Sturmtief "Elli" friert uns ein: Bahn setzt Fernverkehr im Norden aus

Deutschland - Eine turbulente Wetterlage macht Deutschland zu schaffen. Das Sturmtief "Elli" zieht über den Norden hinweg und hat auch Mitteldeutschland erreicht.

Große Teile Deutschlands stellen sich auf Schnee, Sturm, Frost und Glätte ein.
Große Teile Deutschlands stellen sich auf Schnee, Sturm, Frost und Glätte ein.  © Bildmontage/Screenshot/Deutscher Wetterdienst, Matthias Bein/dpa

Der Wintersturm "Elli" zieht mit viel Schnee über Niedersachsen und Bremen. Im Tagesverlauf wird sich das nicht groß ändern, am Freitagnachmittag allerdings wird der Schneefall leicht nachlassen.

Ein Experte vom Deutschen Wetterdienst sprach von einer "ordentlichen Schneedecke", was es nicht in jedem Winter gebe. Er betonte, es sei eine außergewöhnliche Wetterlage - aber keine Katastrophe.

Orkanartige Böen und Unwetter gibt es auch im Schwarzwald und auf dem Brocken. Im Osten Sachsens bleibt es am längsten ruhig: Dort wird der Schneefall erst gegen Mittag oder Nachmittag einsetzen, zudem in deutlich geringeren Mengen.

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Wetter Deutschland Die klirrende Kälte kommt! Wetterdienst warnt vor Frost-Nacht in Sachsen

TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.

9. Januar, 14.48 Uhr: Winterwetter legt Schulbetrieb in Teilen Thüringens lahm

Schnee und winterliche Straßenverhältnisse haben in Thüringen zu massiven Einschränkungen im Schulbetrieb geführt.

Mehr als 200 der rund 800 staatlichen Schulen im Freistaat blieben nach aktuellem Stand geschlossen oder stellten auf Distanzunterricht um, teilte das Bildungsministerium mit. Für Kinder bis zur sechsten Klasse sei landesweit eine Notbetreuung sichergestellt.

Besonders stark betroffen waren Nordthüringer Schulen in den Landkreisen Kyffhäuser, Nordhausen und Eichsfeld. Überdurchschnittlich viele Ausfälle gab es auch in den Landkreisen Wartburg sowie Schmalkalden-Meiningen. Genaue Zahlen liegen bislang nicht vor, da die Rückmeldungen der Schulen weiterhin bei den Schulämtern und im Ministerium eingehen.

9. Januar, 14.23 Uhr: Paketdienst meldet wegen Unwetters Probleme bei Zustellungen

Der Post- und Paketdienst Deutsche Post DHL meldet anlässlich des Unwetters Probleme bei Zustellungen in Hamburg und im Umland.

Schnee, Eis, enorme Kälte sowie teils nicht passierbare und gesperrte Straßen schränkten die Arbeit der Zusteller ein, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.

Mancherorts sei eine reguläre Zustellung nicht möglich. In solchen Fällen brächten die Zusteller die Sendungen zu Ausgabestellen. Die Sicherheit der Mitarbeiter habe oberste Priorität.

9. Januar, 13.55 Uhr: Hamburgs Schulen öffnen zu Wochenbeginn wieder

Hamburgs staatliche Schulen nehmen am Montag wieder den regulären Unterrichtsbetrieb auf.

"Nach unserer heutigen Einschätzung, in Abstimmung mit der Senatskanzlei, wird der Unterricht am Montag, 12.01.2026, grundsätzlich stattfinden können", heißt es in einem Schreiben von Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack an alle Schulleitungen.

Am Freitag waren alle Hamburger Schulen wegen des Sturmtiefs "Elli" mit viel Neuschnee und starkem Wind geschlossen. Für Kinder bis zur sechsten Klasse gab es eine Notbetreuung, die nach Angaben der Schulbehörde auch von Hunderten Schülerinnen und Schülern genutzt worden sei. Die Schulen waren gehalten, Online-Unterricht anzubieten.

Hamburgs staatliche Schulen nehmen am Montag wieder den regulären Unterrichtsbetrieb auf.
Hamburgs staatliche Schulen nehmen am Montag wieder den regulären Unterrichtsbetrieb auf.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

9. Januar, 13.46 Uhr: Teil der Kieler Kiellinie wegen Hochwasser gesperrt

Das Sturmtief "Elli" führt in Kiel zu einer vorübergehenden Sperrung der Kiellinie an der Förde.

Nach aktuellem Wetterbericht wird ein Wasserstand von mindestens 1,20 Metern über Normalnull prognostiziert, wie die Stadt mitteilte. In Kombination mit Minustemperaturen bestehe die Gefahr, dass übertretendes Wasser und Gischt gefrieren und sich gefährliche Glatteisflächen bilden.

Gesperrt wurde deshalb der nördliche Abschnitt der Kiellinie zwischen Lindenallee und Koesterallee. Die Fahrbahn ist dort für alle Verkehrsarten vollständig gesperrt.

9. Januar, 12.49 Uhr: Zahl der gestrichenen Flüge am Airport Hamburg steigt

Die Zahl der infolge des Sturmtiefs "Elli" gestrichenen Flüge am Airport Hamburg steigt. Inzwischen seien 25 Starts und 22 Landungen abgesagt worden, teilte der Flughafen auf seiner Internetseite mit. Am Morgen war noch von 18 Starts und 19 Landungen die Rede.

"Aufgrund der anhaltenden Extremwetterlage kommt es zu Beeinträchtigungen im Luftverkehr, nicht nur in Hamburg, sondern auch an wichtigen Luftfahrt-Drehkreuzen wie Amsterdam oder Paris. Es gibt Verzögerungen, die Airlines haben zurzeit einzelne Flüge gestrichen", sagte eine Flughafen-Sprecherin.

Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg räumen eine Bushaltestelle am Stephansplatz.
Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg räumen eine Bushaltestelle am Stephansplatz.  © Christian Charisius/dpa

9. Januar, 11 Uhr: Zwei Tote nach Frontalzusammenstoß bei Winterwetter

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Mehr dazu hier: Tödlicher Unfall: Zwei Menschen sterben bei Frontal-Crash

9. Januar, 10.50 Uhr: Sturmtief bremst Züge in Baden-Württemberg aus

Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.

Die Deutsche Bahn (DB) kündigte auf ihrer Internetseite an, dass voraussichtlich bis Samstag mit witterungsbedingten Einschränkungen zu rechnen sei.

Unter anderem sollen mehrere Züge im Regionalverkehr mit reduzierter Geschwindigkeit fahren. Betroffen ist den Angaben zufolge beispielsweise die Linie RE2 auf der Schwarzwaldbahn im Streckenabschnitt zwischen Hausach - St. Georgen - Villingen und Donaueschingen. Züge der Linie BR 74 sollen auf dem Streckenabschnitt zwischen Pforzheim und Hochdorf langsamer fahren.

Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.
Wegen des Sturmtiefs "Elli" müssen sich Bahnreisende auch in Baden-Württemberg auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

9. Januar, 10.42 Uhr: Immer mehr Flugausfälle in Hannover

Am Flughafen Hannover kommt es wegen des starken Schneefalls durch das Sturmtief "Elli" vermehrt zu Flugausfällen.

"Wir hatten heute Morgen drei gestrichene Abflüge. Für den Rest des Vormittags sind noch zwei weitere Abflüge gestrichen", sagte eine Sprecherin am Freitag um 9.30 Uhr. "Die abfliegenden Maschinen heute Morgen hatten alle leichten Verspätungen" von rund 30 bis 60 Minuten.

Der Flugverkehr laufe aber noch. "Der Winterdienst ist seit den frühen Morgenstunden kontinuierlich im Einsatz, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten."

9. Januar, 10 Uhr: Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein

Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.

Das teilte der Konzern in Berlin mit. Aufgrund der Witterungsbedingungen sei der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover "bis mindestens heute Mittag" unterbrochen worden. Damit sei eines der bundesweit wichtigsten Drehkreuze betroffen "und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich".

Auswirkungen gab es demnach auch auf Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie Berlin und Hamburg. Die Züge würden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten, erklärte die Bahn. "Dies ist notwendig, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen."

Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.
Wegen des Wintersturms "Elli" hat die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr in Norddeutschland am Freitag vorübergehend eingestellt.  © RALF HIRSCHBERGER / AFP

9. Januar, 9.08 Uhr: Websites von Verkehrsbetrieben mit Problemen

Sturmtief "Elli" sorgt für Verunsicherung bei Bus- und Bahnreisenden.

Zahlreiche Verbindungen fallen aus oder werden umgeleitet. Verkehrsbetriebe empfehlen, sich vor der Abfahrt über die eigene Verbindung zu informieren. Die Websites brechen jedoch unter den zahlreichen Anfragen von Reisenden teilweise zusammen.

Probleme gab es etwa bei der Fahrplanauskunft der Üstra, die für Busse und Stadtbahnen in und um Hannover verantwortlich ist. Auch bei der BSAG in Bremen oder auch dem Flughafen Hannover kam es zeitweise zu Problemen.

Titelfoto: RALF HIRSCHBERGER / AFP

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