Expertin über festsitzenden Buckelwal: "Sieht nicht gut aus" - So geht es morgen weiter
Niendorf/Wismar/Poel - Seit über einer Woche versuchen Rettungskräfte einen gestrandeten und zwischendurch wieder befreiten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen. Am Dienstag strandete der Wal erneut! TAG24 berichtet im Liveticker.
Nachdem der Buckelwal am Montag, dem 23. März, auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche.
Als sich der Ozeanriese befreite, strandete er später mehrfach vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern).
Nachdem das Tier daraufhin in verschiedene Richtungen geschwommen ist, strandete der Wal am Dienstag kurz vor der Insel Poel. Erneut versuchten Boote ihn zum Schwimmen zu animieren - ohne Erfolg. Am Mittwoch soll der Buckelwal weiter beobachtet werden, sofern er noch da ist.
31, März, 19.35 Uhr: Wie geht es weiter?
Auch eine Sprecherin von Greenpeace bestätigt im Gespräch mit NEWS5: Für heute sind keine weiteren Maßnahmen mehr geplant. "Wir haben gesehen, dass Ruhe ihm gutgetan hat in der Vergangenheit. Wir hoffen, dass es auch jetzt ausreicht, dass er sich nochmal freischwimmen kann", so die Expertin.
Auch die Boote von Greenpeace sind mittlerweile wieder an Land. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, aber die Gesamtprognose sieht nicht gut aus", teilt die Sprecherin ihre Einschätzung. Aktuell liege er ungünstig, was das Wegschwimmen erschwert.
Wie es morgen weitergeht? Der Wal soll weiter beobachtet werden. "Wir werden schauen, was das beste für das Tier ist und was wir machen können."
TAG24 wird auch am Mittwoch über weitere Entwicklungen berichten.
31. März, 18.16 Uhr: Offenbar keine weitere Aktion mehr für heute geplant
Bereits seit mehreren Stunden befindet sich der Wal nun an der selben Stelle vor der Insel Poel. Erneut aufs Boot wollen sich die Experten heute offenbar nicht mehr begeben.
Claus Tantzen, Sprecher vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, erklärt auf Nachfrage von TAG24: "Heute wird da nichts mehr passieren. Man wird dem Wal die Möglichkeit geben, aus eigenem Antrieb aufzuschwimmen."
Ein Vorhaben, das bereits am Tag zuvor teilweise verfolgt wurde. "Wenn er wollte, könnte er", ist sich der Experte sicher. Hin und wieder ist zu sehen, wie sich der Wal im Wasser etwas bewegt. Auch ein dumpfes Brummen ist ab und an zu hören. Wie es morgen weitergeht, werde aktuell noch intensiv beraten.
31. März, 16.27 Uhr: Lehmann teilt Nachricht von Meeresbiologin
Laut der neuseeländischen Meeresbiologin, Ingrid Visser, müsse das restliche Netz unbedingt aus dem Maul des Wales entfernt werden, ansonsten würde das Tier immer wieder stranden.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Schwertwal- und Orca-Forschung.
YouTuber und Meeresbiologe Robert Marc Lehmann teilte die Nachricht der Wal-Expertin in seiner Instagram-Story.
Der Influencer versuchte am Donnerstag selbst, das Netz zu entfernen, ist aber gescheitert.
Die Frage eines Journalisten, ob man da noch etwas machen könne, verneinte er. „Das ist fest. Ich habe daran gezogen. Es ist fest“, so die Einschätzung des YouTubers.
Walforscher Fabian Ritter empfiehlt Rescue Teams aus dem Ausland einzufliegen, sollte man tatsächlich versuchen, das Netz noch zu entfernen.
31. März, 15.05 Uhr: Wie geht es weiter?
Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace erklärte auf der Pressekonferenz, dass die aktuelle Situation des Wals mit der von gestern vergleichbar sei.
Der Wal würde zwar aufsetzen, doch wenn er wolle, würde er losschwimmen können. Vielleicht sei das Tier aktuell auch ruhebedürftig und geschwächt.
Nun müssten die Experten "die Karten neu legen" und bewerten, wie sie am besten weitermachen. Dafür würde auch wieder mit externen Wissenschaftlern gesprochen werden.
Experten aus dem Ausland haben der Gruppe vor Ort inzwischen mitgeteilt, dass sie in der Situation am Montag genau richtig gehandelt hätten.
Aktuell beratschlagen sich die Experten über das weitere Vorgehen und wollen auf eine Strategie zwischen Ruhe und Motivation setzen. Momentan gehe die Tendenz dahin, dass der Wal die Chance haben soll, selbst zu entscheiden, wann er losschwimmen wolle.
31. März, 14.28 Uhr: Der Buckelwal sitzt wieder fest!
Nicht schon wieder! Auf einer Pressekonferenz bestätigten die Experten, dass der Buckelwal erneut festsitzt.
"Der Wal hat sich leider nicht an seine Route gehalten und ist falsch abgebogen und in die Kirchsee geschwommen", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Der Wal befindet sich in der Einmündung der Insel Poel, allerdings konnten die Schlauchboote das Tier davon abhalten, noch weiter in Richtung des Hafens der Insel Poel zu schwimmen.
Nun muss über die weiteren Maßnahmen beratschlagt werden, ob dem Tier entweder Ruhe gegönnt wird oder ob heute noch ein weiterer Animierungsversuch zum "Freischwimmen" gestartet werde.
31. März, 13.45 Uhr: Schlauchboote sind noch auf dem Wasser
Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar gegenüber TAG24 mitteilte, sind sowohl Schlauchboote von Greenpeace als auch von der Wasserschutzpolizei in der Wismarer Bucht unterwegs.
Trotz des starken Windes und Wellengangs begleiten die Boote das Tier. Wenn die Wettervorhersage stimmt und der Wind nicht weiter zunimmt, können die Schlauchboote auch draußen bleiben, so der Sprecher.
Die Boote halten sich in der Umgebung des Buckelwals auf. Momentan schwimme der Ozeanriese in der Nähe der Kirchsee bei der Insel Poel.
31. März, 12.05 Uhr: Wal schwimmt in ungünstigem Gebiet
Derzeit befindet sich der Ozeanriese östlich der Insel Walfisch, nahe der Einfahrt zu einer schmalen Bucht der Insel Poel. Bei dieser Einfahrt befindet sich eine Flachwasserstelle.
"Die Wasserschutzpolizei und wir versuchen zu verhindern, dass er da reinschwimmt", sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack im Gespräch mit TAG24.
Ziel sei es, den Buckelwal aus der Wismarer Bucht zu leiten. Anschließend wird im Austausch mit dem ITAW, dem Meeresmuseum und den zuständigen Behörden das weitere Vorgehen besprochen.
Der Meeresbiologe wird gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus um 14 Uhr eine Pressekonferenz in Wismar abhalten.
31. März, 11.30 Uhr: Drohne verfolgt den Buckelwal
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 berichtet, herrsche Sichtkontakt zum Buckelwal.
"Es ist eine Drohne aufgestiegen, um den Wal zu verfolgen. Dabei hat sich herausgestellt, dass er in Richtung von sehr flachem Wasser unterwegs ist. Greenpeace versucht mit einem Schlauchboot, den Wal von dem Flachwasser fernzuhalten", so Tantzen.
31. März, 10.43 Uhr: Greenpeace auf dem Weg zum Wal
Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 berichtete, schwimme der Wal in Richtung der Insel Poel.
Die Experten von Greenpeace wurden gebeten, mit ihrem Schlauchboot den Einsatz auf dem Wasser zu unterstützen, da sie damit auch in das flachere Wasser fahren können.
"Wir wollen verhindern, dass er wieder ins Flachwasser gelangt", so die Sprecherin.
31. März, 10.18 Uhr: Der Wal ist zurück in der Wismarer Bucht
Das gibt's doch nicht! Der Buckelwal hat schon wieder die falsche Richtung eingeschlagen und wurde in der Wismarer Bucht gesichtet. Die Wasserschutzpolizei konnte die Sichtung gegenüber TAG24 bestätigen.
"Wir versuchen herauszubekommen, wo er jetzt genau ist und wo er hinwill", so der Sprecher.
31. März, 10 Uhr: Buckelwal soll Wismarer Bucht verlassen haben
Hoffnungsschimmer für den Buckelwal! Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 mitteilte, soll das Tier zuletzt in der Nacht gesichtet worden sein, als es aus der Bucht herausgeschwommen ist.
"Gestern Abend war er schon kräftiger als gestern Morgen. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Ruhe eben erst mal gutgetan hat", so die Sprecherin.
Die Einsatzkräfte sind weiter vor Ort und jederzeit handlungsbereit, sollte eine Sichtung gemeldet werden. Derzeit befindet sich ein Boot der Wasserschutzpolizei auf dem Wasser und hält Ausschau nach dem Meeressäuger. Ein zweites Boot soll in Kürze zur Unterstützung hinzugezogen werden.
31. März, 9.05 Uhr: Weiterhin kein Wal in Sicht
Wie eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums auf TAG24-Nachfrage bestätigte, hat es am Dienstagmorgen noch keine gemeldete Sichtung des Buckelwals gegeben.
Wer den Meeressäuger entdeckt, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03831 2650 3333 beim Meeresmuseum zu melden.
Sollte sich der Wal weiterhin in Küstennähe aufhalten, dürften die Chancen hoch sein, dass er schnell wieder gesichtet wird.
"Ich bin seit 20 Jahren beim Deutschen Meeresmuseum, und ein Tier, das so viel Aufmerksamkeit erregt, habe ich noch nicht erlebt", sagte die Sprecherin.
31. März, 6.13 Uhr: Buckelwal abgetaucht
Nachdem sich der Buckelwal am späten Montagabend in Bewegung gesetzt hatte, ist er abgetaucht und seitdem nicht mehr zu sehen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht sagte.
Da es in der Nacht keinen Sinn ergebe, nach dem Tier zu suchen, sei auch das Polizeiboot abgedreht, stehe aber weiterhin bereit.
Zunächst ist keine aktive Suche geplant, vielmehr setze man erneut auf Sichtungen von Bürgern.
30. März, 21.42 Uhr: Buckelwal ist in Bewegung - Wo ist er hin?
Schließlich ist der Buckelwal am Montagabend endlich in Bewegung gekommen.
Nach zwei Rettungsversuchen der Experten schwamm er plötzlich kurz nach dem letzten Abbruch los.
Zunächst bewegte sich das Tier deutlich in Richtung Wismarer Hafen. Inzwischen sei der Buckelwal jedoch in unterschiedlichen Richtungen an den Küsten gesehen worden.
Die Situation werde von den Experten weiterhin beobachtet. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Meeresbiologen bleiben vor Ort, um die weitere Entwicklung zu begleiten und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, um den Wal zu schützen.
30. März, 20.57 Uhr: Experten bestätigen - Buckelwal ist in Richtung Hafen unterwegs
Nach dem Abbruch der Rettungsaktion schwimmt der Buckelwal endlich, doch in die falsche Richtung!
Das In-Ruhe-Lassen habe den Wal Kraft tanken lassen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
"Der Wal hat behutsam und emotional auf unsere Geräusche reagiert. Nun hat er sich losgemacht", sagt Backhus. Zwischenzeitlich habe der Buckelwal sogar den Kopf gehoben.
Auch eine Sprecherin von Greenpeace zeigt sich positiv. Im Laufe des Tages hätten sie mit Experten aus Amerika Kontakt gehabt, um die richtige Methode zur Befreiung zu finden.
Trotzdem sei es wichtig, dem Tier jetzt den Weg in die richtige Richtung zu weisen. Aktuell befinde sich der Buckelwal wohl in der Fahrrinne in Richtung Wismarer Hafen.
Die Wasserschutzpolizei ist gerade unterwegs, um ihm möglichst den Weg aus dem Hafenbecken hinaus zu zeigen.
30. März, 20.31 Uhr: Buckelwal bewegt sich - doch in die falsche Richtung?
Nachdem das Experten-Team seinen zweiten Versuch abgebrochen hat, bewegt sich der Wal plötzlich!
Laut TAG24-Informationen schwimmt er jedoch in die falsche Richtung. Der Wal soll inzwischen in Richtung Hafen unterwegs sein.
Die Wasserschutzpolizei soll sich demnach auf den Weg machen.
30. März, 20.15 Uhr: Experten immer noch beim zweiten Versuch
Obwohl die Experten schon seit 19 Uhr auf dem Wasser unterwegs sind, befinden sie sich noch immer in der Nähe des Wals.
Mit einem Boot versuchen sie durch laute Geräusche das Tier zum Schwimmen zu animieren.
Doch die Dunkelheit bricht langsam herein und droht die Aktion zu beenden.
30. März, 18.48 Uhr: Experten wollen gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen
Nach dem Annähern an den Wal sind die Experten vor Ort positiv gestimmt.
Dem Wal gehe es besser als gedacht. Er sei aktiver als heute Morgen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Eine Greenpeace-Sprecherin ergänzt: "Der Wal hat sich viel mehr bewegt." Es gehe dem Tier ihrer Aussage nach recht gut. Die Experten hätten sich die Situation auch unter Wasser angeschaut und der Wal habe sogar den Kopf bewegt.
Trotzdem befinde sich das Tier insgesamt in einem schlechteren Zustand als noch in Timmendorf. Seine Haut und auch sein Verhalten hätten sich verschlechtert.
Da der Wasserstand weiterhin ansteigt, warten die Experten zunächst ab, ob sich der Wal doch noch von alleine freischwimmt. Sei das nicht der Fall, würden die Experten gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen, den Wal zum Schwimmen zu animieren.
Sollte dieser scheitern, wird am Dienstag über die aktuelle Situation entschieden.
30. März, 17.19 Uhr: Experten nähern sich mit Booten dem Buckelwal
Experten von Greenpeace und Beamte der Wasserschutzpolizei näheren sich auf Booten erneut dem Buckelwal.
Die Lage soll zunächst erkundet werden, erklärte eine Greenpeace-Sprecherin.
Falls möglich und dies sinnvoll erscheint, wollen die Einsatzkräfte bei gestiegenem Wasserstand den Wal dazu animieren, weiter in tieferes Wasser zu schwimmen.
Dies soll durch Klatschen mit dem Paddel auf das Wasser erfolgen.
30. März, 16.05 Uhr: Retter machen sich einsatzbereit
Laut TAG24-Informationen machen sich die Retter vor Ort bereit, einen nächsten Rettungsversuch zu starten, um den Wal aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Aktuell steige der Wasserspiegel weiter an und die Hoffnung bestehe, dass die Einsatzkräfte den Wal zum Schwimmen animieren können.
Wie die Rettungsaktion aussehen soll, ist bisher noch nicht bekannt gegeben.
30. März, 15.06 Uhr: Retter sprechen von einem entscheidenden Tag
Sollte der heutige Versuch nicht klappen, wollen die Experten sich am Abend über weitere Maßnahmen beraten. Der Buckelwal werde von Tag zu Tag schwächer. Da müsse man sich nichts vormachen, sagte Prof. Burkard Baschek.
Die Hoffnung auf eine Rettung will der Ozeanograf aber nicht aufgeben. "Wir glauben nach wie vor daran, dass es gelingt. Aber es wird ein entscheidender Tag heute werden. Und deswegen hoffe ich, dass uns alle die Daumen drücken, dass wir da draußen erfolgreich sind", so Baschek.
30. März, 14.40 Uhr: Wal soll permanent überwacht werden
Umweltminister Till Backhaus kündigte an, dass eine Wal-Wacht eingerichtet werden soll, die den Wal rund um die Uhr überwachen und auch begleiten werde.
Backhaus bittet die Bevölkerung darum, Ruhe zu bewahren. Man werde alles unternehmen, um dem Wal zu helfen. "Und ihm hoffentlich ein vernünftiges Geleit in Richtung offene See und, wenn es eben geht, dann auch in die Nordsee und in seine Heimat zurückzugeben", so der 67-Jährige an.
30. März, 14.04 Uhr: Experte spricht von einem verzweifelten Rettungsversuch
"Wir werden alles tun, um auch diesem Tier zu helfen, das ist völlig klar", sagte Prof. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.
Am Montagnachmittag sei noch mal eine Gelegenheit, den Wal zum Schwimmen zu animieren, da dann der Wasserstand um etwa 30 Zentimeter steige. Dadurch werde der Wal hochgedrückt.
"Er hat deutlich weniger Vitalität gezeigt, die Vokalisierung, Flossenbewegung, Atmung zeigen das alles. Das haben die Experten auch uniform bestätigt. Wir wissen also, dass es hier ein verzweifelter Versuch werden wird", so der Ozeanograf.
30. März, 13.52 Uhr: Buckelwal in schlechtem Zustand
Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann berichtet von dem Zustand, in dem sich der Wal aktuell befindet. Die Expertin war am Morgen bei dem Wal, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
"Wir konnten eben sehen, er atmet in recht regelmäßigen Abständen weiter, aber er wirkt doch schwächer, er vokalisiert nicht mehr, er macht keine Töne mehr", so Saalmann.
"Im Vergleich zu gestern mussten wir heute Morgen feststellen, dass es sich auf jeden Fall nicht verbessert hat, sondern eher im Gegenteil", bilanziert die Expertin.
Am Morgen habe der Buckelwal nicht auf Animationsversuche reagiert.
30. März, 13.42 Uhr: Robert Marc Lehmann verweist Umweltminister an seine Assistentin
Um kurz nach 13 Uhr hat die Pressekonferenz zur aktuellen Lage des Wals begonnen. Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ging auf die Forderung der Bevölkerung ein, den YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann (43) zur Rettung hinzuzuziehen.
Backhaus habe Lehmann am Sonntag kontaktiert und wurde von dem Influencer an dessen Assistentin verwiesen. Kurz vor der Pressekonferenz am Montag habe der Meeresbiologe den Politiker angerufen. Backhaus' Bitte um Tipps zum weiteren Vorgehen sei der 43-Jährige bislang nicht nachgekommen.
Sollten Vorschläge von Lehmann kommen, soll anschließend entschieden werden, inwiefern Lehmann eingebunden werden kann.
Der Umweltminister betonte aber auch, dass er sich vom Deutschen Meeresmusuem sehr gut betreut fühle.
30. März, 11.08 Uhr: Neuer Rettungsversuch geplant
Die Atmung des Buckelwals hat sich laut einer Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums verlangsamt. "Das ist ein schlechtes Zeichen", so die Sprecherin gegenüber TAG24.
Am Nachmittag soll es einen weiteren Rettungsversuch geben. Experten werden bei gestiegenem Wasserstand zwischen 14 Uhr und 18 Uhr mit einem Schlauchboot zum Wal fahren und versuchen, das Tier zum Schwimmen zu animieren.
Berühren dürfe man den Wal dabei auf keinen Fall. Das Tier habe eindeutig Sekundärentzündungen. Außerdem können Krankheiten von Menschen auf Wale übertragen werden, beispielsweise die Grippe. Robert Marc Lehmann hatte sich am Donnerstag immer wieder dem Tier genähert und die Hand aufgelegt.
Die Forderung aus Teilen der Bevölkerung, den Meeressäuger mit Walrufen aus der Bucht zu locken, sei indes keine Option. "Das hat noch nie nachweislich geklappt und man weiß nicht, woher das Tier stammt. Buckelwale aus Hawaii klingen anders und haben andere Walrufe als Buckelwale von den Azoren", erläuterte die Sprecherin.
30. März, 10 Uhr: Till Backhaus im Austausch mit Robert Marc Lehmann
Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns auf TAG24-Nachfrage mitteilte, habe es einen Austausch zwischen Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) und YouTuber Robert Marc Lehmann (43) gegeben.
Das Ergebnis des Gesprächs soll bei einer Pressekonferenz gegen 13 Uhr kommuniziert werden.
Lehmann gab an, von der Rettung ausgeschlossen worden zu sein. Backhaus, das Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung und Greenpeace widersprachen dieser Darstellung.
30. März, 9 Uhr: Wasserschutzpolizei und Greenpeace mit Boot am Wal
Am frühen Morgen ist ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei zum Wal gefahren, um sich einen Eindruck vom Tier zu verschaffen. Mit an Bord waren Experten von Greenpeace.
Laut Wasserschutzpolizei sei die Lage weiterhin unverändert. Immerhin ist der Wasserstand in der Bucht wieder gestiegen. In der Nacht sank dieser auf knapp -40 Zentimeter unter Normalnull.
Inzwischen nähert sich der Pegel wieder dem Stand von Sonntagvormittag. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Wal bei einer Wassertiefe von etwa zwei Metern in der Lage gewesen, sich selbstständig fortzubewegen.
30. März, 6.55 Uhr: Lage unverändert
Die Lage ist am Montagmorgen unverändert. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei liegt der gestrandete Buckelwal weiterhin in der Bucht vor Wismar. "Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern."
Allerdings sei der Wasserpegel weiter gesunken, sodass die Situation etwas schwieriger sei. Wie es am Montag weitergeht, ist noch unklar. Eine Entscheidung werde erst getroffen, wenn sich Experten ein Bild von der Lage gemacht haben, so der Sprecher.
29. März, 22.50 Uhr: Buckelwal gibt weiter Lebenszeichen von sich
Wie die Wasserschutzpolizei auf TAG24-Nachfrage mitteilte, ist der Buckelwal auch am späten Abend noch an derselben Stelle. Immerhin gebe er durch das regelmäßige Abblasen noch Lebenszeichen von sich, so der Sprecher.
Von Greenpeace gab es noch einen eindringlichen Appell. "Bitte nicht hierherkommen und mit Schlauchbooten da rausfahren. Von Land aus kann man das Tier sehen. Aber der braucht jetzt Ruhe, damit er sich tatsächlich wieder freischwimmen kann", sagte Meeresbiologe Thilo Maack auf dem Instagram-Kanal.
29. März, 19.10 Uhr: Kanufahrer paddelt bis an den Wal heran
Die Wasserschutzpolizei hat mit Schaulustigen zu kämpfen, die die eingerichtete Sperrzone im Umkreis von 500 Metern um den Wal herum durchbrechen.
"Wir sind dabei, wir sind ständig am Wal dran und verhindern, dass Leute in dieses Sperrgebiet reinfahren", so ein Polizeisprecher gegenüber TAG24.
Am späten Nachmittag konnte ein Kanufahrer diese Sperre allerdings überwinden und paddelte dicht an den Wal heran.
"Ich bin da vorbeigekommen, das war meine Tour. Ich bin um Poel gefahren und bin auf dem Rückweg auf den Wal gestoßen", gab der Mann gegenüber NEWS5 an. Er habe von dem Sperrgebiet nichts gewusst. "Ich glaube nicht, dass das Tier dadurch gestresst wurde", meinte er.
Am Sonntag musste die Polizei bereits zwei Platzverbote aussprechen. Den Abend und die Nacht über sollen zwei Boote der Wasserschutzpolizei den Wal schützen.
29. März, 18 Uhr: Atemfrequenz des Buckelwals ist reduziert
Wie das Deutsche Meeresmuseum mitteilt, ist der Zustand des Wals gegenüber gestern deutlich schlechter. "Sowohl die Atemfrequenz als auch die Aktivität des Tieres sind reduziert", heißt es auf der Website.
"Dem geht es nicht besonders gut", bestätigte Thilo Maack gegenüber TAG24. Der Wal sei aber nicht kurz davor zu sterben, so der Meeresbiologe.
29. März, 17.15 Uhr: Wasserstand sinkt, doch Experte kann beruhigen
In der Nacht zu Montag soll der Wasserstand in dem betroffenen Teil der Ostsee laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf minus 40 Zentimeter unter Normalnull fallen.
"Das wird dem Wal keine Probleme machen. Das war zumindest unser aller Einschätzung", so Meeresbiologe Thilo Maack gegenüber TAG24.
Der Wal liege in etwa zwei Meter tiefem Wasser. "Das reicht, dass er da schwimmen kann", so der Experte von Greenpeace.
Am Montag soll der Pegel laut BSH wieder steigen.
29. März, 15.35 Uhr: Schaulustige statt Ruhe
Statt der erhofften Ruhe für den Wal sorgt die Situation vor Ort für jede Menge Arbeit bei der Wasserschutzpolizei. Die Einsatzkräfte müssen Boote und Wassersportler vom Wal fernhalten, der nur rund 600 Meter von der Küste auf einer Sandbank aufliegt.
Auch an Land ist es lebhaft: Viele Schaulustige strömen auf die nahe gelegene Seebrücke in Bad Wendorf/Wismar, um einen Blick auf das Tier zu erhaschen.
Zwischenzeitlich soll zudem ein Expertenboot zum Wal gefahren sein, offenbar um zu überprüfen, ob das Tier noch reagiert.
29. März, 13.57 Uhr: Kann der Wal überhaupt wieder zu Kräften kommen?
Wie gewünscht ist es ruhig um den Wal geworden. Eine Frage in der Pressekonferenz blieb aber noch offen: Kann der Wal überhaupt wieder zu Kräften kommen, um zur Nordsee zu finden?
Abgesehen von seinen Hautproblemen und den Netzresten im Maul sei der Wal in einem guten Ernährungszustand, so Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung: "Wale auf ihren Wanderrouten fressen zum Teil nicht, sie können also Wochen ohne Nahrung auskommen. Dank seines guten Ernährungszustands verfügt der Wal über ausreichende Reserven, um die Zeit ohne Nahrung zu überstehen", so die Expertin.
Wie genau die Tiere aus der Ostsee wieder herausfinden, sei jedoch nicht bekannt - es ist unklar, ob sie dem Salzgehalt oder der Strömung folgen.
29. März, 13.20 Uhr: Wurde Robert Marc Lehmann ausgeschlossen?
Während der Pressekonferenz äußerten sich die Anwesenden auch zu den Vorwürfen von Robert Marc Lehmann (43), er sei aufgrund einer unterstellten "Selbstdarstellung" von den Rettungsmaßnahmen ausgeschlossen worden. Lehmann hatte am Donnerstag und Freitag bei der Befreiung des Wals geholfen (s. weiter unten im Ticker), ist aktuell aber nicht mehr vor Ort.
Thilo Maack sowie Dr. Stephanie Groß betonten, dass niemand ausgeschlossen worden sei und sich nach ihrer Kenntnis niemand aus ihren Teams falsch verhalten habe.
Prof. Burkard Baschek erklärte, dass es derzeit nicht darum gehe, wie man den Wal besser retten könnte, "weil das Tier sich selber freischwimmen könnte". Der Fokus liege jetzt auf dem Gesundheitszustand: "Wir glauben, dass Ruhe im Moment das Beste ist und dem Tier die Möglichkeit gibt, Kraftreserven aufzubauen. Der Weg zurück Richtung Nordsee ist dabei letztlich ein Navigieren auf Sicht."
Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus äußerte sich zur Debatte: "Nachdem ich gehört habe, was aus dem Netz kommt, habe ich für mich entschieden, ein persönliches Gespräch mit ihm zu dem Thema zu führen. Damit senden wir ein Signal, dass wir Kooperation suchen, pflegen und umsetzen."
Er betonte zudem: "Für uns in Mecklenburg-Vorpommern haben wir das Meereskundemuseum mit einem ausgemachten Verhandlungsvertrag - das ist die Expertise, die wir haben. Die beteiligten anderen Institutionen haben für mich eine hervorragende Arbeit geleistet."
29. März, 12.47 Uhr: Soll der Wal eingeschläfert werden?
Auf die Frage, ob bereits alle Worst-Case-Szenarien bedacht worden seien und ob in Erwägung gezogen werde, das Tier gegebenenfalls zu erlösen, antwortete Burkard Baschek unmissverständlich: "Das schließen wir kategorisch aus!"
Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung erklärte die Entscheidung: "Es gibt einfach keine verlässliche Methode, die dieses Tier schnell und schmerzlos erlöst. Deshalb haben wir keine Möglichkeit, es einzuschläfern, ohne ihm möglicherweise zusätzliche Schmerzen und Leiden zuzufügen. Die Situation wurde ausdrücklich intensiv geprüft."
29. März, 12.41 Uhr: Warum geht es dem Wal so schlecht?
Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace, nutzte den Rahmen der Pressekonferenz, um darüber aufzuklären, warum es dem Wal so schlecht geht. Er ging dabei auch noch mal auf die Reste des Fischernetzes im Maul des Wals ein, welche nicht entfernt werden konnten.
"Es ist ein Fakt, dass menschliche Einflüsse auf die Ozeane maßgeblich dazu beigetragen haben, dass es dem Wal so schlecht geht. An dem Tier wurden Netzreste gefunden - das zeigt, dass die Fischerei ein großes Problem ist", so Maack, dem es ein persönliches Bedürfnis sei, darüber aufzuklären.
"Die Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission schätzt, dass weltweit jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine durch die Fischerei sterben und in Netzen ertrinken. Das betrifft nicht nur die großen Ozeane, sondern auch die Ostsee. Dort kommen weiterhin viele Stellnetze zum Einsatz, in denen die einzige heimische Walart, die Schweinswale, immer wieder verenden."
Und weiter: "Was die Natur braucht - und auch dieser Wal gebraucht hätte - sind großflächige Schutzgebiete, in denen sie sich selbst überlassen bleibt. Nur so haben die Ozeane eine Chance."
29. März, 12.30 Uhr: Ruhe bewahren und abwarten
Nach Angaben von Prof. Burkard Baschek bleibt die Strategie unverändert: "Die Prämisse bleibt weiterhin, Ruhe reinzubringen und das Tier zu beobachten." Zwar stehe man für mögliche Maßnahmen bereit, doch das könne nur dann Sinn ergeben, wenn das Tier kräftig genug ist.
Aktuell verzichte man bewusst auf Eingriffe: "Ein Freibaggern ist ohnehin nicht machbar oder angemessen in dem Moment, weil es nur Stress auslösen würde", so Baschek, der noch mal betonte, dass der Wal in der Lage wäre, sich zu befreien.
Die Lage bleibe angespannt und emotional belastend: "Das ist eine Situation, die uns allen nahegeht. Wir hängen alle auch an diesen Tieren, die dort sind, und müssen trotzdem am Ende hinnehmen, dass sich hier ein Irrläufer in die Ostsee verirrt hat und dort nicht so die Voraussetzung findet, die er am Ende braucht."
Einen kleinen Lichtblick gibt es laut dem Experten aber noch: Der Wal habe es immerhin zweimal nachts geschafft, sich selbst zu befreien, wo wenig los war, weswegen für die nächsten Stunden erst mal gelte: "Ruhe bewahren". Dafür wurde ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern rund um den Wal gezogen, in das kein Schiff oder Boot hineinfahren darf.
29. März, 12.15 Uhr: Wal soll "deutlich geschwächt" sein
Bei der Pressekonferenz sprach Prof. Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Meeresmuseum Stralsund, von einem "deutlich geschwächten" Wal, der aktuell keinen Versuch unternehme, sich selbst freizuschwimmen. Obwohl die Wassertiefe derzeit der aus der Nacht entspreche, in der es ihm gelungen war, sich selbst zu befreien.
Das Tier sei nicht, wie zuletzt, gestrandet. "Wie bereits gestern versucht wurde, hat man das Tier animiert, sich aus eigener Kraft freizuschwimmen, also ihm gewissermaßen Motivation gegeben, mit Flossenschlägen ins tiefere Wasser zu gelangen. Das war bisher auch erfolgreich, weshalb wir hier nicht von einer Strandung sprechen, sondern eher von einem Aufsetzen des Wals", erkläre Baschek weiter.
Dennoch spricht der Experte von einer verschlechterten Gesamtsituation: "Die Prognose sieht nicht gut aus!" Selbst bei einer erneuten Befreiung drohe ein erneute Strandung sowie durch den sinkenden Wasserstand eine weitere Verschärfung der Lage.
29. März, 11.04 Uhr: Minister: "Er lebt, das ist die erste gute Botschaft"
Auf dem Wasser sind inzwischen mehrere Boote, die alle großen Abstand zum Wal halten. Auf einem der Polizeiboote ist auch Dr. Till Backhaus (67), Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern.
Der SPD-Politiker zum Wal: "Er pustet ja ab und er ruft auch. Also er lebt, das ist die erste gute Botschaft."
29. März, 10.37 Uhr: Pressekonferenz angesetzt
Nach TAG24-Informationen soll um 12 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden. In der Zwischenzeit hat das Boot mit den Wissenschaftlerinnen ein erstes Bild vom Wal gewonnen, befindet sich aktuell jedoch wieder auf Abstand.
Das Tier zeigt nur geringe Bewegungen, ab und zu stößt es Wasser aus seinem Blasloch aus.
29. März, 9.42 Uhr: Expertin hat noch Hoffnung
Wie viel Kraft dem Wal nach den vergangenen Strapazen noch bleibt, lasse sich nur schwer einschätzen. "Sicherlich ist er auch erschöpft von den letzten Tagen. Aber er war ja vorgestern noch sehr agil und hat sich auch jetzt wieder bewegt", so Daniela von Schaper (33) von Greenpeace gegenüber TAG24.
Trotz der unsicheren Lage bleibt die Expertin zuversichtlich: "Ich habe immer noch Hoffnung, dass er aus der Ostsee wieder rauskommt. Und dass, wenn er jetzt hier freikommen würde - beziehungsweise wieder schwimmen würde -, wir es schaffen könnten, ihn aus der Bucht ein Stück weit zu begleiten und er genug Kraft hat."
29. März, 9.19 Uhr: Experten fahren erneut mit einem Boot an das Tier
Das erste Schlauchboot mit Paddeln statt Motor ist unterwegs zum Wal. Wie Daniela von Schaper (33) von Greenpeace gegenüber TAG24 mitteilte, sind neben Greenpeace auch die Wissenschaftlerinnen vom ITAW und vom Deutschen Meereskundemuseum an Bord.
"Es geht jetzt erstmal darum zu gucken, ob er sich überhaupt wieder festgesetzt hat oder nicht", so die Expertin. Sollte der Wal festsitzen, ist geplant, ihn sanft zu animieren, wieder in tiefere Gewässer zu gelangen. Das Tier liege diesmal nur wenige Hundert Meter vom Festland entfernt, allerdings sei auch die tiefe Fahrwasserrinne nicht weit.
Nach seiner zweiten eigenen Befreiung in der Nacht auf Sonntag war der Wal nicht in Richtung offene See, sondern rund zwei Kilometer tiefer in die Bucht zurückgeschwommen, an den Ort, an dem er bereits vor drei Wochen erstmals gesichtet worden war. Damals hatte sich der Wal in einem sogenannten Geisternetz verfangen.
Die Wasserschutzpolizei hatte in den frühen Morgenstunden den Positionswechsel des Wals gemeldet.
29. März, 7.50 Uhr: Wal wieder in der Wismarer Bucht aufgetaucht
Nach Angaben vor Ort soll sich der Buckelwal zwar über Nacht zunächst selbst befreit haben, befindet sich jedoch weiterhin in der Wismarer Bucht und ist inzwischen erneut auf einer Sandbank gestrandet, wie Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace, am Morgen gegenüber TAG24 bestätigte.
Für 9 Uhr ist ein Treffen mit Maack, den Experten des Instituts für Wildtierforschung (ITAW) sowie des Deutschen Meereskundemuseums angesetzt. Geplant sei wieder aufs Wasser zu gehen und "zu versuchen, den Wal zu animieren, loszuschwimmen. Hoffentlich gelingt das und dann wollen wir ihn aus der Wismarer Bucht begleiten."
Ob dies gelingt, dürfte sich im Laufe des Vormittags zeigen.
29. März, 7.12 Uhr: Wal wieder frei
Nachdem der Wal am Samstagnachmittag erneut gestrandet war, soll es ihm nach Angaben des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern noch am späten Abend gelungen sein, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarer Bucht freizukommen.
Aufgrund der flachen Küstengewässer bleibe jedoch unklar, ob das Tier erneut stranden könnte.
28. März, 18.05 Uhr: Wal soll vorerst in Ruhe gelassen werden
Einen neuen Rettungsversuch soll es erstmal nicht geben: "Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien", sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der dpa.
"Der Wal macht nach wie vor Anstalten loszuschwimmen", sagte Maack. Er habe am Samstag selbst im Schlauchboot in der Nähe des gestrandeten Tieres gesessen. "Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit."
Laut Maack sei der Buckelwal südlich von der Insel Walfisch gestrandet. Dort sei das Wasser deutlich tiefer als am Timmendorfer Strand, wo der Buckelwal vorher festsaß, so der Meeresbiologe. Die Boote hätten sich nun zurückgezogen. "Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen", sagte er.
In der Nacht soll die Wasserschutzpolizei vor Ort bleiben, um den Wal im Auge zu behalten. Nach Plan wollen die Experten laut Maack am Sonntag in die Bucht zurückkommen. TAG24 wird auch dann wieder berichten.
28. März, 16.09 Uhr: Gibt es heute noch einen Rettungsversuch?
Nach TAG24-Informationen soll es am Samstag keine Rettungsaktion mehr geben.
Offenbar soll der Buckelwal zunächst in Ruhe gelassen werden. Falls sich der Wal durch einen ansteigenden Wasserspiegel nicht selbst befreien kann, sollen am Sonntag weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Eine Bestätigung hierfür steht noch aus.
28. März, 15.08 Uhr: Meeresbiologe Lehmann meldet sich zur Situation zu Wort
Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann meldete sich zu der Situation des Buckelwales auf Instagram zu Wort.
"Der Wal ist erneut gestrandet. Das hielt ich von Anfang an für das wahrscheinlichste Szenario", teilte der YouTuber in seiner Instagram-Story.
28. März, 14.49 Uhr: Gewissheit ist da! Buckelwal erneut gestrandet
Wie Greenpeace gegenüber TAG24 mitteilte, ist der Buckelwal tatsächlich erneut gestrandet!
Die Naturschutzorganisation ist mit zwei Schlauchbooten vor Ort. Auf diesen befinden sich zudem ein Wissenschaftler vom ITAW und ein Wissenschaftler vom Deutschen Meeresmuseum.
Aktuell sondieren sie die Lage. Wie es nun weitergeht, ist noch unklar.
28. März, 14.28 Uhr: Buckelwal mehrfach vor Wismar gesichtet
Der befreite Buckelwal ist erneut von mehreren Augenzeugen gesichtet worden.
Der Meeressäuger befindet sich in der Wismarer Bucht, in der Nähe der unbewohnten Insel Walfisch. Das bestätigte das Umweltministerium in Schwerin.
"Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht", sagte der Ministeriumssprecher der dpa.
Um dem Wal im Notfall helfen zu können, sind Einsatzkräfte von der Wasserschutzpolizei Wismar und Rostock, Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) und der Naturschutzorganisation Greenpeace im Wasser und am Land vor Ort.
28. März, 13.57 Uhr: Wal offenbar erneut auf Sandbank gestrandet
Wie ein "Bild"-Reporter vor Ort berichtet, ist der Wal wieder gestrandet!
Demnach sei der Wal in der Wismarer Bucht auf Grund gelaufen. Greenpeace konnte die Strandung des Tieres noch nicht bestätigen.
Allerdings bestätigte Greenpeace, das der Wal vor der Insel "Walfisch" entdeckt worden ist.
28. März, 12.40 Uhr: Experten überprüfen Sichtung vom Wal bei Wismar
"Ich kann bestätigen, dass wir heute Vormittag eine Sichtungsmeldung bei Wismar hatten, die wir jetzt überprüfen", sagte Diana Meyen, Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund.
Demnach werden auch Meldungen zu möglichen weiteren Sichtungen nahe der unbewohnten Insel Walfisch geprüft.
Außerdem wollen Experten des Meeresmuseums an Bord eines Bootes gehen, das den Wal seit dem Morgen sucht.
Die Experten wollen den Wal finden, um ihn weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu drängen. Im Idealfall soll der junge Wal den Weg von der Ostsee über die Nordsee zurück in den Atlantik finden.
Wal-Sichtungen können Menschen auf der Homepage des Meeresmuseums und per Telefon melden.
"Das Tier ist gestresst und geschwächt. Es ist wichtig, dass es nicht durch private Suchen zusätzlich Stress bekommt", ergänzte Meyen.
28. März, 11.17 Uhr: Schwimmt der Buckelwal kurz vor Wismar?
Der Buckelwal soll vor Wismar gesehen worden sein, berichtet Greenpeace gegenüber TAG24.
Die Wasserschutzpolizei sei nun auf dem Weg, um zu schauen, ob sich das Tier wirklich vor Ort befindet.
Schon vor einigen Wochen war der Buckelwal bereits nach Wismar geschwommen und geriet dabei in den Hafen.
28. März, 11.08 Uhr: Greenpeace ist auf dem Weg nach Boltenhagen
Noch immer gibt es keine Spur von dem Buckelwal. Greenpeace hat sich mit dem ITAW über das weitere Vorgehen besprochen.
Sie sind nun mit zwei Booten auf den Weg nach Boltenhagen, um der Wasserschutzpolizei dort ihre Hilfe anzubieten.
"Wir wollen gemeinsam Ausschau nach dem Wal halten", so Greenpeace.
Außerdem rufen sie die Bevölkerung dazu auf, nach dem Wal zu schauen. Wer den Wal sieht, soll sich unter der offiziellen Hotline 0173 9688267 melden.
28. März, 10.27 Uhr: Suche nach Buckelwal geht weiter
Ein Boot der Wasserschutzpolizei fährt weiterhin die Küste ab. "Das Seegebiet ist ziemlich riesig, das ist eine große Fläche für ein Boot, das ist schon Glückssache", sagte ein Sprecher.
Rund 65 Küstenkilometer fährt das Boot "Ucker" von der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis Warnmünde in Mecklenburg-Vorpommern.
Bis 18 Uhr soll die Suche nach dem Wal weiter nach dem Zufallsprinzip laufen. Je nach Entwicklung würde dann eine Nachtschicht übernehmen.
Zusätzlich ist das Polizeiboot "Walfisch" auf Streife unterwegs und unterstützt die Suche dadurch indirekt. Drohnen sollen bei der Suche momentan nicht eingesetzt werden. Außerdem setzt man zudem auf Sportboote, "die melden das dann auch an die Behörden, wenn die unterwegs sind und was sehen", erklärte der Sprecher.
28. März, 9.18 Uhr: Greenpeace fordert Boote an
Nach dem Abbruch der Rettungsaktion am Freitag hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace nun vier Schlauchboote angefordert. Dennoch wollen die Einsatzkräfte eine erneute Sichtung abwarten.
Auch das Boot der Wasserschutzpolizei "Uecker" war bereits im Einsatz und befindet sich nun im Hafen Timmendorfer Strand.
Der Grund für die abgebrochene Aktion ist inzwischen ebenfalls bekannt: Demnach ließ sich der Wal nicht mehr von den Booten leiten und tauchte unter ihnen hindurch.
28. März, 8.28 Uhr: Bisher keine Wal-Sichtungen gemeldet - Suche läuft an
Seit Abbruch der Beobachtung des von einer Sandbank vor dem Niendorfer Strand befreiten Buckelwals am Freitag sind zunächst keine neuen Sichtungen gemeldet worden.
Die Suche solle bald aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar am Morgen. Das Tier sei wahrscheinlich in der westlichen Ostsee unterwegs.
Es habe keine Sichtungen gegeben, sagte er. Auch den Kollegen in Travemünde, mit denen man in Kontakt stehe, sei nichts bekannt. Eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sagte ebenso: "Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung." Man habe seit dem Freitagnachmittag keine Neuigkeiten.
Laut dem Sprecher der Wasserschutzpolizei soll demnächst das Boot "Uecker" auslaufen, um gezielt zwischen der schleswig-holsteinischen Landesgrenze und der Insel Poel in der Wismarer Bucht zu suchen.
27. März, 17.30 Uhr: Einsatzkräfte wollen am Samstag wieder rausfahren
Obwohl die Einsatzkräfte die Aktion am Freitag abgebrochen haben, geben sie nicht auf. Am Samstag wollen sie den Wal erneut begleiten und ihn ins offene Meer leiten.
Voraussetzung sei jedoch, dass die Position des Wals ausgemacht werden könne. Auch die Bevölkerung solle aufmerksam bleiben und gegebenenfalls Walsichtungen melden. TAG24 wird auch am Samstag wieder berichten.
27. März, 16.50 Uhr: Walbegleitung abgebrochen - So geht es weiter
Die Aktion der Boots-Eskorte wurde für heute abgebrochen! Das bestätigte Christin Otto von Sea Shepherd auf Nachfrage von TAG24. Der Grund? "Es gab keine Veränderung mehr und es war auch keine Veränderung mehr in Sicht", erklärt die Expertin. Der Wal halte sich nur noch sehr nahe an der Küste auf Höhe von Boltenhagen auf.
"Dann hat sich das Team dazu entschieden, ihn jetzt erst einmal in Ruhe zu lassen und Abstand zu geben", so Otto weiter. Demnach sei die Aktion für heute beendet.
Wie es morgen weitergeht? Sea Shepherd werde erste einmal auf Abruf zur Verfügung stehen. Schließlich müsse der Wal zunächst gefunden werden, um ihn weiter begleiten zu können. Ziel ist es jedoch weiterhin in Zusammenarbeit mit Wasserschutzpolizei und den anderen Organisationen das Tier in die richtige Richtung zu leiten.
27. März, 16.34 Uhr: Wal befindet sich vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns
Dadurch, dass der Wal aktuell sehr nah an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern schwimmt, sei nun entsprechend die Wasserschutzpolizei dieses Bundeslandes zuständig. Das erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein.
Ob der verschobene Zuständigkeitsbereich nun auch der Grund dafür ist, dass die Boote teilweise abrücken, konnte der Sprecher jedoch nicht bestätigen. Die Mitarbeitenden des ITAW an Bord des Küstenwachen-Bootes werden derzeit zurück nach Niendorf gebracht.
27. März, 16.05 Uhr: Boote brechen Begleitung des Wals teilweise ab
Überraschende Wendung: Die Küstenwache habe offenbar vor, die Begleitung des Wals in Kürze abzubrechen. Das bestätigte Daniela von Schaper von Greenpeace auf Nachfrage von TAG24. Den Grund dafür konnte sie jedoch bislang nicht nennen.
Auch Greenpeace überlege nun, ob es den Wal noch länger mit dem Boot bis zum Einbruch der Dunkelheit begleitet oder ob es ebenfalls abbricht. "Das wird gerade noch bewertet", so die Expertin.
"Die Idee ist jedoch schon, den Wal auch am Wochenende noch weiter zu begleiten", erklärt von Schaper weiter.
27. März, 14.34 Uhr: Wal kommt vom Kurs ab, Ufer rückt wieder näher
Das war so nicht geplant: Der Wal kommt der Küste nun wieder gefährlich nahe, nachdem er nach Osten abgedriftet ist.
Die "Fehmarn" befand sich gegen 14.30 Uhr nur zwei Kilometer vom Ufer entfernt.
27. März, 13.45 Uhr: Wal entfernt sich immer weiter von der Küste
Grundsätzlich ist der Wal weiter in der richtigen Richtung unterwegs.
Laut "Vesselfinder.com" befand sich die "Fehmarn", die das Tier auf seinem Weg begleitet, gegen 13.45 Uhr bereits ungefähr 12,6 Kilometer vom Niendorfer Strand entfernt auf offener See.
27. März, 13.24 Uhr: Biologe berichtet von brenzliger Situation
Brenzlige Situation auf dem Meer: Wie Meeresbiologe Robert Marc Lehmann via Instagram mitteilte, sei der Wal zeitweise durch nur zwei Meter tiefes Wasser geschwommen.
Mit einer "sanften Wegabschneidung", wie der YouTuber es bezeichnete, hätten die Einsatzkräfte das Tier vor einer erneuten Strandung bewahrt. Lehmann ist an Bord eines der Schiffe.
27. März, 12.21 Uhr: Position des Wals kann nachverfolgt werden
Über die Seite "Vesselfinder.com" kann die genaue Position der beteiligten Boote und somit auch die ungefähre Position des Wals nachverfolgt werden.
Gegen 12.20 Uhr befand sich die "Fehmarn", das Schiff der Küstenwache, rund 4,5 Kilometer vom nächstgelegenen Festland entfernt.
27. März, 12.04 Uhr: Greenpeace-Aktivisten warnt vor Fischernetzen
Daniela von Schaper von Greenpeace hat gegenüber TAG24 erklärt, dass die Fischernetze in der Lübecker Bucht zum Problem für den Wal werden könnten.
Einige Fischer hätten demnach bereits versucht, ihre Stellnetze einzuholen, aber nicht alle. Mithilfe der Bootskolonne werde nun versucht, das Tier sicher an den Netzen vorbeizuleiten.
Das Risiko, dass der Wal sich verfange, sei "schwer abzuschätzen", erklärte die Aktivistin.
27. März, 11.50 Uhr: ITAW-Expertin klärt über weiteres Vorgehen auf
Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat mit TAG24 über das weitere Vorgehen gesprochen. Geplant sei demnach, den Wal auf jeden Fall den kompletten Tag zu begleiten.
Solange er in die richtige Richtung schwimme, würden die Boote reichlich Abstand halten. Sie würden erst aktiv, sollte er den Kurs wieder ändern, so Groß.
Mit Blick auf die Ereignisse seit Montag sprach die Expertin von "nervenaufreibenden, langen Tagen". Das Ganze habe auch sie "emotional mitgenommen".
Angesichts des großen Medieninteresses betonte Groß, dass es wichtig sei, "die Bevölkerung mitzunehmen" und zu zeigen, was passiere. Auch intern wolle man nachbereiten, was gut gelaufen sei und was nicht.
27. März, 11.15 Uhr: Meeresbiologe spricht von "Harakiri"-Aktion
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich gegenüber TAG24 äußerst verärgert gezeigt.
Der YouTuber sprach angesichts der vielen Boote von einer "Harakiri-Aktion", die den Wal verunsichert habe. Das Tier sei "orientierungslos und panisch", erklärte Lehmann.
Er widersprach allerdings der Greenpeace-Aktivistin Teichmann, die erklärt hatte, dass der Wal sehr langsam schwimme und wenig tauche. Er verhalte sich für einen Wal, der tagelang gestrandet war, "ganz normal", so Lehmann. Was nun im weiteren Verlauf passiere, könne er nicht sagen.
27. März, 10.52 Uhr: Wal schwimmt langsam und taucht wenig
Wie Teichmann gegenüber TAG24 erklärte, schwimme der Wal derzeit sehr langsam und tauche wenig.
Das liege aber auch daran, dass das Wasser im Küstenbereich eben auch deutlich flacher ist. Im tieferen Gewässer hatte er längere Abtauchphasen, was für eine ruhige Atmung spricht.
Zu seinem Gesundheitszustand könne man aktuell aber keine gesicherten Angaben machen.
Laut Augenzeugen haben sich der Wal und die Boote wieder ein gutes Stück von der Küste entfernt. Demnach seien die beteiligten Boote vom Strand "gerade noch so zu erkennen".
27. März, 10.37 Uhr: Wal schwimmt wieder in die richtige Richtung
Was für ein Krimi! Laut Augenzeugen schwimmt der Wal nun wieder in die richtige Richtung, vom Strand weg.
TAG24 ist in Kontakt mit Greenpeace-Aktivistin Heinke Teichmann, die sich an Bord eines der beteiligten Boote befindet. Sie erklärt, dass das Tier mithilfe eines "engen Verbands" aus mehreren Booten von der Küste weggeführt werden soll.
27. März, 10.22 Uhr: Wal nur noch 50 Meter vom Strand entfernt
Laut Augenzeugen vor Ort ist der Wal nun plötzlich nur noch 50 Meter vom Strand entfernt und schwimmt parallel zum Ufer.
Die Boote versuchen alles, um ihn vor einer erneuten Strandung zu bewahren.
27. März, 10.15 Uhr: Wal plötzlich zurück in der Lübecker Bucht
Das gibt es nicht! Nachdem er fast eine Stunde lang nicht gesichtet worden war, ist der Wal nun wieder in der Nähe des Niendorfer Strandes aufgetaucht.
Die Einsatzkräfte sind mit sieben Booten auf dem Wasser, um das Tier vom Strand fernzuhalten und eine erneute Strandung zu verhindern.
Nach Einschätzung von Christin Otto von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd trennen den Wal jetzt nur noch wenige hundert Meter von der Stelle, an der er tagelang gestrandet war.
27. März, 10.06 Uhr: Wal muss auf Heimweg einige Engstellen passieren
Thilo Maack von Greenpeace wertete den Umstand, dass der Wal seit Längerem nicht mehr gesichtet wurde, gegenüber TAG24 als "sehr gutes Zeichen". Dies spreche dafür, dass er nicht mehr in Nähe des Festlandes sei.
Problematisch könne allerdings werden, dass es auf dem Weg durch die Nordsee bis in den Atlantik immer wieder Engstellen gebe - sowohl in deutschen als auch in dänischen Gewässern.
Buckelwale orientieren sich demnach vor allem auf Sicht und anhand ihrer Erfahrungen. "Er hat noch eine Reise vor sich", verdeutlichte Maack.
27. März, 9.49 Uhr: Wal konnte nicht mit einem Sender versehen werden
Warum wurde der Wal eigentlich nicht mit einem Sender versehen, um seinen Weg in die Freiheit nahtlos nachverfolgen zu können?
Die Haut des Tieres habe dies durch ihren schlechten Zustand nicht möglich gemacht, wie Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklärte.
27. März, 9.27 Uhr: Wal ist seit längerer Zeit nicht mehr gesichtet worden
Der Wal wurde mittlerweile seit rund 20 Minuten nicht mehr gesichtet. Nun soll eine sogenannte "Long-Range-Drohne" zum Einsatz kommen, die speziell für längere Strecken konzipiert ist.
TAG24 ist mittlerweile nicht mehr an Bord des Greenpeace-Bootes. Da das Tier längere Zeit nicht mehr gesichtet wurde, soll sich der Bootsverband offenbar demnächst auflösen. Das ist aber noch nicht sicher.
27. März, 9.20 Uhr: Aufräumarbeiten am Niendorfer Strand
Während der Wal auf dem besten Weg Richtung offenes Meer ist, finden am Niendorfer Strand bereits die Aufräumarbeiten statt.
Die Bagger werden für ihren Abtransport vorbereitet, die Bojen wurden an Land geholt und die Absperrzäune abgebaut.
27. März, 8.49 Uhr: Wal schwimmt der Freiheit entgegen
Auf den Booten macht sich Hoffnung breit: Der Wal hat sich mittlerweile ein gutes Stück von der Küste entfernt und ist auf dem besten Weg, die Lübecker Bucht zu verlassen.
Die Maßnahmen der Einsatzkräfte vor Ort scheinen tatsächlich Früchte zu tragen. Das bestätigte auch Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) auf dem Festland.
27. März, 8.37 Uhr: Wal scheint nicht allzu gestresst zu sein
Ole Lorenzen, der Skipper des Greenpeace-Bootes, erklärte gegenüber TAG24, dass der Wal "alle zwei, drei Minuten" auftauche und sich offenbar frei bewege.
Sein Kollege Thilo Maack verdeutlichte, dass das minutenlange Tauchen dafür spreche, dass das Tier ruhig atme und nicht allzu gestresst sei.
Ruhig schlafen könne der Greenpeace-Aktivist aber erst, wenn der Wal es zumindest bis in die Nordsee geschafft habe. "Das wird aber eher Tage als Stunden dauern", so Maack.
27. März, 8.25 Uhr: Bürgermeister spricht von "großartiger" Arbeit
Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister von Timmendorfer Strand, hat sich am Strand erleichtert über die Befreiung des Wals gezeigt. Er dankte allen Helfern und sprach von einer "großartigen" Arbeit.
"Nach den schrecklichen Nachrichten der letzten Monate, nach Kriegen und Krisen ist das eine gute Nachricht. Und alleine das ist schon ein Grund, sich zu freuen", betonte der Politiker.
27. März, 8.13 Uhr: Boote wollen den Wal vom Strand fernhalten
Um den durch die innere Lübecker Bucht schwimmenden Wal vor einer erneuten Strandung zu bewahren, hat sich nun ein Bootsverband aus fünf Booten gebildet, die im Abstand von zwei Bootslängen hintereinander herfahren.
Das Ziel ist es, immer zwischen Strand und Wal zu bleiben, um das Tier mithilfe der Motorengeräusche vom Strand fernzuhalten.
An Bord der Boote sind auch zwei Meeresbiologen, darunter Robert Marc Lehmann.
27. März, 7.55 Uhr: Wal wird von Schiff der Küstenwache begleitet
TAG24 befindet sich vor Ort auf einem Boot von Greenpeace, das sich an der Rettungsmission beteiligt.
Der Wal wird währenddessen eng von einem Schiff der Küstenwache begleitet.
27. März, 7.47 Uhr: Wal befindet sich wieder vor der Niendorfer Küste
Wie Christin Otto von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gegenüber TAG24 erklärte, sei der Wal nun erneut vor Niendorf gesichtet worden. "Ich habe ihn selbst gesehen", so Otto.
Das Ziel sei nun, dem Tier mithilfe von zahlreichen Booten den richtigen Kurs zu zeigen. Otto sprach von einer "dynamischen Situation".
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Wal es tatsächlich zurück in den Atlantik schaffe, stufte allerdings auch die Expertin als "sehr gering" ein - auch, weil das Tier sich bereits in den vergangenen Wochen immer im Gebiet unweit der Küste aufgehalten habe. Trotzdem gebe es eine kleine Chance.
27. März, 7.36 Uhr: Experte macht sich Sorgen über Zustand des Wals
Sollte der Wal tatsächlich vor Scharbeutz gesichtet worden sein, sei das ein gutes Zeichen, erklärte Lehmann. Das Tier sei auf dem richtigen Weg.
Sorgen mache ihm allerdings die Gesundheit des Kolosses. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser den Weg zurück in den Atlantik finde, werde aufgrund seines Zustands gemindert.
27. März, 7.26 Uhr: Meeresbiologe bestätigt Befreiung des Wals
Wie Meeresbiologe Robert Marc Lehmann vor Ort bestätigte, hat sich der Wal in der Nacht freigeschwommen.
Man müsse nun schauen, ob er irgendwo gesichtet werde. Er selbst hoffe, dass das nicht passiere, das sei eigentlich das beste Szenario, so der YouTuber.
27. März, 7.20 Uhr: Wal nach Befreiung offenbar vor Scharbeutz gesichtet
Es gibt vor Ort Gerüchte, dass der Wal vor Scharbeutz gesichtet worden sein soll. Demnach sollen ihn zwei Anwohner entdeckt haben.
Bisher gibt es aber noch keine Bestätigung dafür.
27. März, 7.04 Uhr: Wasserstand über Nacht gestiegen
Offensichtlich ist der Wasserstand über Nacht ein gutes Stück gestiegen.
Unter anderem ist der Damm, den sich einer der Bagger am Donnerstag "gebaut" hatte, um zum Wal zu gelangen, nun überspült worden.
27. März, 6.39 Uhr: Drohne ist wieder zurück
Vor Ort heißt es, dass der Drohnenflug wohl schon abgeschlossen ist.
Um 7 Uhr soll es ein Update der Experten geben.
27. März, 6.29 Uhr: Küstenwache und Drohne suchen nach Wal
Aktuell fliegt eine Drohne die Küste am Niendorfer Strand entlang.
Außerdem sind zwei Schiffe der Küstenwache in der inneren Lübecker Bucht unterwegs, um nach dem Wal zu suchen.
27. März, 6.10 Uhr: Der Wal ist verschwunden
Am Freitagmorgen sollten die Rettungsversuche rund um den Buckelwal weitergehen, doch der Wal ist nirgends zu sehen!
Mithilfe einer Drohne wollen die Retter des ITAW nun nach dem Tier suchen, um zu schauen, ob es sich noch irgendwo in der Bucht aufhält.
TAG24 wird weiterhin live vor Ort berichten.
Titelfoto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach