Nach Millionen-Coup: Sparkasse öffnet Anlaufstelle für Kunden

Von Rolf Schraa

Gelsenkirchen - Gut vier Wochen nach dem Millionen-Coup in einer Gelsenkirchener Sparkasse öffnet die Bank heute eine Servicestelle für betroffene Schließfachkunden.

Nach dem Gelsenkirchener Einbruch kritisieren Geschädigte die fehlende Kommunikation der Bank. Nun öffnet die Sparkasse eine Servicestelle für Schließfachkunden.
Nach dem Gelsenkirchener Einbruch kritisieren Geschädigte die fehlende Kommunikation der Bank. Nun öffnet die Sparkasse eine Servicestelle für Schließfachkunden.  © Christoph Reichwein/dpa

Diese sollten "transparent informiert" und beim weiteren Ablauf unterstützt werden, versprach Sparkassenchef Michael Klotz vorab laut Mitteilung.

Zuvor hatten sich Kunden öffentlich über mangelnde Kommunikation der Sparkasse nach dem Einbruch beschwert. Die Bank habe wochenlang die Kunden nicht von sich aus informiert, sondern auf eine Hotline verwiesen, über die sich Kunden melden sollten.

Die Leitung sei aber vielfach besetzt gewesen, wurde kritisiert. Ein Geschädigter sprach von "Null-Kommunikation".

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Die Bank ersetzt nachgewiesene Schließfachverluste bis zu einem Wert von 10.300 Euro. Die gestohlenen Schließfachinhalte sollen dazu in einer Inventarliste möglichst detailliert angegeben werden. Unter anderem dabei soll die Servicestelle helfen.

Bereits drei Musterklagen erhoben

Der Geschädigten-Anwalt Daniel Kuhlmann (vorne im Bild) hat bereits drei Musterklagen gegen die Sparkasse erhoben.
Der Geschädigten-Anwalt Daniel Kuhlmann (vorne im Bild) hat bereits drei Musterklagen gegen die Sparkasse erhoben.  © Christoph Reichwein/dpa

Zahlreiche Sparkassenkunden hatten über Anwälte und bei der Polizei angegeben, wesentlich höhere Summen als 10.300 Euro im Schließfach gelagert zu haben.

Der Geschädigten-Anwalt Daniel Kuhlmann hat bereits drei Musterklagen gegen die Sparkasse erhoben. Er wirft ihr vor, Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt zu haben und fordert deshalb volle Haftung.

Die Bank hat die Kritik mehrfach zurückgewiesen. "Unsere Sicherheitsvorkehrungen sind auf dem anerkannten Stand der Technik und sind aktuell", erklärte eine Sprecherin.

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Bei dem spektakulären Einbruch Ende Dezember waren rund 3.100 Kundenschließfächer ausgeräumt worden. Von den Tätern gibt es trotz intensiver Fahndung aktuell noch keine heiße Spur.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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