Verfolgungsjagd auf der A2: Männer schmeißen Drogen-Tasche aus dem Fenster
Magdeburg - Waghalsige Verfolgung auf der A2: Mitte Januar nahm der Magdeburger Zoll einen Drogentransport hops. Die wilde Fahrt endete mit einem Unfall.
Bereits am 15. Januar fiel den Einsatzkräften des Zolls ein Volvo mit polnischem Kennzeichen auf der A2 auf, den sie kontrollieren wollten.
Doch der Wagen nahm sofort Reißaus. Die zwei männlichen Insassen lieferten sich mit den Beamten eine wilde Verfolgungsjagd "mit enormer Geschwindigkeit und unter Missachtung einer Vielzahl von Verkehrsregeln", teilte das Hauptzollamt Magdeburg mit.
Auch ignorierte der Fahrer rote Ampeln, nutzte Auf- und Abfahrten entgegen der vorgeschriebenen Richtung, überholte über Standstreifen und fuhr auf die Autobahn auf und wieder ab.
Auf der B 189 warfen die Insassen dann plötzlich während der Fahrt eine Stofftasche aus dem Auto. Darin befanden sich stattliche 1,1 Kilo Cannabis sowie 400 Gramm Ecstasy-Pillen.
Drogentransport baut Unfall in Brandenburg
Da der Volvo über die Landesgrenze nach Brandenburg flüchtete, wurde auch die dortige Polizei zu Hilfe gerufen. Auch sie konnten die Gauner aber nicht aufhalten.
Die Fluchtfahrt endete erst im Landkreis Teltow-Fläming: Der Fluchtwagen war wegen der hohen Geschwindigkeit gegen das Zugangstor eines Firmengeländes gekracht. Das Metalltor wurde dabei aus der Verankerung gerissen und der Volvo erlitt einen Totalschaden.
Die beiden Männer wurden noch vor Ort festgenommen und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Der Fahrer wurde durch den Unfall verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Darüber hinaus zogen die Beamten von Zoll und Polizei das Fluchtauto, die Drogen und mehrere Mobiltelefone ein.
Gegen die zwei Polen wurden Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Gesetzes zum Umgang mit Konsumcannabis sowie wegen der zahlreichen Verstöße im Straßenverkehr eingeleitet.
Titelfoto: Hauptzollamt Magdeburg

