Prognose zur Sachsen-Anhalt-Wahl: AfD siegt haushoch, reicht es für Alleinregierung?

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Magdeburg - Sachsen-Anhalt hat gewählt! Die Wahllokale sind seit 18 Uhr geschlossen. Jetzt werden in den insgeamt 41 Wahlkreisen die Stimmen ausgezählt.

Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD liegt haushoch vorn.
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD liegt haushoch vorn.  © Friso Gentsch/dpa

Erste Prognosen der Nachwahlbefragungen sehen die AfD bei 44,5 Prozent. Die CDU kommt auf 18,5 Prozent.

Damit wird die Frage nach der künftigen Regierungsbildung spannend. Das derzeitige Bündnis aus CDU, SPD und FDP ist der Prognose zufolge nicht mehr möglich.

Alle Entwicklungen rund um die Wahl in Sachsen-Anhalt lest Ihr im TAG24-Liveticker.

6. September, 18.11 Uhr: Jubel bei Siegmund - "Wir haben Geschichte geschrieben"

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) bejubelt das starke Ergebnis seiner Partei.

Auf die Frage, ob er nun Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werde, sagte er im Ersten: "Diese Frage lässt sich jetzt um 18 Uhr nicht beantworten."

Weiter erklärte er: "Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten. Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben." Die Menschen hätten ein "ganz klares politisches Zeichen" gesetzt. "Es kann so nicht weitergehen. Wir brauchen eine grundsätzliche politische Wende in diesem Land."

6. September, 18 Uhr: AfD siegt haushoch, reicht es für Alleinregierung?

Nach der Schließung der Wahllokale ist die erste Prognose der Wahlnachbefragung veröffentlicht worden.

So kommt die AfD auf 44,5 Prozent, die CDU auf 18,5 Prozent, die Linke auf 9,5 Prozent.

Auch die SPD mit 8,0 Prozent und die Grünen mit 9,0 Prozent würden der Prognose zufolge in den Landtag einziehen. Knapp schaffen würde es das BSW mit 5,0 Prozent. Die FDP wäre mit 2,0 Prozent hingegen draußen.

In Kürze sollen die ersten Hochrechnungen folgen. Noch ist unklar, ob es für eine AfD-Alleinregierung reicht.

Die Prognosen sehen die AfD unter Kandidat Ulrich Siegmund (35, r.) bei 44,5 Prozent, die CDU unter Kandidat Sven Schulze (47) bei 18,5 Prozent.
Die Prognosen sehen die AfD unter Kandidat Ulrich Siegmund (35, r.) bei 44,5 Prozent, die CDU unter Kandidat Sven Schulze (47) bei 18,5 Prozent.  © Hendrik Schmidt/dpa

6. September, 17.28 Uhr: Demo am Magdeburger Hauptbahnhof gegen Faschismus

Am Magdeburger Hauptbahnhof haben Menschen am Nachmittag unter dem Motto "Kein Morgen den Faschisten!" demonstriert.

Parallel gab es weitere Kundgebungen und Veranstaltungen in der Stadt, wie etwa auf dem Domplatz.

Nach Schließung der Wahllokale sind auch Demos in anderen Städten des Landes geplant – unter anderem in Dessau-Roßlau und Halle.

Linke Demonstranten versammelten sich am Nachmittag am Magdeburger Hauptbahnhof.
Linke Demonstranten versammelten sich am Nachmittag am Magdeburger Hauptbahnhof.  © NEWS5/Eric Deyerler

6. September, 17.10 Uhr: Auszählung der Briefwahl wird vorbereitet

Die per Briefwahl abgegebenen Stimmen werden nun zur Auszählung vorbereitet.

Dafür wurden die versiegelten Urnen mit den Briefwahlunterlagen geöffnet und die Briefe auf die Tische gekippt. Die Auszählung läuft unter Aufsicht.

Die Vorbereitungen zur Auszählung der Briefwahlstimmen sind gestartet.
Die Vorbereitungen zur Auszählung der Briefwahlstimmen sind gestartet.  © Heiko Rebsch/dpa

6. September, 16.44 Uhr: Wahlbeteiligung auf Rekordkurs

Auch am späteren Nachmittag ist die Wahlbeteiligung weiterhin deutlich höher als vor fünf Jahren.

Nach Angaben der Landeswahlleitung lag die Beteiligung um 16 Uhr bei 65,3 Prozent. Ein solch hoher Wert wurde zu dieser Zeit noch nie gemessen.

Bei der Landtagswahl 2021 lag die Beteiligung um 16 Uhr bei 41 Prozent.

Die Wahlbeteiligung befindet sich auf Rekordkurs.
Die Wahlbeteiligung befindet sich auf Rekordkurs.  © Kay Nietfeld/dpa

6. September, 16.25 Uhr - Bischof Feige: "Dem nationalistischen Ungeist widerstehen"

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich bei einer Wallfahrt auf die Huysburg im Harz am Wahlsonntag gegen die AfD ausgesprochen.

"Gegenwärtig heißt das wohl in besonderer Weise, dem nationalistischen und fremdenfeindlichen Ungeist zu widerstehen", sagte der Geistliche. Vor der Wallfahrt, an der rund 3000 Menschen teilnahmen, wurde darauf hingewiesen, trotzdem vom Wahlrecht Gebrauch zu machen - egal, ob über die Briefwahl oder an der Urne vor der Wallfahrt oder danach. 

Die Wallfahrt findet unter dem Motto "Du sollst ein Segen sein" statt, am Nachmittag ist ein Picknick und eine Andacht mit Musik, Segen und Sendung geplant.

Bischof Gerhard Feige.
Bischof Gerhard Feige.  © Matthias Bein/dpa

6. September, 14.47 Uhr: Jeder Zweite hat schon gewählt

Am frühen Sonntagnachmittag haben bereits 54,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mit.

Um 14 Uhr war die Wahlbeteiligung somit fast doppelt so hoch wie bei der letzten Landtagswahl in 2021. Da hatten zu diesem Zeitpunkt nur 27,1 Prozent der Bürger gewählt. Die Datenbasis ist eine stichprobenartige Rückmeldung aus repräsentativen Urnenwahlbezirken, hieß es.

Insgesamt sind rund 1,7 Millionen Menschen wahlberechtigt. Bis 18 Uhr stehen 2130 Wahllokale offen.

6. September, 14.09 Uhr: Rechtsextremer Verein ruft zur Wahlkontrolle auf

Der gesichert rechtsextreme Verein "Ein Prozent" ruft Bürger dazu auf, sogenannte Wahlbeobachter zu werden und die Auszählung der Stimmen zu kontrollieren.

Der Verein sei sich sicher, dass Stimmen nicht ordentlich gezählt werden würden. Man wolle "den Etablierten auf die Finger schauen" und habe angeblich in den vergangenen Jahren bei Land- oder Bundestagswahlen "unzählige Stimmen gerettet", heißt es auf der zugehörigen Website. Dort sollen sich Menschen für konkrete Wahllokale eintragen, die sie beobachten möchten.

Grundsätzlich ist es für jeden Bürger erlaubt, bei einer Wahlauszählung dabei zu sein, man darf sie nur nicht behindern.

6. September, 12.45 Uhr: Deutlich höhere Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt als 2021

Bei der Landtagswahl lag die Wahlbeteiligung bis zum Mittag deutlich über der von vor fünf Jahren.

Bis 12 Uhr hatten 34,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Wahljahr 2021 lag die Wahlbeteiligung den Angaben nach bei 22,4 Prozent. Am Ende betrug die Wahlbeteiligung damals 60,3 Prozent, darunter auch Briefwähler.

Eine Wahlurne wird zu Beginn der Wahl in einem Wahllokal in Wernigerode verplombt.
Eine Wahlurne wird zu Beginn der Wahl in einem Wahllokal in Wernigerode verplombt.  © Matthias Bein/dpa

6. September, 11.17 Uhr: Ministerpräsident Sven Schulze gibt Stimme ab

Der noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Kati Schulze ist er in ein Magdeburger Wahllokal gekommen. Vor seiner Wahl erklärte der 47-Jährige, dass er auf eine hohe Wahlbeteiligung hoffe. "Dann warten wir mal ab", sagte er.

Für die CDU entscheidet sich am Sonntag einiges: Ob die Union in Sachsen-Anhalt weiter regieren wird und ob Schulze Ministerpräsident bleibt, ist noch offen.

Ministerpräsident Sven Schulze (47) und seine Ehefrau Kati Schulze haben in Magdeburg ihre Stimmen abgegeben.
Ministerpräsident Sven Schulze (47) und seine Ehefrau Kati Schulze haben in Magdeburg ihre Stimmen abgegeben.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

6. September, 10.53 Uhr: Ulrich Siegmund hat gewählt

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit Ehefrau Julia Siegmund kam der 35-Jährige auf einer blauen Schwalbe am Wahllokal in Tangermünde vorgefahren.

Julia und Ulrich Siegmund (35, AfD) haben gewählt.
Julia und Ulrich Siegmund (35, AfD) haben gewählt.  © Michael Kappeler/dpa

6. September, 10.50 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Willingmann hat gewählt

Der SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann (63) hat seine Stimme abgegeben.

Gemeinsam mit Ehefrau Jana Willingmann warf der noch stellvertretende Ministerpräsident in einem Wahllokal in Wernigerode im Harz seinen Stimmzettel ein.

Nach jüngsten Umfragen dürfte die SPD rund acht Prozent der Stimmen einfahren.

Jana und Armin Willingmann (63, SPD) gaben in Wernigerode ihre Stimmen ab.
Jana und Armin Willingmann (63, SPD) gaben in Wernigerode ihre Stimmen ab.  © Julian Stratenschulte/dpa

6. September, 10.43 Uhr: Ulrich Siegmund kommt auf Schwalbe zur Wahl

Gegen 10.30 Uhr fuhr AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) gemeinsam mit seiner Ehefrau Julia Siegmund auf einer blauen Simson Schwalbe am Tangermünder Wahllokal vor.

Dort wurde der Rechtsaußen-Politiker von zahlreichen Fans mit Jubelrufen begrüßt. "Heute holen wir uns unser Land zurück", rief der 35-Jährige in die Menge.

Die Siegmunds geben ihre Stimme in Tangermünde ab, wo die Familie lebt und der 35-Jährige Direktkandidat für den Wahlkreis 5 (Tangermünde, Tangerhütte, Genthin) ist.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) und seine Frau Julia finden sich zu Wahlen in Tangermünde ein.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) und seine Frau Julia finden sich zu Wahlen in Tangermünde ein.  © Michael Kappeler/dpa

6. September, 10.31 Uhr: Notarzteinsatz vor Tangermünder Wahllokal

Gegen 9.30 Uhr musste der Notarzt zu einem Wahllokal in Tangermünde ausrücken.

Dort war ein Mann zusammengebrochen und musste reanimiert werden, teilte die Polizei mit. Ob er überlebt hat, ist bislang unbekannt. Während des Einsatzes wurde ein Sichtschutz aufgebaut.

Vor dem Wahllokal in der Förderschule Tangermünde gab es einen großen Medienandrang. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) wird dort zur Stimmabgabe erwartet.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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