Breitenbrunn - Auf die Hitzewelle folgte am Sonntagnachmittag im Erzgebirge ein schweres Hitzegewitter. Umgestürzte Bäume und überflutete Straßen waren die Folge. In Elterlein herrscht derzeit Stromausfall.
Gegen 16.30 Uhr verdunkelte sich der Himmel über Schwarzenberg und Umgebung. Innerhalb von nur einer Stunde fielen immense Regenmengen von 30 bis 35 Litern pro Quadratmeter. Die Temperatur stürzte von über 30 auf knapp über 20 Grad ab.
Im Elterleiner Ortsteil Schwarzbach herrscht derzeit Stromausfall, meldete auch die NINA-Warnapp: "Haltet Abstand zu Bäumen, Türmen und Masten und einen Mindestabstand von 20 Metern zu Hochspannungsleitungen." Auch auf "herumfliegende Gegenstände" soll geachtet werden.
In mehreren Ortschaften wurden Bäume durch die starken Sturmböen entwurzelt. Zahlreiche Straßen waren nicht mehr passierbar. In der Straße "Am Milchbach" in Breitenbrunn stürzte eine schwere Krone sogar auf zwei geparkte Fahrzeuge. Die Feuerwehr rückte aus, um den Baum zu entfernen.
Auch die Straßenverbindung zwischen Antonsthal und Schwarzenberg stand zwischenzeitlich unter Wasser.
Im Schwarzenberger Ortsteil Heide stürzte ein Baum in eine Telefonleitung, die dadurch herungerissen wurde und auf die Fahrbahn fiel. Mittlerweile ist die Straße wieder frei.
Feuerwehr im Erzgebirge im Dauereinsatz
Die Feuerwehr ist in der Region im Dauereinsatz. Neben den Kameraden packten vielerorts auch die Verkehrsteilnehmer selbst mit an und räumten Äste von der Fahrbahn oder befreiten verstopfte Gullys von Unrat.
In Langenberg stürzte ebenfalls ein Baum um und riss eine Stromleitung herunter. Das Wohngebiet war zwischenzeitlich ohne Strom. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle, während sich der Energieversorger um die Wiederherstellung der Stromversorgung kümmerte.
Doch nicht nur umgestürzte Bäume sorgten für zahlreiche Einsätze. In Raschau mussten die Einsatzkräfte beim Sonderposten-Baumarkt aushelfen. Dort hatten sich aufgrund der Hitze mehrere Dachluken geöffnet. Während des Unwetters gelang dadurch Regenwasser in das Gebäude. Die Feuerwehr unterstützte bei der Begrenzung der Wasserschäden.
Die Einsätze werden voraussichtlich noch einige Zeit andauern. Eine Gesamtübersicht über die entstandenen Schäden und der Schadenshöhe liegt derzeit noch nicht vor.
Großes Glück: Bisher gibt es keine Meldungen über mögliche verletzte Personen.