Eine Million Euro futsch! Betrüger zocken Frau aus Sachsen mit KI-Video von Markus Lanz ab

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Lichtenberg/Erzgebirge - Ein perfides KI-Video mit einem gefälschten Auftritt von TV-Moderator Markus Lanz (57) und einer angeblichen Finanz-Expertin hat eine Frau aus Lichtenberg (Landkreis Mittelsachsen) um mehr als eine Million Euro gebracht.

Mit einem gefälschten KI-Video der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" lockten Betrüger eine Frau aus Sachsen in die Falle. Sie verlor mehr als eine Million Euro.
Mit einem gefälschten KI-Video der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" lockten Betrüger eine Frau aus Sachsen in die Falle. Sie verlor mehr als eine Million Euro.  © Georg Wendt/dpa

Die Betroffene glaubte, in einem täuschend echt wirkenden Video der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" den Anlage-Geheimtipp einer angeblichen Finanzexpertin zu sehen, teilte die Polizei mit.

Daraufhin rief die Geschädigte die verlinkte Internetseite namens "Investhub 3.0" auf und meldete sich an.

Sie wurde umgehend von einer Frau und anschließend von einem angeblichen Broker angerufen. Die Betrüger überzeugten sie anfänglich, 250 Euro in Gold, Öl und Kryptowährungen zu investieren.

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Die Täter hielten ihr Opfer monatelang mit Telefonaten und Nachrichten bei der Stange. Immer wieder überwies die Frau hohe Summen auf unterschiedliche Konten - mal 10.000 Euro, später sogar mehr als 460.000 Euro.

Polizei warnt vor KI-Betrugsmasche

Die Frau aus Sachsen witterte das große Geld - und verlor mehr als eine Million Euro. (Symbolbild)
Die Frau aus Sachsen witterte das große Geld - und verlor mehr als eine Million Euro. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Erst als die Anrufe plötzlich ausblieben und bereits mehr als eine Million Euro geflossen war, schöpfte die Frau Verdacht. Sie erkannte den Betrug und wandte sich an die Kriminalpolizei.

Die Ermittler warnen: KI-generierte Videos mit Prominenten werden immer täuschend echter und kommen zunehmend bei Anlagebetrügereien zum Einsatz. Wer mit unrealistischen Renditeversprechen gelockt wird, sollte besonders misstrauisch sein.

Völlig irre! Die Betrüger schreiben auf der Webseite im Kleingedruckten zu den Werbe-Videos: "Jede Ähnlichkeit mit realen Personen oder Ereignissen ist rein zufällig. Individuelle Erfahrungen variieren, und es wird kein konkretes Ergebnis versprochen oder impliziert."

Titelfoto: Bildmontage: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Georg Wendt/dpa

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