Unwetter fegt über Bayern: Strommasten knicken auf A3 um, Bäume krachen in Häuser

Von Manuel Rank

München - Nach der Sommerhitze sorgt ein Wetterumschwung in Teilen Bayerns für zahlreiche witterungsbedingte Einsätze. Heftige Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen entwurzelten Bäume, Strommasten knickten um und Autos wurden beschädigt, wie die Polizeipräsidien mitteilten.

Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sind durch die stürmischen Böen mehrere Strommasten umgeknickt.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Drei Strommasten wurden durch das Unwetter auf der A3 bei Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz abgeknickt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Hochspannungsleitungen hingen dadurch tiefer als normal, hieß es. Laut einem Sprecher der Autobahnpolizei wird der Schaden bereits behoben. Autofahrer auf der A3 müssten nicht mit nennenswerten Verkehrsbehinderungen rechnen.

In Mittelfranken entwurzelten Unwetter Bäume, beschädigten Fahrzeuge und behinderten den Verkehr.

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Polizei und Feuerwehr rückten zu 63 Unwettereinsätzen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Ein Baum stürzte in Weihenzell (Landkreis Ansbach) auf das Dach einer Gaststätte. Verletzt wurde dabei niemand, der Schaden wurde auf 15.000 Euro geschätzt.

Auch Oberfranken war Polizeiangaben zufolge von den Gewittern betroffen: Bereits am Samstag fielen im Landkreis Bamberg bei Rattelsdorf mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4. Die Strecke wurde vorübergehend komplett gesperrt, während Einsatzkräfte die Fahrbahn räumten.

Auch in Bayreuth hinterließen die Unwetter deutliche Spuren. Ein etwa 15 Meter hoher Baum wurde am Samstagnachmittag im Osten der Stadt aus der Erde gerissen und fiel auf fünf geparkte Fahrzeuge. Der Schaden wurde auf rund 25.000 Euro geschätzt.

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Gerüstbalken fällt in die Tiefe und trifft Ehepaar

Quer durch Bayern wurden vielerorts – wie hier in Mittelfranken – Bäume beschädigt oder entwurzelt und fielen teilweise auf Häuser.  © NEWS5 / Eric Deyerler

In einem weiteren Fall beschädigte ein umgefallener Baum zwei Fahrzeuge.

Polizei und Feuerwehr rückten zudem wegen einer beschädigten Gartenhütte und eines vom Balkon gewehten Blumentopfs aus. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Niederbayern gab es einem Polizeisprecher zufolge mehr als 100 witterungsbedingte Einsätze von Samstagnachmittag bis -abend – schwerpunktmäßig zwischen Straubing und Passau.

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Demnach stürzten Äste ab, Verkehrsschilder fielen um und Straßen waren zeitweise überflutet.

Laut dem Sprecher wurde ein Ehepaar in Bogen im Landkreis Straubing-Bogen leicht infolge des Unwetters verletzt. Ein Balken fiel von einem Gerüst an einer Kirche herunter und traf die beiden an Kopf und Schulter, sie erlitten Platzwunden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern der Stufe 3 von 4. Nach Angaben des DWD ist am Sonntagnachmittag verbreitet mit umstürzenden Bäumen, Hochspannungsleitungen und Gerüsten zu rechnen.

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