Deutschland - Schon in der Nacht auf den 20. Januar sorgten Polarlichter in Teilen Deutschlands nicht nur für einen leuchtenden Himmel, sondern auch für strahlende Augen. Auch dieses Wochenende stehen die Chancen gut, das Aurora-Borealis-Spektakel erneut zu bewundern.
Wie Karsten Brandt (52) von Donnerwetter.de gegenüber der Bild berichtet, könnte in der Nacht auf Sonntag der Himmel wieder in den schönsten Farben schimmern.
Vor allem in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und im südlichen Brandenburg bestehe eine Wahrscheinlichkeit zwischen 40 und 50 Prozent, Polarlichter zu sehen.
Doch auch im Westen Deutschlands, das heißt in Rheinland-Pfalz, im Saarland und im südlichen Nordrhein-Westfalen, steigt die Chance, das herrliche Farbspiel zu beobachten.
"Die Vorhersagen gehen davon aus, dass zwischen Mitternacht und 3 Uhr etwas zu sehen sein könnte", verrät Brandt.
Bis zum späten Samstagabend würden noch dicke Wolken die Sicht versperren. In der Nacht und am frühen Sonntagmorgen könne es aber zu Auflockerungen kommen, die einen Blick auf das magische Lichtspektakel möglich machen.
Aktive Sonnenflecken: Grund für Polarlichter
Grund für das aktuell vermehrte Aufkommen von Polarlichtern ist die ungewöhnlich hohe Aktivität der Sonnenflecken. Durch einen Spezialfilter sind diese sogar mit dem Auge erkennbar.
"Wenn diese Flecken da sind, muss man ein bisschen Glück haben, dass der riesige losgehende Sonnensturm auf die Erde gerichtet ist. Dann sieht man Polarlichter", erklärt der Experte.
Ein negativer Nebeneffekt: Trifft die enorme Menge Strahlung auf die Erde, kann es zu Störungen unter anderem bei Satelliten kommen. "Das sind harte Teilchen und die können dort Schäden anrichten", führt der Meteorologe weiter aus.
Wer sich kurz vorher noch mal informieren will, ob eine Chance auf Polarlichter besteht, der kann sich laut Brandt zum Thema auf der NASA-Seite "Space Weather" einlesen.