S-Bahn erfasst jungen Mann: Rettung mit Drehleiter der Feuerwehr

Mainz - Der S-Bahn-Fahrer leitete noch eine Notbremsung ein, doch es war zu spät: Der Zug erfasste einen jungen Mann. Der tragische Unfall in Mainz rief am späten Freitagabend neben Rettungsdienst und Polizei auch die Feuerwehr auf den Plan, denn das Unglück hatte sich auch auf einer Brücke ereignet.

S-Bahn-Unfall in Mainz: Für die Bergung eines schwer verletzten Manns musste ein Leiterwagen der Feuerwehr anrücken.
S-Bahn-Unfall in Mainz: Für die Bergung eines schwer verletzten Manns musste ein Leiterwagen der Feuerwehr anrücken.  © 5VISION.NEWS

Gegen 23 Uhr kontaktierten Polizei und Rettungsdienst die Feuerwehr Mainz und meldeten einen schwer verletzten Mann im Gleisbett auf der Bahnbrücke über der Rheinallee kurz vor der Haltestelle "Römisches Theater".

Ein Leiterwagen der Feuerwehr war notwendig, um den Schwerverletzten zu bergen, "da die Gleise im Unfallbereich deutlich höher als das Straßenniveau liegen", wie ein Sprecher erklärte.

In enger Absprache mit Notarzt und Rettungswagen-Besatzung gelang die Bergung des jungen Mannes, der im Anschluss auf dem schnellsten Weg in ein nahe liegendes Krankenhaus gebracht wurde.

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Im Anschluss leiteten die Feuerwehrleute eine umfangreiche Suche ein, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eventuell eine zweite Person an dem Unfall beteiligt war. Hierbei kam auch eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Es blieb jedoch bei einem Schwerverletzten.

Das Unglück ereignete sich auf der Bahnbrücke über der Rheinallee kurz vor der Haltestelle "Römisches Theater".
Das Unglück ereignete sich auf der Bahnbrücke über der Rheinallee kurz vor der Haltestelle "Römisches Theater".  © Maximilian Weber

S-Bahn-Unfall in Mainz: Feuerwehr spricht Mahnung aus

"Während der Arbeiten musste der Zugverkehr komplett eingestellt werden", hieß es weiter. Wie es zu dem S-Bahn-Unfall in Mainz kam, ist noch völlig unklar. Die Ermittlungen der Polizei hierzu dauern an.

Der Feuerwehrsprecher wies noch darauf hin, "dass der Aufenthalt im Gleisbereich sowie das Überqueren von Gleisen außerhalb vorgesehener Übergänge lebensgefährlich ist".

Der Bremsweg eines Zuges sei etwa zehnmal länger als der eines Lastwagens.

Titelfoto: 5VISION.NEWS

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