Neue Gewalt-Statistik: Drei NRW-Bahnhöfe unter den Spitzenreitern
Köln - Neue Zahlen der Bundespolizei zeigen, wo es 2025 an Deutschlands Bahnhöfen besonders häufig zu Gewaltdelikten kam. Nordrhein-Westfalen ist gleich mehrfach vertreten.
Die Diskussion um Sicherheit bei der Deutschen Bahn läuft ohnehin auf Hochtouren. Erst Anfang Februar kam es zu einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz.
Passend dazu veröffentlichte nun auch die Bundespolizei neue Daten zu den gefährlichsten Bahnhöfen im Land. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" berichtet.
Demnach fallen unter die Top-10-Hotspots für Kriminalität auch der Hauptbahnhof in Dortmund (Platz 2), Köln (Platz 4) sowie Düsseldorf (Platz 10).
Wie auch im Vorjahr wurden in Dortmund unverändert 735 Gewaltdelikte gezählt, anders als in Köln: Hier sank die Zahl von 703 auf 648.
In Düsseldorf hingegen stieg das Gewaltpotenzial von 422 erfassten Straftaten auf 499 an.
Auswertung offenbart: Angriffe auf Polizei steigen erneut
Überraschender Spitzenreiter ist 2025 der Hauptbahnhof in Leipzig. Mit 859 registrierten Übergriffen wurden hier mit Abstand die meisten Fälle von Gewalt registriert.
Besonders alarmierend: Die Hemmschwelle gegenüber Einsatzkräften scheint weiter zu sinken. Im vergangenen Jahr wurden im Bahnbereich insgesamt 5660 Gewalttaten gegen Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei registriert. Damit wurde der ohnehin hohe Wert aus dem Vorjahr (5500 Fälle) erneut überschritten.
Auch die übrigen Zahlen haben es in sich: Mehr als 980 Messerangriffe sowie rund 2200 Sexualstraftaten wurden 2025 in Zügen und an Bahnhöfen aktenkundig.
Auffällig ist zudem die Statistik zur Herkunft der Tatverdächtigen. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung wurden laut Bundespolizei nicht-deutsche Verdächtige bei Gewalttaten etwa fünfmal so häufig erfasst wie deutsche Staatsangehörige, bei Messerattacken sechsmal und bei Sexualdelikten sogar achtmal so häufig.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

