Kann man alte Blumenerde noch verwenden?

Ratgeber - Die Blumenerde jede Pflanzensaison auszutauschen, kann auf die Dauer ein teures und durch das Schleppen anstrengendes Vergnügen werden. Ist es nicht auch bedauerlich, die alte Pflanzenerde im Biomüll zu entsorgen? Der TAG24-Ratgeber schafft Abhilfe.

Alte Blumenerde vom Vorjahr kann man noch verwenden, wenn man sie frisch aufbereitet.
Alte Blumenerde vom Vorjahr kann man noch verwenden, wenn man sie frisch aufbereitet.  © Unsplash/Markus Spiske

Blumenerde für Topf oder Kübel unterliegt anderen Ansprüchen als Gartenerde. Sie sollte Nährstoffe und Wasser gut aufnehmen, speichern und lediglich bei Bedarf abgeben. Außerdem sollte sie immer schön locker und luftig sein.

Um diese Eigenschaften zu sichern, sollte alte Erde einmal im Jahr gewechselt werden. Aber was macht man mit der alten? Kann man diese Blumenerde wieder verwenden?

Wurde die Blumenerde im noch verschlossenen Beutel trocken und kühl gelagert, dann kann diese auch nach einem Jahr eingesetzt werden. Reste aus bereits offenen Säcken eignen sich aufbereitet für unempfindliche Pflanzen oder zum Mulchen im Garten.

Bereits benutzte Blumenerde kann leicht aufbereitet und wiederverwendet werden, außer sie ist mit Schädlingen oder Pilzen befallen.

Alte Blumenerde muss nicht immer gleich entsorgt werden. TAG24 erklärt, worauf es beim Aufbereiten und der Wiederverwendung ankommt. Nützliche Recycling-Tipps im Ratgeber.

Weitere interessante Beiträge zu Haus & Garten:

Alte Blumenerde auffrischen: Gib ihr Luft und Nährstoffe

Die Aufbereitung findet in zwei Phasen statt, um eine qualitativ hochwertig Topferde zu erhalten.

1. Die alte Erde lockern

Zuerst die alte Erde in einen großen Behälter füllen. Das Gefäß sollte groß genug zum Mischen sein.

Im nächsten Schritt die großen verklumpten Stücke zerkleinern sowie Wurzeln entfernen.

Die Erde so lange mit den Händen mischen, bis sie fein, krümelig, fluffig, locker und gut gelüftet ist.

2. Erde auffrischen und mit Nährstoffen anreichern

Die vorbereitete Erde wird nun mit zusätzlichen Düngern und Substraten vermischt, um den Nährstoffgehalt zu erhöhen und die Eigenschaft des Wasserspeicherns zu verbessern.

Mögliche Ergänzungen wären:

  • Hornspäne, Hornmehl
  • Schafwolle- oder Pferdemistpellets
  • Rinden- oder Wurmhumus
  • Wolldünger
  • Perlite oder andere frische Bodenhilfsstoffe.

Die angereicherte Erde nun mit reifem Kompost und neuer Erde mischen. Hier sollten je nach gewünschter Bepflanzung eventuell weitere Dünger ergänzt werden.

Alte Blumenerde muss vor der Wiederverwendung gelüftet und mit Nährstoffen angereichert werden.
Alte Blumenerde muss vor der Wiederverwendung gelüftet und mit Nährstoffen angereichert werden.  © Unsplash/Markus Spiske

Alte Blumenerde wieder verwenden: Was ist noch zu beachten?

Je hochwertiger die neue Erde war, desto besser lässt sie sich aufbereiten, da die guten Eigenschaften teilweise noch erhalten geblieben sind.

Das Beimischen von Kompost und neuer Erde oder auch frischer Gartenerde ist bei der Aufbereitung besonders wichtig, da biologische Dünger erst damit wirken können und die Erde mit Mikroorganismen belebt wird.

Verwendet man Hornmehl, muss man die Erde noch mit Phosphor und Kali ergänzen, um den notwendigen Nährstoffgehalt zu erreichen. Hierfür eignet sich reifer Kompost.

Für Töpfe zu Hause ist Hornmehl mit Kompost sowie Schafwolle- oder Pferdemistpellests als Langzeitdünger gut geeignet.

Je weniger Platz im Blumentopf zur Verfügung steht, desto nährstoffreicher sollte die Erde sein. Hierbei sollte auch beachtet werden, was es für eine Pflanze ist. Je öfter die Erde wieder verwendet wird, desto anspruchslosere Pflanzen sind zu wählen. Es wird in Schwachzehrer, z. B. Sonnenblume, Mittelzehrer, z. B. Erdbeere, und Vielzehrer, z. B. Tomate, unterschieden, die unterschiedlich viele Nährstoffe brauchen. Idealerweise beginnt man mit Vielzehrern, dann Mittelzehrer und schließlich Schwachzehrer. Das gilt für Zimmerpflanzen genauso wie für Gemüsepflanzen

Durch die Aufbereitung kann alte Blumenerde über mehrere Jahre verwendet werden. Mit fruchtbarem Nährboden bereiten die Pflanzen im Blumentopf und Balkonkasten jedes Jahr auf neue viel Freude.

Titelfoto: Unsplash/Markus Spiske

Mehr zum Thema Haus & Garten Ratgeber:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0