Vermummte quälen 14-Jährigen: Gewalt-Video macht Runde an Schule
Königswinter – Ein brutales Handyvideo sorgt am Schulzentrum Oberpleis in Königswinter für Entsetzen. Dabei soll zu sehen sein, wie ein 14-Jähriger von Gleichaltrigen gedemütigt und geschlagen wird.
Wie der WDR berichtet, soll die Tat bereits am 23. Januar passiert sein. Demnach wurde der Junge unter einem Vorwand zu einem Bolzplatz in Königswinter-Thomasberg gelockt.
Dort zwangen ihn offenbar mehrere Vermummte auf die Knie, ließen ihn wie einen Hund bellen und schlugen auf ihn ein.
Das Video verbreite sich seitdem unter Schülerinnen und Schülern. Viele hätten es gesehen oder zumindest davon gehört.
Offiziell äußern sich Schule und Polizei kaum. Die Polizei Bonn bestätigt lediglich, dass ihr der Fall bekannt ist. Details nennt sie wegen laufender Ermittlungen nicht.
Stadt spricht von "Einzelfall": Jugendcoach widerspricht
Die Stadt Königswinter spricht von einem "Einzelfall" und verweist auf den Opferschutz. Ein öffentliches Statement habe es deshalb nicht gegeben.
Kritik kommt vom Jugendcoach Simon Batta aus Königswinter. Vier Wochen nach der Tat habe es aus seiner Sicht zu wenig Aufarbeitung gegeben. Zudem kursierten im Netz falsche Behauptungen, das Opfer sei selbst gewalttätig. Das sei nach seinen Angaben nicht zutreffend.
Inzwischen hätten sich vier weitere Jugendliche bei ihm gemeldet, die ebenfalls Angst vor Übergriffen haben.
Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa
