Marienberg - Es ist der Sommer der Extreme! Noch vor drei Wochen sehnten sich die Sachsen bei bis zu 40 Grad nach Abkühlung. Nun heißt es: bibbern. Im Erzgebirge stürzten die Temperaturen über Nacht in den einstelligen Bereich ab. Im Marienberger Ortsteil Kühnhaide wurden sogar Minusgrade gemessen.
Kühle Temperaturen sind in Marienberg-Kühnhaide keine Seltenheit - auch im Sommer werden in der Bachsenke regelmäßig Werte unter zehn Grad gemessen. Doch Minusgrade im Juli sind selbst für Kühnhaide besonders.
In der Nacht auf Mittwoch wurden in der zwei Meter tiefen Bachsenke minus 0,2 Grad gemessen. Die "normale" Außentemperatur war in den Morgenstunden mit 1,1 Grad ebenfalls extrem frisch. Das geht aus Daten der Wetterstation vor Ort hervor.
Verrückt: Vor einem Jahr wurden in Marienberg-Kühnhaide ebenfalls Minusgrade gemessen. Auch damals rollte eine Hitzewelle über Sachsen, anschließend fielen die Temperaturen in den Keller. Der Juli bestand zum großen Teil aus Regen und Werten um die 18 Grad.
Übrigens: In Marienberg-Kühnhaide kann es auch richtig heiß werden. Die höchste je gemessene Temperatur liegt bei beachtlichen 33,6 Grad. Dieser Hitzerekord wurde um Juli 2007 gemessen.
Der kälteste Wert liegt hingegen bei unglaublichen minus 33,5 Grad - gemessen am 1. Februar 1998.
Nächste Hitzewelle rollt an: Bis zu 35 Grad in Sachsen erwartet
Dieser Sommer spielt verrückt: Während es aktuell eher frisch und regnerisch ist, rollt in einigen Tagen eine neue Hitzewelle auf Sachsen zu.
Bereits am Wochenende wird es mit 26 Grad wieder sommerlicher. Mitte der kommenden Woche sollen die Temperaturen laut aktuellen Prognosen wieder auf über 30 Grad klettern.
Für das darauffolgende Wochenende sind sogar Werte bis zu 35 Grad gemeldet.
Damit kommt die Hitzeglocke, die gerade über Südeuropa für astronomische Temperaturen sorgt, wohl auch nach Sachsen. In Italien wurden Werte jenseits der 35-Grad-Marke gemessen, Städte haben die Alarmstufe Rot ausgerufen.