Blaualgen! Behörde warnt vorm Baden im Stausee Quitzdorf
Von Jörg Schurig
Quitzdorf - Im Stausee Quitzdorf haben sich Blaualgen stark vermehrt. Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz warnte deshalb vor dem Baden in diesem Gewässer.
Vor allem Kinder sollten den Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Die Blaualgen seien bei einer mikroskopischen Untersuchung von der Landesuntersuchungsanstalt Dresden nachgewiesen worden, gab das Landratsamt bekannt.
Bei den festgestellten Algen handelt es sich um "potenzielle Toxinbildner", die eine gesundheitliche Gefahr für Badende darstellen können, hieß es. Toxinbildner sind Mikroorganismen, die Gifte produzieren.
Die Giftwirkung könne sich verstärken, wenn über mehrere Tage hinweg wiederholt mit Cyanobakterien belastetes Wasser verschluckt wird.
"Bereits die Aufnahme von 20 bis 100 Millilitern stark belastetem Wasser kann gesundheitliche Beschwerden verursachen. Dazu zählen unter anderem Leberschädigungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Augen-, Ohren- und Halsentzündungen, Muskelkrämpfe sowie Hautreizungen und allergische Reaktionen", teilte die Behörde mit.
Wasser im Stausee trüb - sichtbare grüne Schlieren
Zusätzlich wurde bei einer Kontrolle am Steg des Campingplatzes Kollm Nord eine Sichttiefe von lediglich 0,25 Metern festgestellt, hieß es weiter.
Die erforderliche Mindestsichttiefe von einem Meter sei damit deutlich unterschritten. Das könne vor allem bei Rettungseinsätzen zu erhöhten Sicherheitsrisiken führen.
Nach Angaben des Landratsamtes kann die Belastung mit Blaualgen innerhalb eines Gewässers unterschiedlich ausgeprägt sein.
Sie ist unter anderem von Standort und Windrichtung abhängig. Aktuell seien im Stausee grüne Schlieren zu sehen.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

