Hundehaare gegen Marder - ein wirksames Hausmittel?

Dresden - Ein Marder im Auto oder auf dem Dachboden kann großen Schaden verursachen, weswegen er schnell vertrieben werden sollte. Hundehaare sollen ein wirkungsvolles Hausmittel zur Marderabwehr sein. TAG24 geht dem Mythos auf die Spur.

Hundehaare gegen Marder? TAG24 erklärt, ob das Hausmittel als Marderabwehr funktioniert.
Hundehaare gegen Marder? TAG24 erklärt, ob das Hausmittel als Marderabwehr funktioniert.  © 123rf/Marcel Schauer

Steinmarder sind unter den Marderarten diejenigen, die in der Stadt am häufigsten auftreten und den größten Schaden verursachen. Die Tiere kriechen gern in Autos und zerbeißen dort oft die Kabel. Man kann sie jedoch auch auf Dachböden und in Scheuen finden.

Hat man einen Marder, dann entsteht nicht nur Schaden durch Bisse, sondern die Tiere schleppen tote Beutetiere an ihren Schlafplatz, ziehen Ungeziefer an, riechen unangenehm, sind nachtaktiv und stören somit den Schlaf.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Marder fernzuhalten oder zu vertreiben. Von chemischen Mitteln bis hin zu natürlichen Hausmitteln ist für jeden das Passende dabei.

Recht weit verbreitet ist die Annahme, dass Hundehaare als natürliches Hausmittel gegen Marder wirken.

Prinzipiell ist es nicht falsch, Hundehaar bei der Marderabwehr einzusetzen, aber es funktioniert nicht immer, und der Effekt ist oft enttäuschend kurz.

Helfen Hundehaare gegen Marder?

Grundsätzlich zählen Hunde zu den Feinden des Marders. Marder fühlen sich von allen Hunden, egal zu welcher Rasse diese gehören, bedroht. Sie meiden das Revier von Hunden und flüchten, wenn sie einen riechen, hören oder sehen.

Da Hundehaare den Geruch von Hunden in sich tragen, haben sie den gleichen vertreibenden Effekt und die Marder flüchten.

Das funktioniert jedoch nicht immer, denn nicht alle Marder reagieren auf den Geruchsreiz. Außerdem kann es passieren, dass der Marder erkennt, dass es sich lediglich um Hundegeruch und nicht um den Hund selbst handelt. Er gewöhnt sich an den Geruch und klettert trotzdem in das Auto oder auf den Dachboden.

Neben Hundehaaren in Nylonstrümpfen ist Hundeurin ein gängiges Mittel, welches ebenfalls nach Hund riecht. Hat man keinen Hund zu Hause und kommt nicht so leicht an die Haare oder den Urin, kann man versuchen, den Marder mit anderen Stoffen wie z. B. Essig, Menthol und Pfeffer zu vertreiben. Man sollte jedoch bedenken, dass Geruch recht schnell verfliegt und immer wieder erneuert werden muss. Möglicherweise muss man verschiedene Duftstoffe ausprobieren, um feststellen zu können, worauf der Marder reagiert.

Verwendet man Haare als Marderabwehr im Auto, sind diese vor Beginn der Fahrt zu entfernen, da sie sich durch die Hitze innerhalb der Motorhaube schnell entzünden könnten.

Eine andere Möglichkeit wäre es, den Hund an der betroffenen Stelle wie Garage oder Dachboden etwas herumlaufen zu lassen. Das Tier kann so seinen Geruch verteilen, und der Marder bekommt durch die Intensität den Eindruck, dass es sich eventuell um den Schlafplatz des Hundes handelt. Im Idealfall vertreibt das den Marder ganz. Hundehalter sollten jedoch ihren Vierbeiner stets im Blick haben, falls dieser den Marder jagen möchte.

Wie man den Hund generell am Jagen hindert und weitere Tipps zur Hundeerziehung finden Interessierte im Hunde-Ratgeber.

Hunde sind für Marder eine Bedrohung und schon ihr Geruch kann sie vertreiben.
Hunde sind für Marder eine Bedrohung und schon ihr Geruch kann sie vertreiben.  © unsplash/Hari Nandakumar

Hundehaare als Marderabwehr zu verteilen, kann die Tiere vertreiben. Jedoch ist der Effekt nicht von Dauer, da die Haare den Hundegeruch mit der Zeit verlieren oder der Marder sich an den Geruch gewöhnt.

Titelfoto: 123rf/Marcel Schauer

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