40-Jähriger läuft mitten über A14! 25.000 Euro Unfallschaden nach irrem Spaziergang

Schkeuditz - Die A14 Richtung Magdeburg musste am Sonntagmittag gegen 12 Uhr kurzzeitig voll gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau. Autofahrer mussten Geduld mitbringen.

Der Kia wurde durch den Unfall stark beschädigt.  © Michael Strohmeyer

Die Polizei Sachsen bestätigte den Unfall zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Schkeuditz in ihren Verkehrswarnmeldungen.

Dort wurde in beiden Fahrtrichtungen vor Personen auf der Fahrbahn gewarnt.

Und tatsächlich: Wie die Polizei am Montag berichtete, war ein 40-jähriger Ukrainer über die Leitplanke geklettert und hatte dann die Autobahn überquert.

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Als ein 76-jähriger VW-Fahrer daraufhin eine Gefahrenbremsung einleiten musste, konnte die Kia-Fahrerin (37) hinter ihm nicht mehr rechtzeitig reagieren und krachte auf ihn.

Beide Fahrer sowie die 63-jährige VW-Beifahrerin mussten verletzt in Krankenhäuser gebracht und ihre stark beschädigten Wagen abgeschleppt werden.

Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehren aus Radefeld, Schkeuditz und des Flughafens Leipzig/Halle und des Rettungsdienstes waren vor Ort.

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Ein Rettungshubschrauber landete neben der Autobahn.  © Michael Strohmeyer

Fußgänger verursacht zwei Unfälle auf der Autobahn

Der Verkehr staute sich kilometerlang.  © Michael Strohmeyer

Doch damit nicht genug: Der Fußgänger setzte seinen Weg unbeirrt fort, kletterte über die Mittelleitplanke und lief dann über die andere Fahrbahn weiter.

"Eine 63-jährige BMW-Fahrerin leitete dort ebenfalls eine Gefahrenbremsung ein, konnte jedoch eine Kollision mit dem Fußgänger nicht mehr verhindern", so Polizeisprecher Tom Erik Richter.

Der Mann wurde bei dem Unfall verletzt, flüchtete aber weiter. Er konnte erst später am Flughafen-Bahnhof von der Polizei aufgegriffen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Atemalkoholwert betrug demnach 1,6 Promille.

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Bei den Unfällen entstand ein Gesamtschaden von circa 25.000 Euro. Gegen den Ukrainer wird jetzt wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Kurzzeitig war die A14 voll gesperrt, bereits kurze Zeit später rollte der Verkehr aber wieder über einen Fahrstreifen. Der ADAC berichtete trotzdem von einem Stau über mindestens drei Kilometer. Autofahrer mussten mit ungefähr einer Stunde Verzögerung rechnen.

Erstmeldung am 3. Mai, 13.24 Uhr ; Update am 4. Mai, 11.19 Uhr

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