Bautzner Batteriespeicher brennt weiter: "Nicht wie ein herkömmliches Feuer"

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Bautzen - In Bautzen mussten im Zuge eines Stromkastenbrandes am Dienstag mehrere Wohnungen evakuiert werden. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte aus und ist auch am Folgetag noch im Einsatz. Am Mittwochnachmittag meldeten Stadt und Feuerwehr, dass die Lage weiterhin stabil und gegenüber dem letzten Lageupdate unverändert sei. Die Feuerwehr setze die Lösch- und Kühlmaßnahmen kontinuierlich fort.

Zahlreiche Feuerwehrleute sind vor Ort im Einsatz.
Zahlreiche Feuerwehrleute sind vor Ort im Einsatz.  © JKFOTOS/ Florian Nicks

Wie die Polizeidirektion Görlitz zuvor gegenüber TAG24 bestätigte, brennt es seit 16 Uhr am Dienstagnachmittag auf der Schliebenstraße in Bautzen. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten zu einem gemeldeten Stromkastenbrand aus. Vor Ort sahen die Kameraden, dass ein großer Batteriespeicher mit 1,5 Megawatt Leistung Feuer gefangen hatte.

Bewohner in einem Umkreis von 500 Meter wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen, Klimaanlagen und Lüfter abzuschalten. Die Warnung galt die gesamte Nacht über und auch am Morgen weiter, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Die Löscharbeiten dauern auch am Mittwoch an. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Brand auch im Laufe des Tages nicht von alleine ausgehen wird. Man kann ihn nicht löschen wie ein herkömmliches Feuer", betonte Karsten Vogt (55,CDU), Bürgermeister der Stadt Bautzen, in einem Video der Feuerwehr Bautzen.

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Bereits am Dienstag mussten mehrere Menschen aus umliegenden Wohnungen evakuiert und durch die Schnell-Einsatz-Gruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes betreut werden.

Nach der Löschung des Starkstromverteilerkastens muss dieser nun gekühlt werden.
Nach der Löschung des Starkstromverteilerkastens muss dieser nun gekühlt werden.  © JKFOTOS/ Florian Nicks

Batteriespeicher brennt: Einsatz dauert an

Aus Sicherheitsgründen mussten mehrere Menschen ihre Wohnungen in direkter Nähe der Anlage verlassen.
Aus Sicherheitsgründen mussten mehrere Menschen ihre Wohnungen in direkter Nähe der Anlage verlassen.  © Domenic Prater/xcitepress/dpa

Wie die Stadt schrieb, dient die Anlage dazu, Stromschwankungen auszugleichen. Sie wurde vom Netz genommen. "Stromausfälle gibt es deswegen nicht". Laut Polizei wurden Warn-Apps ausgelöst, um die Bevölkerung vor dem giftigen Rauch zu warnen, der aus dem in zwei Containern untergebrachten Speicher hervordrang.

Verletzt wurde zwar niemand, allerdings stellte sich die Löschung des großen Akkus als schwierig heraus.

Der betroffene Batteriecontainer wird mit Drohnen überwacht, zudem finden fortlaufend Messungen statt, um die Luft auf mögliche Schadstoffbelastung zu kontrollieren. Aktuell gebe es aber keine Belastung, die Anlass zur Sorge bereite.

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Die Feuerwehr hatte außerdem damit begonnen, den Batteriespeicher zu kühlen. Die Energieversorgung der Stadt soll durch den Brand nicht beeinträchtigt sein.

Aber: "Um das öffentliche Trinkwassernetz zu entlasten und die notwendige Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen, wurde zusätzlich eine stabile Löschwasserentnahme aus der Spree eingerichtet. Parallel führen die Einsatzkräfte im betroffenen Stadtgebiet ununterbrochen Schadstoffmessungen durch. Dabei wurden bislang keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt", so Stadt und Feuerwehr in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwochnachmittag.

Erstmeldung: 21. Juli, 20.33 Uhr, zuletzt aktualisiert: 22. Juli, 18.13 Uhr

Titelfoto: Domenic Prater/xcitepress/dpa

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