Harzer Automobilzulieferer kurz vor dem Aus: Schulze sucht Gespräch mit VW-Vorstand

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Von Christopher Kissmann

Magdeburg/Harzgerode - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) sucht im Kampf um eine Zukunft für den insolventen Automobilzulieferer Bohai den Kontakt mit dem VW-Vorstand.

Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) möchte mit dem VW-Vorstand die derzeitige Lage des Unternehmens besprechen.
Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) möchte mit dem VW-Vorstand die derzeitige Lage des Unternehmens besprechen.  © Bildmontage: Swen Pförtner/dpa, Britta Pedersen/dpa

Er habe dazu bereits mit der Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller (58), gesprochen, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. "Ich möchte jetzt einen Termin beim Vorstand von Volkswagen haben, um gemeinsam noch mal die Situation in Harzgerode zu besprechen."

Bohai Trimet stellt Aluminium-Gussteile für die Automobilindustrie her, dort arbeiten knapp 700 Beschäftigte. Von dem Aus des Unternehmens könnten laut dem Insolvenzverwalter aber auch weitere Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region betroffen sein, die wirtschaftlich mit Bohai verbunden sind.

Ende vergangener Woche habe ein Hauptauftraggeber angekündigt, dass wesentliche, bislang in Harzgerode und dem thüringischen Sömmerda gefertigte Teile ab Herbst abgezogen würden, hieß es.

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Schulze hatte zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass es in der Wirtschaftspolitik derzeit nicht nur darum geht, neue Unternehmen ins Land zu holen, sondern auch bestehende Arbeitsplätze zu erhalten.

Mit Blick auf die nahende Landtagswahl im September und das Duell mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) hob Schulze die Vorteile seines Netzwerks hervor. "Solche Kontakte habe ich. Das ist der Unterschied zu meinem härtesten Wettbewerber, der völlig blank ist in solchen Situationen und keinerlei Möglichkeiten hätte, außer vielleicht auf irgendjemanden zu schimpfen", so Schulze.

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa, Britta Pedersen/dpa

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