Unwetter wütet in NRW: Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun

Von Marc Herwig

Mönchengladbach - Durch heftige Windböen sind in Teilen Nordrhein-Westfalens Bäume auf Straßen und Bahnstrecken gestürzt. In Mönchengladbach kollidierte eine Regionalbahn mit einem Baum, der auf den Gleisen lag.

In der Nacht hat es in Nordrhein-Westfalen ein schweres Unwetter gegeben, sodass die Feuerwehr alle Hände voll zu tun hatte. (Symbolbild)
In der Nacht hat es in Nordrhein-Westfalen ein schweres Unwetter gegeben, sodass die Feuerwehr alle Hände voll zu tun hatte. (Symbolbild)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die 30 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon, mussten aber von der Feuerwehr evakuiert werden. Polizei und Feuerwehr warnten Autofahrer davor, dass im Berufsverkehr noch größere Äste auf den Straßen liegen könnten.

Laut Deutschem Wetterdienst sind noch bis Montagabend in ganz Nordrhein-Westfalen Windböen bis Stärke 7 möglich. Im Bergland könne es Böen mit Windstärke 8 geben. Landesweit gilt die niedrigste Unwetter-Warnstufe.

Den folgenschwersten Unfall gab es am Niederrhein, wo in der Nacht ein Baum auf die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Köln stürzte.

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Als am frühen Morgen der mit 30 Fahrgästen besetzte RB27 fuhr, kam es in der Nähe des Bahnhofs Rheydt-Odenkirchen zur Kollision. Die Menschen im Zug seien unverletzt geblieben, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Allerdings konnte die Bahn nicht weiterfahren, so dass die Feuerwehr die Fahrgäste aus dem Zug holen musste.

Die Oberleitung wurde durch den Baum laut Bahn stark beschädigt. In einer ersten Einschätzung ging das Unternehmen davon aus, dass die Reparatur mehrere Tage dauern könnte.

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Am Dienstag soll sich der Sturm legen und es werden nur noch vereinzelte Regenschauer erwartet.
Am Dienstag soll sich der Sturm legen und es werden nur noch vereinzelte Regenschauer erwartet.  © Pia Bayer/dpa

Anderswo klappte die Reparatur der Strecke schneller. Zwischen Aachen und Herzogenrath, zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen sowie zwischen Solingen und Hilden waren ebenfalls Bäume auf die Gleise gestürzt. Dort wurden die Strecken aber nach und nach wieder für den Zugverkehr freigegeben.

Vor allem in einem Streifen von Aachen über das Rheinland bis ins Bergische Land hatten Polizei und Feuerwehr viel zu tun. In den Morgenstunden seien viele Notrufe eingegangen, berichtete etwa die Polizei im Kreis Mettmann. An mehreren Stellen waren Bäume auf Straßen gestürzt und behinderten den Berufsverkehr.

Auch in Wuppertal gab es viele Einsätze. "Bäume kippten um, Äste und Dachziegel fielen auf Straßen und Gehwege", berichtete die Polizei. Im Stadtteil Heckinghausen sei ein 80 Zentimeter dicker Baum auf drei Autos gestürzt und habe das Dach eines Wohnhauses beschädigt. Auch in anderen Stadtteilen seien Autos durch umherfliegende Äste und Dachziegel beschädigt worden.

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In Köln und Düsseldorf berichtete die Polizei ebenfalls von umgestürzten Bäumen und blockierten Straßen. 

In den kommenden Tagen soll sich das Wetter dann beruhigen. Für Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst zwar viele Wolken und vereinzelte Regenschauer. Der Wind wehe hingegen nur noch mäßig.

Erstmeldung um 8.16 Uhr ; Update um 10.25 Uhr

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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