Bleibt die Bonner Autobahnbrücke dauerhaft gesperrt? Entscheidung lässt auf sich warten
Von Arne Meyer, Jonas Reihl
Bonn - Die Autobahn GmbH rechnet innerhalb der nächsten beiden Wochen mit Ergebnissen, wie es mit der gesperrten A565-Rheinbrücke in Bonn weitergeht.
"Wir erhoffen uns, in den nächsten zwei Wochen ein umfassendes Schadens- und Lagebild zu haben, um daraus ableiten zu können, was mit dem Bauwerk passiert", sagte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die vielbefahrene Autobahnbrücke über den Rhein war am Mittwoch wegen neu entdeckter Schäden bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt worden. Unter anderem seien Risse im Beton und Korrosionsschäden im Betonstahl festgestellt worden, sagte Brandenburger.
Die Bonner Brücke im Verlauf der Autobahn 565 zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Region.
Laut Autobahn GmbH werden technische Möglichkeiten geprüft, mit denen die marode Brücke aus den 1960er Jahren wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.
"Am Ende geht es darum, ob die Brücke gehalten werden kann oder das Bauwerk gesperrt bleiben muss", sagte Brandenburger. Eine abschließende Bewertung könne es erst nach Abschluss der Untersuchungen geben.
Wirtschaftlicher Schaden durch Brückensperrung ist immens
Die Handelskammer zu Köln (HWK) hatte zuvor Alarm geschlagen. HWK-Präsident Thomas Radermacher bezeichnete die Rheinbrücken etwa als "Rückgrat unserer Region", ohne die der Verkehr stillstehe und der wirtschaftliche Schaden immens sei.
Sollte die Sperrung dauerhaft bestehen bleiben müssen, forderte er zudem "den Neubau der Rheinquerung mit höchster Priorität voranzutreiben." Ein solcher Neubau ist schon in Planung, Baubeginn soll allerdings frühestens zu Beginn der 2030er-Jahre sein.
Titelfoto: Marius Fuhrmann
