Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab

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Magdeburg - Ganz Deutschland blickt heute nach Sachsen-Anhalt: Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, es könnte ein Machtwechsel bevorstehen.

In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.
In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.  © Friso Gentsch/dpa

Kurz vor der Landtagswahl zeichnet sich ein deutliches Bild ab: Die AfD liegt in der aktuellen Umfrage von Infratest dimap mit 41 Prozent weit vor der CDU. Für die Parteien dahinter wird es teilweise eng.

Die CDU kommt auf 22 Prozent, die Linke erreicht elfeinhalb Prozent. Dahinter folgen SPD und Grüne mit achteinhalb beziehungsweise sechs Prozent. BSW und FDP müssten dagegen um den Einzug in den Landtag bangen. Das BSW liegt bei vier, die FDP bei drei Prozent.

Damit dürfte auch die Frage nach der künftigen Regierungsbildung spannend werden. Das derzeitige Bündnis aus CDU, SPD und FDP hätte in dieser Konstellation keine Mehrheit.

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Landtagswahl Sachsen-Anhalt Post sortiert Briefwahlscheine für AfD aus? Video ist eine Fälschung

Alle Entwicklungen rund um die Wahl in Sachsen-Anhalt lest Ihr im TAG24-Liveticker.

6. September, 11.17 Uhr: Ministerpräsident Sven Schulze gibt Stimme ab

Der noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Kati Schulze ist er in ein Magdeburger Wahllokal gekommen. Vor seiner Wahl erklärte der 47-Jährige, dass er auf eine hohe Wahlbeteiligung hoffe. "Dann warten wir mal ab", sagte er.

Für die CDU entscheidet sich am Sonntag einiges: Ob die Union in Sachsen-Anhalt weiter regieren wird und ob Schulze Ministerpräsident bleibt, ist noch offen.

Ministerpräsident Sven Schulze (47) und seine Ehefrau Kati Schulze haben in Magdeburg ihre Stimmen abgegeben.
Ministerpräsident Sven Schulze (47) und seine Ehefrau Kati Schulze haben in Magdeburg ihre Stimmen abgegeben.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

6. September, 10.53 Uhr: Ulrich Siegmund hat gewählt

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit Ehefrau Julia Siegmund kam der 35-Jährige auf einer blauen Schwalbe am Wahllokal in Tangermünde vorgefahren.

Julia und Ulrich Siegmund (35, AfD) haben gewählt.
Julia und Ulrich Siegmund (35, AfD) haben gewählt.  © Michael Kappeler/dpa

6. September, 10.50 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Willingmann hat gewählt

Der SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann (63) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit Ehefrau Jana Willingmann warf der noch stellvertretende Ministerpräsident in einem Wahllokal in Wernigerode im Harz seinen Stimmzettel ein.

Nach jüngsten Umfragen dürfte die SPD rund acht Prozent der Stimmen einfahren.

Jana und Armin Willingmann (63, SPD) gaben in Wernigerode ihre Stimmen ab.
Jana und Armin Willingmann (63, SPD) gaben in Wernigerode ihre Stimmen ab.  © Julian Stratenschulte/dpa

6. September, 10.43 Uhr: Ulrich Siegmund kommt auf Schwalbe zur Wahl

Gegen 10.30 Uhr fuhr AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) gemeinsam mit seiner Ehefrau Julia Siegmund auf einer blauen Simson Schwalbe am Tangermünder Wahllokal vor.

Dort wurde der Rechtsaußen-Politiker von zahlreichen Fans mit Jubelrufen begrüßt. "Heute holen wir uns unser Land zurück", rief der 35-Jährige in die Menge.

Die Siegmunds geben ihre Stimme in Tangermünde ab, wo die Familie lebt und der 35-Jährige Direktkandidat für den Wahlkreis 5 (Tangermünde, Tangerhütte, Genthin) ist.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) und seine Frau Julia finden sich zu Wahlen in Tangermünde ein.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) und seine Frau Julia finden sich zu Wahlen in Tangermünde ein.  © Michael Kappeler/dpa

6. September, 10.31 Uhr: Notarzteinsatz vor Tangermünder Wahllokal

Gegen 9.30 Uhr musste der Notarzt zu einem Wahllokal in Tangermünde ausrücken.

Dort war ein Mann zusammengebrochen und musste reanimiert werden, teilte die Polizei mit. Ob er überlebt hat, ist bislang unbekannt. Während des Einsatzes wurde ein Sichtschutz aufgebaut.

Vor dem Wahllokal in der Förderschule Tangermünde gab es einen großen Medienandrang. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) wird dort zur Stimmabgabe erwartet.

6. September, 8.27 Uhr: Demo gegen die AfD in Halle

Nicht nur in Magdeburg wurde am Samstag demonstriert. Auch in Halle versammelten sich rund 2500 Menschen unter dem Motto "Antifa bleiben!".

Laut Polizei verlief alles störungsfrei. Alle Hintergründe lest Ihr im TAG24-Artikel "Demo vorm Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt: Banner und Bengalos gegen die AfD"

6. September, 8 Uhr: Die Wahllokale sind eröffnet

Jetzt geht es in die heiße Phase: Ab 8 Uhr haben die Wahllokale in Sachsen-Anhalt geöffnet.

Bis 18 Uhr können am Sonntag insgesamt 1,7 Millionen Wahlberechtigte ihre zwei Stimmen abgeben - eine für einen Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis, eine für eine Partei.

Nach 18 Uhr beginnt die Auszählung, ein vorläufiges Endergebnis wird am Montagmorgen erwartet.

6. September, 7.03 Uhr: Eine Wahl wie keine andere: Alle gucken auf Sachsen-Anhalt

Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,7 Millionen Menschen sind zur Abstimmung aufgerufen.

Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. Denn erstmals könnte die AfD, die in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird, in einem Bundesland an die Macht kommen.

Die Spitzenkandidaten Sven Schulze (CDU, l.) und Ulrich Siegmund (AfD).
Die Spitzenkandidaten Sven Schulze (CDU, l.) und Ulrich Siegmund (AfD).  © Hendrik Schmidt/dpa Pool/dpa

5. September, 21.01 Uhr: AfD-Kandidat siegessicher - "Noch einmal schlafen, dann holen wir uns unser Land zurück"

Die AfD hat zum Abschluss des Landtagswahlkampfs in Sachsen-Anhalt ihren Willen bekräftigt, die Regierung übernehmen zu wollen.

Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sagte: "Noch einmal schlafen, dann holen wir uns unser Land zurück". Das Ziel sei 45 Prozent plus X. "Natürlich werden wir auch mit einer Stimme Mehrheit in Regierungsverantwortung treten", sagte Siegmund. "Weil wir in der AfD zusammenhalten, weil wir nicht diese Zustände haben wie bei der CDU." 

Seit über drei Jahren bereite sich die AfD auf die Übernahme der Regierungsverantwortung im Land vor. Man habe sich so vernetzt, "dass wir alle klugen Köpfe dieses Landes natürlich zusammenziehen, um hier wirklich ab Tag eins entsprechend zu handeln und nicht zu reden". Siegmund kündigte Abschiebungen ab Tag eins an.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35, r.) gab sich beim Wahlkampf-Abschluss siegessicher.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35, r.) gab sich beim Wahlkampf-Abschluss siegessicher.  © Michael Brandt/dpa

5. September, 17.20 Uhr: Rund 800 Journalisten aus aller Welt für Wahlabend akkreditiert

Nach dem derzeitigen Stand sind für die Berichterstattung über den Wahlabend insgesamt rund 800 Personen akkreditiert, teilt die Pressestelle des Landtags mit.

Davon würden etwa 500 Medienvertreter am Wahlabend vor Ort sein. Unter ihnen seien rund 70 Personen von ausländischen Medien. Sie würden aus Frankreich, Kanada, Österreich, Spanien, Italien, Dänemark, China, Portugal, Großbritannien, Polen, den USA, Taiwan, Litauen und der Schweiz kommen.

Rund 800 Journalisten verschiedenster Sendeanstalten aus aller Welt werden den Wahlabend begleiten. (Symbolfoto)
Rund 800 Journalisten verschiedenster Sendeanstalten aus aller Welt werden den Wahlabend begleiten. (Symbolfoto)  © Fabian Sommer/dpa

5. September, 15.52 Uhr: Tausende demonstrieren in Magdeburg

Seit dem Mittag haben sich Tausende in der Magdeburger Innenstadt zu Demonstrationen und Kundgebungen versammelt.

Um 13.30 Uhr war der Willy-Brand-Platz vor dem Hauptbahnhof mit einer großen Menschenmenge gefüllt, die dann in einem Umzug zum Domplatz ging. Dort findet noch bis zum Abend ein gratis Demokratiefestival statt.

Rund 6000 Menschen waren bei der Demo, bis zu 8000 werden erwartet. Nach Polizeiangaben verlief bislang alles friedlich.

Tausende Menschen versammelten sich vor dem Magdeburger Hauptbahnhof.
Tausende Menschen versammelten sich vor dem Magdeburger Hauptbahnhof.  © NEWS5/Stephan Fricke

5. September, 15.06 Uhr: Video von Briefwahlmanipulation ist ein Fake

In den sozialen Medien kursiert ein Video, in dem wohl Briefwahlscheine, die für die AfD stimmen, von einem Postmitarbeiter aussortiert werden. Dieses Video wurde nun als Fälschung aufgedeckt.

Alle Hintergründe lest Ihr im TAG24-Artikel: "Post sortiert Briefwahlscheine für AfD aus? Video ist eine Fälschung".

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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