantworten, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die letzten offenen Punkte sollten nun möglichst heute geklärt werden.
Der Plan für Samstag: Die mehr als 100 Meter lange Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser soll fertig werden. Möglichst am Sonntag oder Montag soll das Tier schließlich aus seiner Notlage befreit werden. Im Fahrwasser soll ein mit Wasser gefüllter Lastkahn warten, der den Meeressäuger in Richtung Nordsee schippern wird.
24. April, 21.35 Uhr: Rund um "Timmy" ist Ruhe eingekehrt
Die Maßnahmen der Rettungsinitiative für den heutigen Tag sind beendet.
Rund um den Wal ist Ruhe eingekehrt, "Timmy" liegt wieder völlig allein in der Bucht.
24. April, 20.36 Uhr: Tierärztin gibt Statement ab
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hat am Abend im Hafen von Poel ein Statement abgegeben. Die Medizinerin erklärte, dass ein Blutbild von "Timmy" erstellt werden soll. Sie kritisierte zudem, dass dies noch nicht früher gemacht worden sei.
Unter anderem sollen so die Organwerte überprüft und etwaige Hinweise auf schwere Entzündungen sichtbar werden. Der Wal mache allerdings einen guten Eindruck, so die Ärztin. "Wir haben heute wieder alle gesagt: Er will leben." Eine versuchte Blutabnahme habe im ersten Versuch allerdings nicht funktioniert.
Tönnies äußerte sich auch zu einem geplanten Rettungskonzept: Sie sprach von einem 50 mal 30 Meter großen "Transportbehältnis" [gemeint ist die Schute, Anm. d. Red.], in das "Timmy" hineingeleitet werden solle. Das Konzept habe zwar grundsätzlich "grünes Licht", einige Details müssten aber noch geklärt werden.
24. April, 19.50 Uhr: Gibt es noch ein Statement des Retter-Teams?
Nach TAG24-Informationen soll derzeit eine Lagebesprechung des Retter-Teams stattfinden - ob es am heutigen Freitag noch ein Statement der Beteiligten gibt, ist unklar.
Buckelwal "Timmy" zeigt währenddessen Aktivität: Vor wenigen Minuten schlug er kräftig mit seiner Schwanzflosse, darüber hinaus ist immer wieder sein Brummen zu hören.
24. April, 19.02 Uhr: Buckelwal liegt wieder allein in der Bucht
Nachdem "Timmy" längere Zeit Gesellschaft hatte, haben sich die Mitglieder des Rettungsteams inzwischen wieder zurückgezogen.
Der Buckelwal liegt wieder völlig allein in der Bucht vor Poel.
24. April, 18 Uhr: Retter benetzen "Timmy" immer wieder mit Wasser
Immer noch sind einige Retter beim Wal im Wasser. Immer wieder sorgen sie dafür, dass die Oberseite des Tieres mit Flüssigkeit benetzt wird.
Im Hafen laufen derweil die Vorbereitungen für den Einsatz der Big Bags. Diese stehen für den Transport zu "Timmy" bereit - ob dies noch am heutigen Freitag erfolgt, ist allerdings unklar.
24. April, 16.44 Uhr: Buckelwal "Timmy" hat wieder Besuch
Aktuell sind wieder mehrere Mitglieder des Rettungsteams beim Wal im Wasser. "Timmy" ist derzeit mit einem größeren Tuch bedeckt, das ihn vermutlich vor der Sonne schützen und seine Haut beruhigen soll.
Die Retter sind im Bereich des Kopfes im Einsatz - was genau sie dort machen, ist aktuell noch unklar. Allerdings verwenden sie eine Gießkanne samt Schlauch.
24. April, 16.03 Uhr: Big Bags im Hafen eingetroffen
Die angekündigten Big Bags sind am Freitagnachmittag im Hafen von Poel eingetroffen. Wie Fred Babbel, technischer Leiter der Rettung, vor Ort erklärte, sollen diese zeitnah im Wasser platziert werden.
Ziel sei es, eine Art "Leitplanke" beziehungsweise "Barrikade" zu errichten. So soll verhindert werden, dass der Wal am Sonntag, wenn der Wasserstand wieder steigt, losschwimmt und sich in noch flacheres Wasser verirrt.
Zur Platzierung der mit Sand gefüllten Big Bags werde der Bagger auf dem schwimmenden Ponton verwendet.
24. April, 15.21 Uhr: Wasserstand soll am Sonntag deutlich steigen
Apropos Wasserstand: Für die Bucht wird für Sonntag ein deutlich steigender Pegel erwartet. Die Situation werde ähnlich sein wie am vergangenen Montag, als der Wal von selbst losschwamm, erklärte Umweltminister Backhaus.
Rund um das Tier ist es derzeit ruhig. Nachdem mehrere Personen am Vormittag bei ihm im Wasser waren, ist der Ozeanriese nun schon seit längerer Zeit wieder allein.
24. April, 13.43 Uhr: Minister Backhaus gibt nicht auf
Minister Backhaus betonte auf Nachfrage erneut, dass er nicht aufgeben werde. "Es gibt zwei Optionen." Er hoffe, dass eines der Konzepte duldbar ist.
Zudem macht der Wasserstand am Sonntagnachmittag Hoffnung. "Vielleicht macht sich der Wal wieder los. Aber er kann auch wieder festsitzen", so Backhaus.
24. April, 13.39 Uhr: Till Backhaus zeigt sich beeindruckt
In seinem Statement wirkt Backhaus sichtlich mitgenommen von der aktuellen Situation. "Mich beeindruckt dieses Tier und mich beeindrucken auch die ernst gemeinten Hinweise und Ideen", erklärte der Politiker.
Zudem machte er durch das Scheitern des ersten Konzeptes der Initiative klar: "Wir haben nicht mehr viel Zeit."
24. April, 13.31 Uhr: Teilkonzepte zur Rettung liegen vor
Backhaus führte weiter aus, dass seit Donnertstag zwei Teilkonzepte zur Rettung vorliegen würden. Dazu habe das Ministerium noch am Abend Fragen gestellt, die im Laufe des Freitages beantwortet worden.
Aktuell würden diese durch die Kollegen geprüft werden, so der Minister. Dabei gehe es vor allem um das Tierwohl, den Tierschutz, artgerechte Verhaltensweisen sowie den Schutz der Menschen.
Zu guter Letzt erwarte man den Walsachverstand, sowohl auf der Veterinärseite als auch auf technischer Seite. "Und natürlich auch bei der Frage, wie wird er weiter begleitet", fuhr Backhaus fort.
24. April, 13.25 Uhr: Backhaus erklärt altes Konzept als gescheitert
Minister Till Backhaus trat am Freitagmittag vor die Kamera und gab ein Statement zur aktuellen Situation ab. Dabei machte er deutlich: "Das alte Konzept ist gescheitert!" Wie der Politiker erklärte, hatte es für einen Transport mit den Pontons keine Erlaubnis gegeben.
Zudem habe "Timmy" bewiesen, dass er in der Lage sei, sich selbst zu befreien und zu schwimmen.
24. April, 13.05 Uhr: Geldgeber Gunz hält an Rettungsplan fest
Noch immer liegt "Timmy" vor der Ostsee-Insel Poel, alle bisherigen Versuche das Tier ins Meer hinaus zu begleiten, scheiterten. Der neueste Plan einer privatfinanzierten Initiative wirkt herausfordernd.
"Wir bleiben dabei und gehen den Weg bis zum Ende", machte Geldgeber und MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz deutlich, auch wenn er einen Tod des Wales nicht ausschließen will.
Schließlich sei die Rettung mit einem gewissen Risiko verbunden. Daher betrachte er die Kritik an dem Vorhaben als "teilweise berechtigt".
24. April, 12.33 Uhr: Lagebesprechung und Baggerarbeiten
Weiterhin ist es eher ruhig um Timmy. Auf dem Ponton wird gearbeitet. Der Meeresboden wird weiter abgetragen, um eine Rinne für den Wal zu graben.
Ansonsten scheint sich das Retterteam zum weiteren Vorgehen zu besprechen.
24. April, 11.05 Uhr: Mehrere Personen nah am Wal
Der Wal wird weiterhin lediglich begutachtet und sporadisch mit Ostseewasser bespritzt.
Vier Helfer befinden sich recht nah am Tier. Einer scheint Timmy aus Unterwasser-Perspektive zu beobachten.
24. April, 10.37 Uhr: Tücher für Timmy
Timmy wird derzeit von Helfern auf einem SUP-Board erneut mit in Zinksalbe getränkten Tüchern bedeckt und mit Salzwasser aus einer Gießkanne benetzt.
Dabei wirkt es so, als würden die Helfer dem Wal auch wieder Nahrung anbieten. Gestern soll er zwar nichts gefressen haben, nach Informationen vor Ort jedoch zumindest sein Maul geöffnet haben.
24. April, 10.15 Uhr: Weiter Warten in Poel
Immer noch heißt es warten: Ein offizielles Statement des Helferteams steht weiterhin aus. Auf der Plattform mit dem Bagger ist jedoch zu erkennen, dass Vorbereitungen getroffen werden, um den geplanten Kanal bis zur Fahrrinne weiter auszubauen. Dabei kommt auch eine Pumpe zum Einsatz.
Aktuell befindet sich Timmy in einer provisorisch geschaffenen, vergleichsweise sicheren Lage in einer künstlichen Kuhle, aus der er aufgrund des niedrigen Wasserstands nicht eigenständig entkommen kann.
Ein ursprünglich geplanter zweiter Bagger, der eigentlich schon auf dem Weg von Hamburg nach Poel war, wird hingegen doch nicht zum Einsatz kommen. Chef-Taucher Fred Babbel sprach am Donnerstag von "Problemen" und dass man es jetzt alleine schaffen müsse.
24. April, 8.30 Uhr: Erste Helfer am Wal
Die ersten Helfer sind bereits im Wasser, und auch Minister Till Bachhaus ist augenscheinlich direkt beim Wal im Einsatz. Er verschafft sich dabei offenbar einen Überblick über die Lage.
Anhand der Bilder wird deutlich, wie niedrig der Wasserstand ist – die Ostsee reicht den Helfern gerade einmal bis zu den Knien.
24. April, 6.20 Uhr: Heute soll weiter gebaggert werden
Auch am Freitagmorgen liegt Timmy weiterhin unverändert in der Bucht vor der Insel Poel.
Heute soll der Verbindungskanal zur Seewasserstraße weiter ausgebaggert werden. 40 der geplanten 110 Meter wurden am Donnerstag bereits ausgehoben.
Der Wal befindet sich derzeit in einem künstlich angelegten Wasserbecken, da er aufgrund des in den vergangenen Tagen stark gesunkenen Wasserstandes Gefahr lief, von seinem eigenen Gewicht erdrückt zu werden. Anschließend ist geplant, Timmy mithilfe eines Lastkahns in den Atlantik zu ziehen. Genaue Details zu diesem Vorhaben sind bislang noch nicht bekannt.
Das neue Konzept wurde nach Angaben von Chef-Taucher Fred Babbel Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) bereits vorgelegt. Es müssen jedoch noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Sobald die Retter grünes Licht erhalten, soll das Konzept auch öffentlich vorgestellt werden.
23. April, 21.31 Uhr: Es wird wieder ruhig
Das Retter-Team hat sich zurückgezogen. Timmy liegt nun wieder allein im Wasser und verhält sich ruhig. Morgen dürfte es dann mit den Bagger-Arbeiten weitergehen, um den Buckelwal daraufhin aus dem Becken holen zu können.
23. April, 20.34 Uhr: Tierärztin sieht Mängel im ersten Gutachten
Nun gibt auch Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies noch ein Statement ab. Die Expertin äußert sich zu dem ersten Gutachten. "Ich würde aus tierärztlicher Sicht sagen, dass das erste Gutachten Mängel hatte", so Tönnies. Aus ihrer Sicht hätten noch weitere Messungen durchgeführt werden sollen.
Das neue Gutachten, das gerade entsteht, werde mit "vollkommener tierärztlicher Expertise geschrieben". Die Priorität sei auch hier der Schutz des Wals. "Es geht darum, ob das Tier lebt oder stirbt. Und da muss man die Verhältnismäßigkeiten der Maßnahmen abwägen. Und dafür werden wir sorgen, dass das Verhältnis passt."
23. April, 20.08 Uhr: Chef-Taucher Fred Babbel erklärt weiteres Vorgehen
Chef-Taucher Fred Babbel tritt vor die Mikrofone. "Wir wollten eigentlich das Netz unter den Wal legen", so der Experte. Doch daraus wurde nichts. Dadurch, dass die Retter nicht genau wissen, wie der Buckelwal auf das Netz reagieren würde, hat das Team nun einen anderen Zeitplan.
Erst einen Tag bevor der Wal aus dem Becken gehoben werden soll, soll das Netz unter das Tier gelegt werden, um es zu bergen. So werde vermieden, dass Timmy tagelang auf dem Netz liegen müsse. Dieses ist letztendlich dazu da, den Wal aus dem Wasserbecken, in dem er aktuell liegt, herauszuheben.
Zudem wurde am Donnerstag weiterhin mit den Baggern der kleine Verbindungskanal zur Seewasserstraße ausgesaugt. Dieser umfasst nun 40 Meter Länge, zehn Meter Breite und circa zwei Meter Tiefe. "Wir sind guter Dinge, dass wir morgen den ersten Stich ins Fahrwasser bekommen", so der Experte weiter.
Es werde erwartet, dass die Baggerarbeiten am Samstagmorgen fertiggestellt werden können. Danach sollen alle Vorbereitungen für die Bergung getroffen werden. Dennoch müsse auch immer das Wetter und der sich ändernde Wasserstand berücksichtigt werden. Sollten die Bedingungen passen, werde Sonntag oder Montag mit der Bergung von Timmy gerechnet.
Das neue Konzept wurde nach Angaben von Babbel dem Minister nun vorgelegt. Es müssen jedoch noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Sobald die Retter grünes Licht bekommen, könne das Konzept auch öffentlich gemacht werden.
23. April, 19.22 Uhr: Statement in Kürze erwartet
Nach Angaben von NEWS5 soll der Buckelwal am Nachmittag sogar für einen kurzen Moment das Maul geöffnet haben, als ihm Futter angeboten wurde. Ein Statement von der Rettungsinitiative oder Minister Backhaus wird in Kürze erwartet.
23. April, 18.15 Uhr: Team-Stimmung und Gesundheitszustand des Wals als "gut" betitelt
Ob das neue Konzept vom Ministerium nun genehmigt wurde, ist noch nicht bekannt. Auch auf dem Wasser lassen sich am Nachmittag kaum Aktivitäten der Initiative erkennen. Möglicherweise führt der erneute Abstimmungsbedarf für das überarbeitete Konzept zu weiteren Verzögerungen. Auch Timmy zeigt mittlerweile eher wenig Aktivität.
Der Gesundheitszustand des Buckelwals sei nach Angaben von NEWS5 jedoch als "gut" von den Experten betitelt worden. So habe sich nach Aussage der Tierärzte unter anderem die Haut des Tieres deutlich verbessert. Offiziell bestätigt wurde die Info von den Experten allerdings noch nicht. Auch die Stimmung im Retter-Team, die in den letzten Tagen immer mal wieder schwankte, seit aktuell gut.
23. April, 16.48 Uhr: Buckelwal wird mit Wasser benetzt
Immer wieder sind Helfer bei Timmy im Wasser. Während immer noch die weißen Laken auf seinem Rücken liegen, befeuchten Retter die Haut des Meeressäugers mit Wassereimern.
Auch die Geldgeber fiebern mit. "Ich möchte das Tier endlich verbringen", sagte die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die gemeinsam mit Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz das Projekt finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. Man arbeite "weiter mit Hochdruck" an der Rettung.
23. April, 15.58 Uhr: Neue Wal-Experten offenbar bei Timmy
Ein neues Konzept zur Bergung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee hat bisher keine Erlaubnis der Behörden bekommen. Noch lägen die notwendigen Unterlagen zur Bewertung des Vorhabens nicht vor, teilte eine Sprecherin von Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) mit.
So stand bereits im Raum, dass das rund zwölf Tonnen schwere Tier nach Angaben aus dem Kreis der Initiative mit einer sogenannten Barge transportiert werden soll. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Ob das neue Konzept den Segen der Behörden bekommt, ist offen.
Mittlerweile ist offenbar auch das neue "Free Willy"-Team eingetroffen und verschafft sich im Wasser einen Überblick.
23. April, 14.57 Uhr: Walrettung offenbar erst am Montag
Derzeit ist ein Bagger am Werk. Der Plan sei es, damit den Kanal weiter auszugraben, um die Verbindung vom Wasserbecken zur Seewasserstraße herzustellen. Diese Mission soll allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. So seien nach Angaben von NEWS5 auch weitere Geräte auf dem Weg, die dabei unterstützen sollen.
Die Baggerarbeiten können offenbar sogar noch mehrere Tage andauern. Die eigentliche Wal-Rettung solle deshalb erst am Montag stattfinden. Offiziell bestätigt ist diese Info allerdings noch nicht. Bis da hin laufen die Vorbereitungsmaßnahmen. Wie genau die Rettung schließlich aussehen soll, ist bislang immer noch nicht genau bekannt.
23. April, 14.25 Uhr: Bagger gräbt weiterhin
Weiterhin liegen die Tücher auf dem Rücken des Tieres. Timmy zeigt Aktivität. Immer wieder pustet er Wasserfontänen aus seinem Blasrohr. Aktuell sind allerdings keine Helfer direkt beim Wal im Wasser. Lediglich der Bagger ist im Einsatz.
23. April, 12.30 Uhr: Timmy wird wieder mit Tüchern bedeckt
Timmy wird aktuell von den Helfern erneut mit in Zinksalbe getränkten Tüchern bedeckt und mit Salzwasser begossen.
23. April, 11.35 Uhr: Tierschützer kritisieren neue Rettungspläne
Tierschützer kritisieren die neuen Pläne zur Rettung von "Timmy" mit einer Art Lastkahn. "Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen - das halten wir nicht für zielführend", sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC).
Das Tier würde dabei großem Leid und Stress ausgesetzt werden. Aus ihrer Sicht solle der Wal in Ruhe gelassen werden, höchstenfalls solle man palliative Maßnahmen durchführen.
23. April, 11.32 Uhr: So soll es am Donnerstag weitergehen
Auf einer spontanen Pressekonferenz erklärte Fred Babbel, technischer Leiter der Rettung, dass es bislang noch kein fertiges Konzept zur Rettung von "Timmy" gebe. Allerdings: "Wir sind guter Dinge, dass wir den Wal hier lebend rausbekommen."
Positiv blickte Babbel auf den steigenden Wasserstand. "Damit kann sich der Wal auch wieder weiter und besser bewegen", sagte er. Laut ihm sei der Buckelwal in einem "guten Zustand und stabil".
In einem ersten Schritt soll am Donnerstag ein Kanal fertiggestellt werden, um die Verbindung vom Becken zur Seewasserstraße herzustellen. Dafür müssten noch rund 110 Meter Rinne zwischen der Wanne und der Wasserstraße ausgehoben werden. "Die müssten wir in gut zwei Tagen schaffen", so Babbel.
Der Kanal soll etwa zehn Meter breit und zwei Meter tief werden. Dafür kommt zusätzlich ein zweiter Bagger zum Einsatz, der noch heute, spätestens morgen geliefert werden soll.
23. April, 9.30 Uhr: Ersten Helfer im Wasser
Es kommt langsam Bewegung rein: Erste Helfer sind inzwischen im Wasser und haben sich "Timmy" bereits genähert, sich jedoch zunächst wieder zurückgezogen.
23. April, 8 Uhr: Tierärztin Dr. Jenna Wallace warnt vor neuen "Spezialisten"
Noch war am Donnerstagmorgen keiner bei "Timmy", wie aktuelle Live-Bilder aus der Bucht von Poel zeigen. Dennoch gibt es bereits neue Diskussionen rund um das Retterteam.
Informationen von vor Ort zufolge hat der Geldgeber der privaten Rettungsinitiative, MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80), auf die Kritik an fehlenden Fachkräften reagiert und drei internationale Spezialisten eingeladen. Sie sollen noch im Laufe des Tages eintreffen.
Organisiert wird deren Einsatz über das "Whale Sanctuary Project" und den kanadischen Meeresbiologen Charles Vinick. Die Experten – Jeffrey Foster, Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth – sollen Erfahrung aus früheren Projekten, etwa rund um den "Free Willy"-Orca "Keiko", mitbringen und Timmy sowohl vor Ort als auch auf einem möglichen Weg Richtung Atlantik begleiten.
Deutliche Kritik kommt jedoch von der inzwischen abgereisten Tierärztin Dr. Jenna Wallace aus Hawaii. Sie warnte am Donnerstagmorgen in einem Facebook-Beitrag: "Bitte informiert euch alle über Charles Vinick und das Whale Sanctuary Project. Sagt Gunz NEIN!" Sie erhebt schwere Vorwürfe: "Seine Organisation hat in 10 Jahren Millionen eingenommen und hat KEIN Schutzgebiet, KEINE Wale. Sie wollen nur Aufmerksamkeit und Spenden!"
Auch die Qualifikation Vinicks stellt sie infrage: "Er ist KEIN Arzt und KEIN Meeresbiologe! Schaut euch ihre Bilanz an! Charles Vinick hat Toki (Lolita) […] getötet, und er hat auch Keiko getötet!" Abschließend richtet Wallace einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: "Bitte Deutschland, erhebt euch und sagt Gunz, dass er Nein sagen soll zum Whale Sanctuary Project!"
23. April, 6.30 Uhr: Moin, Timmy!
Der Buckelwal liegt weiterhin in der Bucht vor der Insel Poel. In der Nacht hat er sich offenbar nicht viel bewegt. "Er war nicht so aktiv", so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Durch den gestiegenen Wasserstand ragt seine von der Zinksalbe weiße Haut inzwischen deutlich weniger aus dem Wasser als noch am Vortag.
Wie Umweltminister Till Backhaus (67) bereits gestern angekündigt hat, soll heute ein weiterer Rettungsversuch mit einem neuen Konzept starten. Nach ersten Informationen ist geplant, dabei statt dem geplanten Poton einen flutbaren Lastkahn einzusetzen. Flutbare Lastkähne – auch als Halbtaucher oder spezielle Schuten bekannt – sind Wasserfahrzeuge, die gezielt abgesenkt werden können, um schwere Lasten aufzunehmen.
22. April, 20 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Nachdem sich Helfer auf einem Boot der DLRG dem Tier nochmal näherten und es mit Wasser benetzten, wird es nun wieder ruhiger. Die Dämmerung setzt ein.
Weitere Informationen zum Inhalt des überarbeiteten Konzepts für geplante Maßnahmen lagen auch am Abend noch nicht vor. Der Buckelwal verhält sich ruhig.
22. April, 18.48 Uhr: Keine Helfer mehr im Wasser
Die Tücher auf dem Wal wurden mittlerweile entfernt. Während Helfer noch bis vor Kurzem weiterhin direkt neben dem Wal im Wasser waren, sind nun keine Menschen mehr in der Nähe des Tiers zu sehen.
Doch Timmy zeigt sich aktiv. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
22. April, 17.45 Uhr: Minister Backhaus - "Mir ist zum Heulen zumute"
Auch zum Chaos im Retter-Team äußert sich der Politiker. Mit Dr. Jenna Wallace, die das Team am Montag freiwillig verlassen hat, habe Backhaus nicht gesprochen. Mit Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die am Montag mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde, habe er hingegen mehrfach gesprochen.
"Mir ist auch zum Heulen zumute. Die hat sich hier den Arsch aufgerissen", so der Minister mit einem Kloß im Hals.
Er hoffe, dass die Expertin alles gut überstehe. "Wenn der Hubschrauber hier nicht hergekommen wäre, hätte sie es nicht geschafft." Die Initiative arbeite nun an einem weiteren Konzept. Der Politiker gehe stark davon aus, dass in Kürze auch darüber informiert werden könne, wie es weitergehen soll.
22. April, 17.19 Uhr: Ursprünglich geplantes Konzept kann nicht mehr umgesetzt werden
Welche Handlungsoptionen es nun gibt? "Entweder, dem Rat der Wissenschaft zu folgen und zu sagen: 'Lassen Sie ihn in Ruhe.' Und er wird sterben", erklärt Backhaus weiter. Die andere Option: Ihn weiterhin zum Schwimmen aktivieren. Erneut weist der Politiker darauf hin, dass das Rettungskonzept lediglich geduldet wird.
Das Konzept, den Wal mit Luftkissen und Pontons anzuheben und schließlich mit einem Schlepper in die Nordsee zu befördern, ist nach Angaben von Backhaus "so nicht mehr weiterzuführen." Der Grund: Der Wal zeige nach Angaben des Politikers den Willen, selbst zu schwimmen.
Die Konsequenz: Das Konzept muss überarbeitet werden. Bereits gestern seien deshalb neue Ideen, darunter das Unterspülen des Wals, umgesetzt worden. "Der Wal musste stabilisiert werden. Sonst wäre er wahrscheinlich umgekippt." An einem konkreten neuen Plan arbeite die Rettungsinitiative derzeit.
"Wir werden alles daran setzen, das zu prüfen", so Backhaus, sobald ein neues Konzept vorliege.
22. April, 17 Uhr: Wal weiterhin in kritischem Zustand
Um Punkt 17 Uhr tritt Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Ausarbeitung des passenden Rettungs-Konzepts. "Der Gesundheitszustand wird als krank bezeichnet. Er ist weiterhin in einem kritischen Zustand", so der Politiker.
Als dem Tier Futter angeboten wurde, zeigte er nach Angaben des Politikers Regung. Generell zeige der Buckelwal viel Aktivität. Neben früherer Verletzungen am Rücken durch Schiffssschrauben, habe sich das Tier offenbar auch Verletzungen durch das Drehen in der Bucht zugezogen. So habe sich Timmy in den letzten Tagen zwei Mal um die eigene Achse gedreht.
22. April, 16.43 Uhr: Informationen zu weiteren Maßnahmen in Kürze erwartet
Gegen 17 Uhr wird ein Statement von Minister Backhaus erwartet. Das Team hat sich in den letzten Minuten offenbar noch einmal zum weiteren Vorgehen beraten. Währenddessen liegt der Buckelwal weiterhin an Ort und Stelle. Tücher kühlen seine Haut.
22. April, 15.20 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt
Noch immer ist nicht ganz klar, wie es mit den Maßnahmen weitergeht. Am Abend wird offenbar ein Statement von Minister Backhaus zum weiteren Vorgehen erwartet. Von der Initiative gab es bislang noch keine Informationen.
22. April, 14.55 Uhr: Buckelwal zeigt wenig Aktion
Der Buckelwal ist mit weißen Laken bedeckt und zeigt sich aktuell wenig aktiv. Während die schwimmende Plattform weiterhin nah am Tier ist, sind derzeit keine Personen mehr im Wasser.
22. April, 14.17 Uhr: Sergio Bambarén hat Körperkontakt mit dem Wal
Derzeit ist Umweltschützer Sergio Bambarén beim Wal im Wasser. Er befindet sich im Bereich des Kopfes und hat augenscheinlich direkten Körperkontakt mit "Timmy".
In seinem Statement am Vormittag hatte der Peruaner erklärt, eine "Verbindung" zu dem Tier aufgebaut zu haben.
22. April, 13.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Fisch nicht gefressen haben
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll der Wal die zweieinhalb Kilo Fisch, die ihm am Dienstag angeboten wurden, nicht gefressen haben. Die Nahrung sei ihm auch angeboten worden, um seinen Kopf in eine günstige Richtung zu lenken.
Um in das tiefere Fahrwasser zu kommen, müsse sich das Tier im Idealfall rechtsherum drehen. In der anderen Richtung würde er hingegen weiter in flaches Wasser geraten.
22. April, 12.53 Uhr: Nabu schaut mit Sorge auf Rettungsaktion in Poel
Der Naturschutzbund (Nabu) schaut laut eigener Aussage mit Sorge auf die aktuelle Rettungsaktion vor der Insel Poel.
"Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen. Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen", hieß es in einer Mitteilung.
Der Überlebenskampf des Ozeanriesen sei ein Sinnbild für den "schlechten Zustand der Ostsee", weshalb sich der Nabu für die Zukunft "mehr Sensibilität und entschlossenes Handeln für den Schutz der Meere" erhoffe.
22. April, 11.56 Uhr: Sergio Bambarén wehrt sich gegen Anschuldigungen
Nachdem er von der abgereisten Dr. Jenna Wallace hart angegriffen wurde, hat Umweltschützer und Autor Sergio Bambarén vor Ort ein Statement abgegeben.
Er wehrte sich entschieden gegen die Anschuldigungen und griff seinerseits die Tierärztin an. Diese sei nicht einmal beim Wal im Wasser gewesen und habe wegen ihres Jetlags "den ganzen Tag nur geschlafen", schimpfte der Peruaner. Gleichzeitig machte Bambarén die US-Amerikanerin für die erneute Strandung des Wals am Montag verantwortlich.
Zum Wal selbst sagte der Umweltschützer: "Er will leben, er ist ein Kämpfer. Er hat eine echte Chance, wieder frei zu sein. Die Chance liegt bei 50:50."
Alle Details zum Statement findet Ihr im Artikel: "Wal-Retter schießt scharf gegen abgereiste Tierärztin: "Hat den ganzen Tag nur geschlafen!"
22. April, 10.55 Uhr: Arbeiten laufen, Statement geplant
Während in unmittelbarer Nähe des Wals wieder Spül- und Saugarbeiten mit dem Bagger laufen, soll es im Hafen von Poel nach TAG24-Informationen zeitnah ein Statement zum weiteren Vorgehen geben.
Ob Umweltminister Till Backhaus oder jemand von der Rettungsinitiative sprechen wird, ist derzeit noch nicht klar.
22. April, 10.12 Uhr: Buckelwal wieder mit feuchten Tüchern bedeckt
Ein Mitglied des Rettungsteams war vor wenigen Minuten auf einem Stand-up-Paddle beim Wal, um das Tier erneut mit feuchten Tüchern zu bedecken.
"Timmy" ließ die Prozedur nahezu regungslos über sich ergehen.
22. April, 9.15 Uhr: Retter machen sich ein Bild von "Timmys" Zustand
Soeben waren zwei DLRG-Boote in unmittelbarer Nähe des Wals. Die Einsatzkräfte wollten sich offensichtlich ein Bild vom Zustand des Tieres machen.
Auch auf der schwimmenden Plattform, die sich ein paar Meter von "Timmy" entfernt befindet, sind inzwischen Mitglieder des Rettungsteams.
22. April, 8.36 Uhr: Buckelwal "Timmy" hatte noch keinen Besuch
Bisher hatte der Wal am heutigen Tag noch keinen Besuch. Er liegt ruhig in der Bucht und bewegt sich hin und wieder ein wenig.
Wie genau der heutige Zeitplan der Rettungsinitiative aussieht, ist derzeit noch unklar.
22. April, 7.45 Uhr: Wasserstand weiter ein Problem für den Wal
Ein Problem für Buckelwal "Timmy" bleibt das aktuelle Niedrigwasser vor Ort. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie liege der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau.
Gegen 12 Uhr steige der Wasserstand demnach zwar um etwa 15 Zentimeter, am Abend soll er jedoch um diese 15 Zentimeter wieder sinken.
Ob der Wal dann immer noch an Ort und Stelle liegt, werden die nächsten Stunden zeigen.
22. April, 6.55 Uhr: Dr. Jenna Wallace ist in Gedanken bei Janine Bahr-van Gemmert
Am gestrigen Dienstag schoss Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace scharf gegen einzelne Mitglieder der Rettungsinitiative - Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert hat sie aber offensichtlich ins Herz geschlossen.
Auf Instagram postete sie mehrere gemeinsame Fotos mit der Medizinerin und schrieb dazu: "Meine Gedanken sind bei Timmy, Dr. Janine und ihrer Familie. Sie ist eine so eine liebe, lustige und großartige Frau. Sie stand einfach unter zu großem Stress."
Schon am Tag ihrer Ankunft habe sie Bahr-van Gemmert beiseite nehmen müssen, weil diese vor lauter Druck und Frustration in Tränen ausgebrochen war. "Es tut mir so leid für sie - das hat sie nicht verdient", so Wallace.
Bahr-van Gemmert war am Montag mit Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gekommen, liegt mittlerweile im Koma.
22. April, 6.18 Uhr: Buckelwal "Timmy" hat die Nacht überstanden
Buckelwal "Timmy" hat eine weitere Nacht vor der Insel Poel überstanden.
Im Livestream ist zu sehen, dass der Ozeanriese weiterhin am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht liegt. Hin und wieder bläst er Wasser aus seinem Blasloch.
21. April, 20.24 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Mit dem Untergehen der Sonne wird es wie am Tag zuvor auch wieder ruhiger auf dem Wasser. Menschen oder Boote sind aktuell nicht mehr in der Nähe des Wals. Was genau die Maßnahmen für die nächsten Stunden oder gar für morgen sind, ist nicht bekannt.
Zwar wurde noch am Nachmittag ein weiteres Statement für den Abend angekündigt. Informationen von Backhaus oder Helfern aus dem Retter-Team gab es jedoch keine mehr. Der Wal zeigt sich ruhig.
21. April, 19.18 Uhr: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert offenbar im Koma
Am Montag wurde die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ins Krankenhaus gebracht. Jetzt äußert sich Karin Walter-Mommert zu ihrer Situation, die gemeinsam mit Walter Gunz die Rettungsinitiative finanziert.
"Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gebracht worden", so die Unternehmerin zu NDR. Der Rettungsdienst habe der Tierärztin nach Angaben von Walter-Mommert womöglich sogar das Leben gerettet.
Die Lage sei aber weiterhin ernst. "Sie musste dringend notoperiert werden, ist noch nicht außer Lebensgefahr, befindet sich im Koma." Auch Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace hat am Montag das Team verlassen. Diese wirft einigen Helfern unter anderem vor, nicht kompetent genug zu sein.
Walter-Mommert rechtfertigt die Vorwürfe damit, dass einige der Retter im Wasser eine wichtige Bindung zu dem Tier aufgebaut hätten. "Ich glaube, dass viele Aktionen nicht möglich gewesen wären, wenn sie nicht mit im Wasser gewesen wären", so die Unternehmerin. Reibereien innerhalb des Retter-Teams sei unter den Umständen vor Ort menschlich, erklärt sie weiter.
21. April, 19 Uhr: Einige Fragen bleiben weiterhin offen
Noch ist nicht ganz klar, wann genau die Sandsäcke aufgestellt werden sollen. Zuständig dafür sei die DLRG.
Zu sehen waren die Big Bags bisher aber noch nicht. Weiterhin sind Rettungskräfte im Wasser und benetzen den Wal per Hand mit Wasser. Bislang hat es Timmy noch nicht in das für ihn gegrabene Wasserbecken geschafft.
21. April, 18.05 Uhr: Helfer arbeiten weiterhin im Wasser am Wal
Nach wie vor sind Helfer im Wasser beim Wal. Aktuell werde offenbar versucht, den Wal zum Fressen zu animieren.
Ob das funktioniert, ist bislang noch nicht ganz klar. Zudem sollen die sogenannten Big Bags aufgestellt werden, damit er sich nicht weiter in noch flacheres Wasser begibt.
21. April, 16.40 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahmen
Mit einiger Zeit Verspätung tritt nun doch noch Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Er erklärt, dass die private Initiative eine Animations-Fütterung durchführen möchte. Allerdings nicht wie zuvor angekündigt mit Heringen, sondern mit Makrelen. Diese seien bereits geprüft und das Vorhaben genehmigt worden.
Zudem wurde zugestimmt, dass das Tier weiterhin mit Tüchern befeuchtet werden darf. Außerdem gebe es die Idee, sogenannte Big Bags, also Sandsäcke aufzustellen, "um aufgrund der Wassersituation eine Art Korsett aufzubauen", erklärt der Politiker weiter. Dadurch soll verhindert werden, dass der Wal nicht noch weiter in eine flache Zone rutsche.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft übernehme nun die Leitung der Rettungsmission. Auch neue Experten seien auf dem Weg zum Einsatzort. Aktuell sei das Tier "kurzatmig". Es gehe dem Wal "den Umständen entsprechend". Gegen 19 Uhr soll es ein weiteres Statement geben.
21. April, 16.27 Uhr: Wal soll mit Wasserbecken am Leben gehalten werden
Der Wasserstand soll in den nächsten Stunden immer weiter sinken. So wird dem Tier bald nur noch rund 50 Zentimeter Wasser bleiben. Nach Angaben von NEWS5 werde deshalb nun eine Art Becken von rund 4 x 14 Meter und einer Tiefe von 2,5 Metern mit einem Bagger erschaffen.
Es könne allerdings noch etwas dauern, bis der Wal in dieses Becken rutscht, in dem er dann vorerst schwimmen könne. Das Baggern einer Rinne, um dem Tier zu ermöglichen im Anschluss daran auch wieder aus dem Becken herausschwimmen zu können, benötige allerdings rund zwei bis drei Tage. Das Wohl des Tieres stehe weiter im Vordergrund.
Zudem stand am Morgen im Raum, den Wal mit frischen Heringen zu füttern. Allerdings wurden diese Heringe zunächst nach Rostock für eine Untersuchung gebracht. Es soll geprüft werden, ob der Fisch auch wirklich frisch sei. Auch ein GPS-Sender sei offenbar an der obersten Stelle, also ab Buckel des Tieres angebracht worden.
21. April, 16.14 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist wieder da
Am Dienstagmorgen wurde bekannt: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten. Grund dafür waren unter anderem die Dynamiken vor Ort, die nicht mehr ihren Grundwerten und Standards entsprechen würden.
Doch nun die Wendung: Wenig später erklärte sie ihre Rückkehr. Die Unklarheiten im Team seien geklärt worden.
Die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montag mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und falle damit jedoch weiter aus. Auch die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace ist am Montag abgereist und fällt damit als Expertin weg.
21. April, 15.50 Uhr: Buckelwal wird weiter freigespült
Die Lage ist unverändert. Bislang gab es noch immer kein Statement der Experten. Weiterhin wird der Boden rund um das Tier gelockert und weggespült, damit der Wal sich gegebenenfalls freischwimmen kann. Sollte es tatsächlich dazu kommen, sind nach wie vor die Boote vor Ort, die Timmy in die richtige Richtung leiten sollen.
21. April, 15.05 Uhr: Experten beraten sich weiter
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte sich gegen 14 Uhr mit der Rettungsinitiative zusammengesetzt und über die weiteren Maßnahmen beraten. Die Beratung dauert offenbar noch immer an. Ziel sei es, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
Wann genau und ob es überhaupt demnächst ein Statement zum weiteren Vorhaben geben wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Arbeiten des Saug-Baggers am Wal im Wasser dauern in der Zwischenzeit weiter an.
21. April, 14.36 Uhr: Statement zum weiteren Vorgehen erwartet
Gleich mehrere Helfer sind direkt neben dem Wal im Wasser. Sie versuchen unter anderem erneut weiße Laken auf das Tier zu legen, um die Haut zu befeuchten. Auch der Saug-Bagger ist weiterhin am Werk. In Kürze wird ein Statement von Minister Till Backhaus (SPD) zu den weiteren geplanten Maßnahmen erwartet.
21. April, 14.02 Uhr: Schwimmt Buckelwal "Timmy" bald wieder los?
Laut NEWS5 rechne die Rettungsinitiative vor Ort damit, dass der Buckelwal erneut losschwimmen werde, sobald die Saug- und Spülarbeiten für die notwendige Wassertiefe gesorgt hätten.
Die Einsatzkräfte seien demnach darauf vorbereitet, das Tier erneut zu guiden.
Sollte dies nicht eintreffen, wolle man den ursprünglichen Plan, den Wal mithilfe von Pontons und einer Plane abzutransportieren, wieder in Angriff nehmen.
21. April, 13.46 Uhr: Bagger mit Saug- und Spülarbeiten beschäftigt
Nach kurzer Unterbrechung werden die Arbeiten in unmittelbarer Nähe des Wals fortgesetzt. Die schwimmende Plattform ist in Stellung gebracht worden, damit der Bagger weitere Saug- und Spülarbeiten vornehmen kann.
"Timmy" reagiert verhalten auf die Maßnahmen. Hin und wieder bewegt er sich, bleibt grundsätzlich aber ziemlich ruhig.
21. April, 13.17 Uhr: Meeresbiologe fordert erneut, Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter hat sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut dafür ausgesprochen, den Buckelwal "strikt in Ruhe zu lassen".
Zwar äußerte er Verständnis für den Wunsch, das Tier retten zu wollen. Er betonte aber: "Ich glaube, es geht mittlerweile tatsächlich am Wohl des Wals vorbei."
Am Ende des Tages handele es sich bei "Timmy" um ein Wildtier. "Wildtiere sterben überall auf der Welt. Das ist nicht leicht für die Öffentlichkeit zu ertragen, und wir haben uns mit diesem Wal ja alle auch ein Stück weit emotional verbunden", räumte er ein.
21. April, 12.53 Uhr: Dr. Jenna Wallace erhebt schwere Vorwürfe
Während die Spülarbeiten am und unter dem Wal aktuell unterbrochen sind, hat sich die abgereiste Tierärztin Dr. Jenna Wallace via Facebook zu den Gründen ihrer Flucht geäußert.
Sie richtete unter anderem heftige Worte gegen zwei Mitglieder des Rettungsteams. Die Details findet Ihr im Artikel: "Wal-Expertin klärt über ihre Flucht auf und erhebt schwere Vorwürfe".
21. April, 11.30 Uhr: DLRG lässt Drohne im Hafen aufsteigen
Die Arbeiten am Wal gehen weiter. Inwiefern die Unterspülung des Tieres Wirkung zeigt, lässt sich noch nicht sagen.
Mitglieder der DLRG haben indes vom nahegelegenen Hafen aus eine Drohne starten lassen, um sich aus der Vogelperspektive ein Bild der Lage zu machen.
21. April, 10.53 Uhr: Retter-Team versucht, den Wal zu entlasten
Derzeit sind wieder mehrere Mitglieder der Rettungsinitiative beim Wal im Wasser. Mithilfe eines Spülgeräts versuchen sie, den Wal zu unterspülen beziehungsweise den Schlick unter ihm zu entfernen.
So soll die Last auf die Organe des Tieres reduziert werden. Die von der Initiative konstruierte Plattform samt Bagger ist mittlerweile wieder näher an den Wal herangerückt.
21. April, 10.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Nahrung angeboten bekommen
Laut Umweltminister Till Backhaus soll dem Buckelwal Nahrung in Form von Heringen und Shrimps angeboten werden.
Zudem sollen die Rettungsinitiative ihre Arbeit fortsetzen. Um den Wal zu entlasten, werde größeres Saug- und Spülgerät eingesetzt, so der Politiker.
21. April, 9.34 Uhr: Buckelwal zeigt aktuell viel Bewegung
Die Mitglieder des Rettungsteams haben sich aus dem Wasser zurückgezogen - Buckelwal "Timmy" ist wieder allein.
Weiterhin zeigt er viel Bewegung. Ob er versucht, sich freizuschwimmen oder mithilfe seiner Brustflossen selbst zu benetzen, kann nur gemutmaßt werden.
21. April, 9.22 Uhr: Buckelwal "Timmy" schlägt mit Brustflossen
Der Wal zeigt sich in den vergangenen Minuten sehr aktiv: Immer wieder bewegt er seine Brustflossen, auch Flipper genannt. Regelmäßig stößt er Wasser aus seinem Blasloch, wie im Livestream zu sehen ist.
Derzeit sind zwei Mitglieder des Rettungsteams bei ihm im Wasser. Sie benetzen den Rücken des Tieres immer wieder mit Feuchtigkeit.
21. April, 9.12 Uhr: Wasserpegel sinkt, Buckelwal ragt deutlich hervor
Während im Retter-Team Chaos herrscht, wird die Situation für Buckelwal "Timmy" immer dramatischer. Im Livestream und auf aktuellen Fotos ist der sinkende Wasserstand klar zu erkennen. Der Ozeanriese ragt deutlich aus dem Wasser heraus.
Laut Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) soll der Wasserstand am Dienstag zwischen 20 Zentimeter unter und 25 Zentimeter über Normalhöhennull (NHN) betragen.
21. April, 8.33 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist zurückgetreten
Auflösungserscheinungen im Retter-Team: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten.
"Die aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort entsprechen nicht mehr den Grundwerten und Standards, für die ich persönlich und wir als Team stehen", erklärte sie in einer Mitteilung.
Und weiter: "Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn eine Gemeinschaft zusammenhält und ihre Kräfte bündelt. Da eine konstruktive und professionelle Zusammenarbeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für uns jedoch nicht mehr möglich ist, mache ich den Weg frei."
Die genauen Hintergründe sind aktuell noch unklar. Am Montag war allerdings bereits die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace abgereist.
21. April, 8.06 Uhr: Lagebesprechung soll klären, wie es weitergeht
Gegenüber NEWS5 erklärte Umweltminister Backhaus, dass zeitnah eine Lagebesprechung stattfinde, bei der geklärt werde, wie es weitergehen soll. "Die Initiative muss zeigen, wie sie weitermachen wollen", betonte der Politiker.
Der ursprüngliche Plan, das Tier mithilfe von Pontons und einer Plane aufs offene Meer zu ziehen, sei weiterhin eine Option. Backhaus verdeutlichte aber: "Priorität hat Tierwohl und Tierschutz."
Daher müsse auch noch einmal der aktuelle Gesundheitszustand des Wals untersucht werden. Er hoffe weiter auf eine Lebendrettung, unterstrich der Minister.
21. April, 6.25 Uhr: Buckelwal hat sich in der Nacht nicht bewegt
Wie im Livestream zu sehen ist, hat sich der Buckelwal in der Nacht nicht von der Stelle bewegt.
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) führte in der Nacht gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht eine Kontrollfahrt durch. Das Boot näherte sich dem Tier bis auf etwa 500 Meter.
"Der Wal liegt ruhig", erklärte der Politiker anschließend der Deutschen Presse-Agentur. Die Atemfrequenz des Tieres habe zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, sei im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden. Dies zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei, so Backhaus.
Titelfoto: Fotomontage: Marcus Golejewski/dpa, Jens Büttner/dpa