Batteriespeicher in Flammen: "Man kann ihn nicht löschen wie ein herkömmliches Feuer"
Bautzen - In Bautzen mussten im Zuge eines Stromkastenbrandes am Dienstag mehrere Wohnungen evakuiert werden. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte aus und ist auch am Folgetag noch im Einsatz.
Wie die Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 bestätigte, brennt es seit 16 Uhr am Dienstagnachmittag auf der Schliebenstraße in Bautzen.
Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten zu einem gemeldeten Stromkastenbrand aus. Vor Ort sahen die Kameraden, dass ein großer Batteriespeicher mit 1,5 Megawatt Leistung Feuer gefangen hatte.
Bewohner in einem Umkreis von 500 Meter wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen, Klimaanlagen und Lüfter abzuschalten.
Die Warnung galt die gesamte Nacht über und auch am Morgen weiter, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Die Löscharbeiten dauern auch am Mittwoch an. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Brand auch im Laufe des Tages nicht von alleine ausgehen wird. Man kann ihn nicht löschen wie ein herkömmliches Feuer", betonte ein Sprecher der Feuerwehr Bautzen.
Bereits am Dienstag mussten mehrere Menschen aus umliegenden Wohnungen evakuiert und durch die Schnell-Einsatz-Gruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes betreut werden.
Batteriespeicher brennt: Einsatz dauert an
Wie die Stadt schrieb, dient die Anlage dazu, Stromschwankungen auszugleichen. Sie wurde vom Netz genommen. "Stromausfälle gibt es deswegen nicht".
Laut Polizei wurden Warn-Apps ausgelöst, um die Bevölkerung vor dem giftigen Rauch zu warnen, der aus dem in zwei Containern untergebrachten Speicher hervordrang.
Verletzt wurde zwar niemand, allerdings stellte sich die Löschung des großen Akkus als schwierig heraus.
Der betroffene Batteriecontainer wird mit Drohnen überwacht, zudem finden fortlaufend Messungen statt, um die Luft auf mögliche Schadstoffbelastung zu kontrollieren. Aktuell gebe es aber keine Belastung, die Anlass zur Sorge bereite.
Die Feuerwehr hatte außerdem damit begonnen, den Batteriespeicher zu kühlen. Die Energieversorgung der Stadt soll durch den Brand nicht beeinträchtigt sein.
Erstmeldung: 21. Juli, 20.33 Uhr, zuletzt aktualisiert: 22. Juli, 8.54 Uhr
Titelfoto: Domenic Prater/xcitepress/dpa

