Immer wieder Brandanschläge: Bautzner Spreehotel kommt unter den Hammer

Bautzen - Ein Hotel mit bewegter Vergangenheit steht vor dem endgültigen Ausverkauf: Das ehemalige Spreehotel in Bautzen kommt unter den Hammer. Für mindestens 275.000 Euro soll das Gebäude nun in Berlin versteigert werden.

Einst war das Vier-Sterne-Hotel eine echte Perle.  © picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert

Damit endet die Geschichte eines Hauses, das über Jahre immer wieder Schlagzeilen machte.

Es war einst ein klassisches 4-Sterne-Hotel im Herzen von Bautzen, gebaut Mitte der 1990er-Jahre, mit rund 80 Zimmern, Empfangshalle und dem Anspruch auf sächsische Gastlichkeit. Heute ist davon nur noch die Hülle geblieben

Doch das "Spree-Hotel" war nie nur ein Hotel. Ab 2014 wurde es zur Asylunterkunft umfunktioniert, was in der Region für teils hitzige Debatten und Proteste sorgte. Für viele wurde das Gebäude damit zum Symbol einer politisch aufgeladenen Zeit.

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Immer wieder wechselte die Nutzung: mal Unterkunft, mal Leerstand, mal Übergangslösung – ein ständiges Kommen und Gehen.

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Nach dem Brandanschlag im Oktober 2022 rückten die Polizei und auch Sachsens Innenminister Armin Schuster (65, CDU) an.  © Holm Helis
Am Morgen des 28. Oktober 2022 hatten Unbekannte die Fensterscheiben des Spreehotels eingeworfen, in das wenige Tage später Geflüchtete einziehen sollten. Anschließend brach Feuer aus.  © Holm Helis

Mehrmals wurde das Hotel von Brandanschlägen heimgesucht

Das Spree-Hotel war bereits von 2014 bis 2017 Asylunterkunft.  © Christian Essler/xcitePress

Auch die Sicherheitslage überschattete die Geschichte des Hauses. 2016 hatten drei Männer Molotowcocktails auf das Gebäude geworfen, in dem damals 230 Geflüchtete lebten. Im Oktober 2022, kurz bevor wieder Geflüchtete einziehen sollten, kam es erneut zu einem Brandanschlag.

Die Ermittlungen zogen sich, ein Tatverdacht steht im Raum, ist aber bis heute nicht abschließend geklärt. Das Gebäude selbst blieb dabei immer wieder Schauplatz von Angst, Unsicherheit und politischer Spannung.

Zwischendurch versuchte der Landkreis zu ordnen, zu schließen, neu zu öffnen – je nach Lage der Asylzahlen. Zuletzt lebten noch rund 150 Menschen in der Einrichtung, bevor endgültig der Schlusspunkt gesetzt wurde: Die Verträge endeten am 28. Februar 2026 und die Unterkunft wurde dichtgemacht.

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Am 26. Juni soll das Spree-Hotel bei den Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG in Berlin verkauft werden.

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