Nach Kauf von Intel-Fläche: Wann kommen die ersten Unternehmen?

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Von Inga Jahn

Magdeburg - Bis sich auf dem ursprünglich für das US-Unternehmen Intel in Sachsen-Anhalt vorgesehenen Industriegrundstück andere Unternehmen ansiedeln, könnte es laut Finanzminister Michael Richter (71, CDU) noch mehrere Jahre dauern.

Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (71, CDU) schätzt, dass sich erst in Jahren neue Unternehmen auf der Intel-Fläche ansiedeln.
Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (71, CDU) schätzt, dass sich erst in Jahren neue Unternehmen auf der Intel-Fläche ansiedeln.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Zunächst müssten etwa Verträge geschlossen und Finanzierungen geklärt werden, sagte er. Das Land hatte in der vergangenen Woche weitere Teile der Intel-Flächen gekauft, ist jedoch noch nicht im Besitz aller Flächen. 

Zum Kaufpreis der Grundstücke machte Richter keine Angaben. Es sei jedoch ein fairer Preis, so der CDU-Politiker. Im nächsten Schritt sollen auf dem Gelände Maßnahmen für Strom, Wasser und Abwasser ergriffen werden. Unter anderem ist ein großes Wasserwerk an der Elbe für rund 180 Millionen Euro geplant. 

Der Bereich in der Landeshauptstadt Magdeburg und zwei angrenzenden Gemeinden soll langfristig zum High-Teck-Park Sachsen-Anhalt weiterentwickelt werden. Der geplante Industriepark umfasst insgesamt eine Fläche von rund 1100 Hektar.

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Die Stadt Magdeburg wolle seiner Kenntnis nach auf ihr Vorkaufsrecht für die am vergangenen Freitag erworbenen Flächen verzichten.

Verhandlungen zur Ansiedlungen von weiteren Chipherstellern

Das Land Sachsen-Anhalt hatte die Fläche von Intel zurückgekauft.
Das Land Sachsen-Anhalt hatte die Fläche von Intel zurückgekauft.  © Peter Gercke/dpa

Die Kosten für die Flächen umfassen dem Minister zufolge nicht nur den Grundstückskauf, sondern auch Zahlungen an Intel und die Stadt Magdeburg für schon erfolgte Aufwendungen, wie beispielsweise Grabungen oder den Bau einer Straße. Der Stadt Magdeburg sollen Richter zufolge Kosten in Höhe von rund 24 Millionen Euro erstattet werden.

Verhandelt wird etwa über eine Ansiedlung des Unternehmens FMC, das Chips für KI-Rechenzentren produzieren will. Richter nach soll im Spätsommer klar sein, ob FMC nach Magdeburg kommt.

Mit dem Bund und der EU laufen Gespräche zu möglichen Förderungen. Der CDU-Politiker sagte, es gebe außerdem noch mindestens drei weitere Interessenten für eine Ansiedlung auf den Flächen.

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Intel hatte seine Fabrikpläne in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr endgültig aufgegeben.

Titelfoto: Bildmontage: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa, Peter Gercke/dpa

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