Annaberg-Buchholz - Mitte Juni sorgte ein Tagesbruch in Annaberg-Buchholz (Erzgebirge) für Aufregung. Die Bärensteiner Straße ist seitdem gesperrt. Doch wie laufen die Arbeiten rund um die Baugrube?
"Auch wenn der Baufortschritt für Außenstehende nicht täglich sichtbar erscheint, werden die Arbeiten kontinuierlich entsprechend der bergtechnischen Erfordernisse ausgeführt", teilte die Stadt Annaberg-Buchholz auf Nachfrage mit.
Laut den Ergebnissen der jüngsten Bauberatung unter Leitung des Sächsischen Oberbergamtes verlaufe die Erkundung und dauerhafte Sicherung des Tagesbruchs planmäßig.
So wurde in den letzten Tagen unter anderem die Baugrube weiter ausgebaut und gesichert. Zudem sind mittlerweile vier Schachtrahmen eingebracht und teilweise stabilisiert worden.
Derzeit soll eine sogenannte Teufanlage aufgebaut werden, mit deren Hilfe die weiteren Erkundungsarbeiten in größerer Tiefe durchgeführt werden können.
Besonders wichtig: Bei der Konstruktion wurde explizit darauf geachtet, so wenig Verkehrsfläche wie möglich zu beanspruchen.
Doch wie geht es nun weiter? Welche dauerhafte Sicherung und notwendigen Umverlegungen von Versorgungsleitungen sind notwendig? Dies könne laut Stadtverwaltung erst auf Grundlage der Erkenntnisse durch die weitere Erkundung mittels Teufanlage entschieden werden.
Gewerbestandorte weiterhin erreichbar
Die Vollsperrung der Bärensteiner Straße bleibt auf jeden Fall weiterhin bestehen. Auch der Personennahverkehr bleibt weiterhin über die eingerichtete Ersatzhaltestelle in der Annenstraße abgesichert. Zudem bleiben die Gewerbestandorte ebenfalls erreichbar.
Weiterhin geht die Stadt davon aus, dass die Sperrung der Bärensteiner Straße voraussichtlich bis in das Jahr 2027 erforderlich sein wird.
Bei all den Unannehmlichkeiten bittet die Stadt Annaberg-Buchholz weiterhin um Verständnis der Bewohner.
"Gerade im Altbergbau haben Sicherheit und eine sorgfältige Untersuchung des Untergrundes oberste Priorität. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine dauerhaft tragfähige und sichere Sanierung."