Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Job: Endgültiges Aus für Solarhersteller in Sachsen

Freiberg - Jetzt steht es fest: Der Solarhersteller Meyer Burger hat das endgültige Aus für seinen Standort im sächsischen Freiberg besiegelt!

Der Solarhersteller Meyer Burger schließt sein Werk in Freiberg. Mehr als 400 Menschen verlieren ihre Jobs.
Der Solarhersteller Meyer Burger schließt sein Werk in Freiberg. Mehr als 400 Menschen verlieren ihre Jobs.  © Uwe Meinhold

Die rund 500 Mitarbeiter hätten am Dienstag ihre Kündigung erhalten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Mehr als 400 Menschen verlören damit ihren Arbeitsplatz.

Den anderen seien Verträge in anderen Gesellschaften des Schweizer Konzerns angeboten worden.

Vorausgegangen war die Absage von Finanzminister Christian Lindner (45, FDP) an den sogenannten Resilienzbonus, mit dem die unter Druck stehenden Hersteller in Europa geschützt werden sollten.

Simson-Kult mit dem Anzeigenhauptmeister als Special Guest
Zwickau Simson-Kult mit dem Anzeigenhauptmeister als Special Guest

Meyer Burger hatte die Zukunft des Standorts in Freiberg von dieser Unterstützung abhängig gemacht. Die Produktion stand nach Angaben der Sprecherin bereits seit Mitte März still.

In Freiberg wurden Solarmodule hergestellt. Doch das Unternehmen zieht sich nun aus der sächsischen Stadt zurück.
In Freiberg wurden Solarmodule hergestellt. Doch das Unternehmen zieht sich nun aus der sächsischen Stadt zurück.  © Sebastian Kahnert/dpa

Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen deutlichen Verlust verbucht und die starke Konkurrenz durch billige Solarmodule aus China als Grund angeführt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Freiberg: