Spargelwasser bloß nicht wegschütten

Beim Kochen des Spargels entsteht ein wertvoller Sud, der viel zu oft im Abfluss landet. Diese fünf Tipps verraten, wie Spargelwasser am besten weitergenutzt wird.

Weitere hilfreiche Tipps und Infos findest Du unter Küchenwissen.

Spargelwasser ist ein wahrer Allrounder und gehört nicht in den Abfluss.
Spargelwasser ist ein wahrer Allrounder und gehört nicht in den Abfluss.  © 123RF/bernjuer

Spargelwasser ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien und hat es nicht verdient, einfach in den Abfluss gegossen zu werden. Von April bis Juni hat der unterirdisch wachsende weiße Spargel Hochsaison.

Höchste Zeit, zu erfahren, wie Spargelwasser in der Küche, im Bad und beim Gärtnern kleine Wunder vollbringen kann.

Anstatt die belebenden Inhaltsstoffe des Suds zu verschwenden, können sie als Getränk, für die Gesichtspflege, als Basis für eine Spargelcremesuppe und ein Spargelrisotto sowie als Blumenwasser viel effektiver Verwendung finden.

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Nicht ohne Grund zählen die weißen und grünen Stangen zu dem beliebtesten Gemüse der Saison. Alle neugierigen Spargel-Fans erfahren hier, was der Sud noch zu bieten hat.

1. Spargelwasser trinken

Spargelwasser entwässert den Körper und hat eine antibakterielle Wirkung. Warum also nicht einfach trinken? Die beim Kochen ins Wasser übergegangenen Vitamine und Mineralstoffe entfalten ihren positiven Effekt auch beim Trinken. Neben den Vitaminen A, C, E und K sowie wertvollen B-Vitaminen enthält Spargelwasser auch Mineralien wie Kalium und Magnesium.

Menschen, die unter Gicht oder Nierenproblemen leiden, sollten beim Verzehr von Spargel bzw. dem Trinken des Spargelwassers lieber Vorsicht walten lassen.

2. Basis für eine Suppe

Die lecker zarten Spargelstangen sind verspeist, doch nach dem Spargel ist vor dem Spargel. Nutze das übrig gebliebene Kochwasser einfach als Basis für eine Spargelcremesuppe. Mit einer Handvoll Zutaten wie Sahne, Butter, Mehl, Zucker und Zitrone ist das nächste Gericht auf dem Speiseplan schon fertig kredenzt. Auch als Grundlage für einen Gemüseeintopf bietet sich Spargelwasser an.

So entsteht schon aus einem Bund Spargel mehr als nur ein feines Essen.

3. Basis für Spargelrisotto

Jedes Risotto braucht ausreichend Flüssigkeit, um dem Reis zur richtigen Konsistenz zu verhelfen. Koche das Gericht mit diesem einfachen Spargelrisotto Rezept und ersetze einen Teil der Gemüsebrühe einfach durch das Spargelwasser. Das gibt dem Ganzen nochmal einen extra intensiven Spargelgeschmack.

Gleiches gilt natürlich auch für das Kochen eines leckeren Pasta-Gerichts mit Spargel.

Spargelrisotto wird durch die Zugabe von Spargelwasser besonders aromatisch im Geschmack.
Spargelrisotto wird durch die Zugabe von Spargelwasser besonders aromatisch im Geschmack.  © unsplash/Stefan Schauberger

4. Pflege für die Haut

Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E: Die Inhaltsstoffe des Spargelwassers machen es zu einem belebenden Gesichtswasser. Einfach ein wenig Wasser aufs Wattepad geben und sanft über's Gesicht streichen.

Wer ganz mutig ist, kippt sich das abgekühlte Wasser einfach ins Badewasser. Doch ob die farbliche Gestaltung und der Geruch beim Entspannungsbad überzeugt, bleibt wohl dem individuellen Geschmack überlassen.

5. Blumenwasser

Wenn nach dem Kochen und der Beauty-Pflege immer noch Spargelwasser übrig ist, freuen sich die Blumen sehr. Dafür das Wasser einfach abkühlen lassen und den Pflanzen als Dünger verabreichen. Garten- und Balkonblumen sollen es mit reichem Wachstum danken.

Fazit

Sollte immer noch Wasser übrig bleiben, lässt es sich auch gut portionsweise einfrieren. Ob in Küche, Bad oder Garten: Spargelwasser findet vielseitig Verwendung und ist für den Abfluss wirklich zu schade.

Titelfoto: 123RF/bernjuer

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