LUA-Umzug teurer! MP Kretschmer rechnet mit über 40 Millionen Euro Mehrkosten

Bischofswerda - Der Neubau der sächsischen Landesuntersuchungsanstalt (LUA) wird größer und teurer - aber dafür auch der modernste bundesweit. Am Mittwoch besuchte Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) das künftige Baufeld. Am Rande des Besuchs wurde er von Kritikern der Corona-Maßnahmen angefeindet.

Volker Kylau (65) erläutert MP Michael Kretschmer (46, CDU) die LUA-Pläne.
Volker Kylau (65) erläutert MP Michael Kretschmer (46, CDU) die LUA-Pläne.  © Steffen Füssel

Das Gewerbegebiet Bischofswerda Nord II: eine Straße, die im Nichts endet, dahinter Feld. Mehr ist von der künftigen Landesuntersuchungs-Anstalt noch nicht zu sehen.

Mit dem ersten Spatenstich in zwei Jahren sollen auf 4,9 Hektar Fläche insgesamt 16.000 Quadratmeter Büro- und Laborfläche entstehen, vier Etagen, voraussichtlich zwei Baukörper, so Volker Kylau (65) vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Ursprünglich sei mit 3000 Quadratmetern weniger geplant worden. Und mit weniger Kosten.

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Laut MP Kretschmer rechne man aktuell mit etwas über 200 Millionen statt mit 160 Millionen Euro - wenn die Anlage 2027 fertig ist.

"In Bischofswerda wird das Thema Strukturwandel mit beiden Händen ergriffen wie sonst nirgends in der Lausitz", lobte Kretschmer das Projekt, das nicht zuletzt auf seine Initiative entstanden ist.

Oberbürgermeister Holm Große (53, parteilos) wertete es als "starkes Signal für den ländlichen Raum in Sachsen". Bis zum Einzug bleiben die 300 LUA-Mitarbeiter auf vier Standorte in Dresden verteilt.

Titelfoto: Steffen Füssel

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