Hauseinsturz in Görlitz: Bislang keine Lebenszeichen in Trümmern entdeckt
Görlitz - Mitten in Görlitz ist aus dem Nichts am Montagabend ein Haus eingestürzt! Der Gasaustritt konnte in der Nacht auf Mittwoch gestoppt werden, die Suche nach drei Vermissten geht weiter.
Während die Einsatzkräfte das Gas für das am Montagabend plötzlich eingestürzte Wohnhaus in der James-von-Moltke-Straße abstellten, musste die Suche nach den Vermissten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, wie die Polizeidirektion Görlitz am Mittwochmorgen mitteilte.
Von ursprünglich fünf Vermissten werden aktuell noch drei Personen gesucht. Besonders betroffen ist Cosmin Ciobanu (27). Er geht leider fest davon aus, dass seine Verlobte Georgina Rusu (25) und seine Cousine Simona Marcu (26) unter den Trümmern liegen.
Die Suchmaßnahmen wurden gegen 6 Uhr fortgesetzt, nachdem letzte Stützmaßnahmen am rechten Nachbarhaus abgeschlossen wurden, so die Polizei.
Das Unglück ereignete sich am Montag gegen 17.30 Uhr. Laut den Beamten brach das Haus in der James-von-Moltke-Straße 21 plötzlich zusammen. Vermutet wird eine Gasexplosion - sicher ist das noch immer nicht.
TAG24 berichtet im Liveticker.
20. Mai, 12.37 Uhr: Bislang keine Lebenszeichen in Trümmern entdeckt
Während der Suche nach den Vermissten in den Trümmern in der James-von-Moltke-Straße wurden am Mittwoch bislang "keine Anzeichen von Lebenszeichen" festgestellt, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 am Nachmittag erläuterte.
Weitere Angaben zum Stand der Suchaktion konnte die Polizei deshalb nicht machen.
20. Mai, 11.31 Uhr: OB Octavian Ursu in Kontakt mit Angehörigen
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) steht in Kontakt mit den Angehörigen der vermissten Personen.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete er von "emotional sehr angeschlagenen" Angehörigen. Da es sich bei den Vermissten um zwei rumänische Touristen sowie einen bulgarisch-deutschen Staatsbürger handelt, steht der CDU-Politiker zudem in Kontakt mit der zuständigen Botschaft in Berlin.
20. Mai, 10.44 Uhr: Einsatzkräfte mit Stand der Suchaktion "zufrieden"
Die Einsatzkräfte sind nach aktuellem Stand mit der Schnelligkeit bei der Abtragung der Trümmer "zufrieden", erklärte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24.
Nach kurzer Unterbrechung ist die Suche nach den drei Vermissten seit circa 6 Uhr wieder in vollem Gange.
20. Mai, 10.28 Uhr: Anwohner können kurz in gesperrte Häuser
Bewohner der fünf noch gesperrten Häuser in der James-von-Moltke-Straße (Hausnummern 20, 22, 28, 29 und 30) dürfen in Begleitung der Einsatzkräfte kurz in ihre Wohnungen zurück, um persönliche Gegenstände zu holen.
Ab sofort können sich betroffene Anwohner dafür bei den Einsatzkräften an der Absperrung James-von-Moltke-Straße/Ecke Dr.-Kahlbaum-Alle melden, wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte.
Die Suche nach den drei Vermissten dauert derweil weiter an.
20. Mai, 9.43 Uhr: Aktuell 18 Gebäude vom Gasnetz abgeschnitten
Von der unterbrochenen Gaszufuhr sind derzeit 18 umliegende Gebäude betroffen, wie eine Sprecherin der Stadtwerke Görlitz AG gegenüber TAG24 erklärte.
Das Gas konnte im Laufe der Nacht endlich abgestellt werden, sodass die Suchaktion sicher fortgesetzt werden kann. Wann die Gasversorgung für die betroffenen Haushalte wieder hergestellt werden kann, war dagegen noch völlig unklar.
20. Mai, 9.12 Uhr: Feuerwehr hofft auf Wunder
Ob die drei Vermissten lebendig gefunden werden können, kann die Feuerwehr nach aktuellem Stand nicht mit Gewissheit sagen.
Eine Feuerwehr-Sprecherin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort: "Wir gehen ganz stark davon aus, dass wir die vermissten Personen finden. In welchem Zustand, das kann ich leider ganz schlecht sagen." Man habe aber noch Hoffnung: "Aber wenn wir Glück haben, ist vielleicht eine Person in einem Hohlraum eingeschlossen. Vielleicht gibt's ja ein Wunder."
20. Mai, 8.17 Uhr: Suche nach Vermissten läuft wieder
Seit circa 6 Uhr ist die Vermisstensuche wieder in vollem Gange, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 erklärte.
Zuvor musste die Suche aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, da eine angrenzende Hauswand gestützt werden musste.
20. Mai, 7.55 Uhr: Personen wären inzwischen 38 Stunden unter Trümmern begraben
Mögliche verschüttete Personen würden inzwischen seit circa 38 Stunden unter den Trümmern begraben liegen.
Eine Überlebenschance sehen die Einsatzkräfte für bis zu 72 Stunden nach dem Einsturz. Diese Frist würde am Donnerstagabend um 17.30 Uhr ablaufen.
20. Mai, 7.10 Uhr: Duschmöglichkeiten für Anwohner ohne Gas eingerichtet
Für Anwohner rund um das eingestürzte Haus in der James-von-Moltke-Straße, die von der erfolgreichen Abschaltung der Gaszufuhr betroffen sind, wurde eine Alternative geschaffen.
"Um die Anwohner zu unterstützen, hat die Stadtverwaltung Görlitz mit dem NEISSE-Bad Görlitz Dusch- und Wärmemöglichkeiten eingerichtet", teilten die Stadtwerke mit.
20. Mai, 6.42 Uhr: Weiterhin Verkehrseinschränkungen in Görlitz
Aufgrund des Hauseinsturzes kommt es im Görlitzer Stadtgebiet auch am Mittwoch zu erheblichen Verkehrseinschränkungen.
Die Polizei empfiehlt Reisenden in Richtung Polen Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder oder Ludwigsdorf zu nutzen.
Ebenfalls betroffen sind die Buslinien B und D der Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB), die mehrere Haltestellen deshalb nicht bedienen können.
20. Mai, 6.35 Uhr: Nachbarhaus muss gestützt werden
Wie lange die Stützmaßnahmen am Nachbarhaus noch andauern, war am Morgen noch nicht bekannt.
Eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz erklärte gegenüber TAG24, dass das angrenzende Gebäude durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zur Sicherheit der Rettungskräfte vor Ort muss die Hauswand deshalb gestützt werden.
Unterdessen verwies die Polizeisprecherin auf eine Einsatzbesprechung am Morgen, wo sich gemeinsam mit der Feuerwehr über den weiteren Einsatz im Tagesverlauf abgestimmt wird.
20. Mai, 6.17 Uhr: Gas abgestellt, Suche nach Vermissten geht weiter
In der Nacht auf Mittwoch konnten die Einsatzkräfte das Gas abstellen, wie die Polizeidirektion Görlitz am frühen Morgen mitteilte.
In diesem Zeitraum mussten die Suche nach den weiterhin drei Vermissten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Die Suche soll wieder aufgenommen werden, sobald letzte Stützmaßnahmen am rechten Nachbarhaus abgeschlossen sind.
19. Mai, 21.30 Uhr: Suche wird in der Nacht fortgesetzt
Auch in der Nacht versuchen die Rettungskräfte, die drei Vermissten zu finden. "Die Einsatzkräfte wechseln sich ab", sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner.
Bagger und Kran müssen zwar pausieren. Dafür arbeiten die Helfer per Hand weiter. "Wir haben aktuell Einsatzkräfte auf dem Trümmerberg, die vorsichtig Stein für Stein abtragen." Mit Sonden leuchte man in Hohlräume.
19. Mai, 20.42 Uhr: Weiterhin keine Spur nach den Vermissten
Auch am Dienstagabend gibt es keine Entwarnung. "Wir haben bisher noch niemanden gefunden", sagte die Görlitzer Feuerwehr-Chefin Anja Weigel (47). Weiterhin im Einsatz: Spürhunde. "Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben", erläuterte Remo Kölzsch, der Einsatzleiter der Görlitzer Feuerwehr.
Die Fellnasen haben seit Montagabend mehrfach angeschlagen. Dies lasse allerdings keine Rückschlüsse auf den Zustand der Vermissten zu, erklärte Weigel.
Die Suche soll auch in der Nacht zu Mittwoch fortgesetzt werden.
19. Mai, 18.17 Uhr: Straße wird weiter aufgerissen
Da das Gas offenbar immer noch nicht abgeklemmt werden konnte, muss die Straße nun weiter aufgerissen werden.
Aktuelle Fotos zeigen, wie ein kleiner Bagger und mehrere Arbeiter ans Werk gehen.
19. Mai, 17.30 Uhr: Polizei meldet sich mit Update - einige Anwohner können zurück in ihrer Häuser
Die Görlitzer Polizei hat sich am Dienstagnachmittag mit einem neuen Update gemeldet. Demnach dürfen erste Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Genauere Infos dazu gibt es hier.
Auch zur Abstellung der Gaszufuhr gibt es Neuigkeiten. "Um weitere Gefahren auszuschließen und die Sicherheit aller Anwohner und Einsatzkräfte zu gewährleisten, haben wir zusammen mit den Einsatzkräften entschieden, die Gaszufuhr in dem betroffenen Gebiet vorsorglich abzustellen", teilt die Stadtverwaltung Görlitz mit. Anwohner der umliegenden Gebäude müssten daher mit einem vorübergehenden Gasausfall rechnen: "Wann die Gasversorgung wiederhergestellt werden kann, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zuverlässig prognostizieren."
Am morgigen Mittwoch sei bis auf weiteres im gesamten Stadtgebiet von Görlitz mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Reisenden in Richtung Polen empfehle man Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder sowie Ludwigsdorf, so die Polizei.
19. Mai, 15.34 Uhr: Könnte die Zahl der Opfer noch steigen?
Anja Weigel, Leiterin der Görlitzer Feuerwehr, betonte, dass nicht auszuschließen sei, dass noch mehr Menschen unter den Trümmern liegen. Keiner der Zeugen habe sagen können, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Menschen vor dem Haus befanden.
"Wir müssen also von einer Personenanzahl X ausgehen, die sich möglicherweise auf dem Gehweg befunden hat."
Die Einsatzkräfte hatten kurz nach dem Einsturz mit der Suche nach möglichen Verletzten oder Toten begonnen. Ihre Arbeit wurde bis zum Dienstagnachmittag jedoch durch ein Gasleck erschwert, dass derzeit noch nicht behoben werden konnte.
"Wir haben momentan ganz intensive Arbeiten der Stadtwerke, die hier versuchen, an die Gasleitungen im größeren Umkreis heranzukommen, um die Sicherheit an der Einsatzstelle zu erhöhen", beschrieb Weigel die Lage. Am frühen Nachmittag teilten die Stadtwerke Görlitz mit, die Gaszufuhr in dem betroffenen Gebiet abzustellen.
19. Mai, 15.29 Uhr: Feuerwehrleitung gibt Hoffnung nicht auf
Fast einen Tag nach dem Einsturz eines Hauses im sächsischen Görlitz geben die Einsatzkräfte die Hoffnung nicht auf, doch noch Überlebende zu finden.
"Ich denke, es ist jedem bewusst, dass wir hier nach drei Menschen suchen, die vermutlich auch nicht mehr als Menschen zu identifizieren sind", sagte die Leiterin der Feuerwehr in Görlitz, Anja Weigel. Vor allem Schutt und Staub machten es notwendig, ganz genau hinzuschauen.
Die Hoffnung sterbe zuletzt, betonte Weigel. "Aber wir sind uns einig, dass die Wahrscheinlichkeiten mit jeder Stunde sinken." Vor Ort waren neben deutschen auch polnische Einsatzkräfte, unter ihnen auch Ehrenamtliche.
19. Mai, 15.08 Uhr: Landrat Meyer spricht von besonderer Anspannungssituation
Auch der Görlitzer Landrat Dr. Stephan Meyer (44, CDU) dankte den Rettungskräften, die seit Montagnachmittag im "Dauereinsatz" wären. "Es ist eine besondere Anspannungssituation", meint der 44-Jährige.
Das behutsame Vorgehen sei aufgrund der Gefahr, die von den Gasleitungen ausgeht, notwendig, so Meyer. "Auch wenn die Technik andere Möglichkeiten bietet."
Er sei zudem dankbar, dass sich die psychosoziale Notfallvorsorge vor Ort um die Angehörigen kümmert.
19. Mai, 14.51 Uhr: Oberbürgermeister erklärt: "Es ist noch nicht zu spät"
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu erklärt, dass sich die Kräfte derzeit auf das Hinterteil des Gebäudes konzentrieren, um dort die Trümmer wegzuräumen.
Um die Arbeiten abzusichern, wurden verschiedene Sensoren vom THW installiert, die die Vibrationen messen. Die beiden Giebel des Gebäudes würden zwar noch stehen, seien aber instabil. Es sei deshalb "extreme Vorsicht" geboten.
Aktuell hat die Lebendrettung oberste Priorität. "Es ist noch nicht zu spät", so der OB. Hoffnung setze man dabei auf die Rettungshunde, die bereits mehrfach zum Einsatz kamen und die Retter im Idealfall "lotsen" sollen.
Da immer wieder Gas austrat, hat man die Gasleitungen mittlerweile an drei verschiedenen Stellen gekappt. Probleme macht aber noch der Hausanschluss, an den man aufgrund der Trümmer nicht herankommt. Die Situation sei "kompliziert", sagt Ursu, der anschließend ebenfalls die Zusammenarbeit mit der polnischen Nachbarstadt lobte.
19. Mai, 14.37 Uhr: Innenminister hat "große Hoffnung" auf Rettung der Vermissten
Innenminister Schuster spricht in einem Statement von einem "tragischen Unglück", was man so nicht vorhersehen kann. "Ich weiß, dass hier im Landkreis und beim Oberbürgermeister die Einsatzleitung in besten Händen ist."
Das Deutsche Rote Kreuz, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Polizei seien in einer "enormen Stärke" vor Ort. Die Zusammenarbeit laufe laut Leitung "Hand in Hand" und "hervorragend". Auch die Unterstützung aus dem polnischen Zgorzelec hob Schuster lobend hervor. Man würde den Einsatzkräften ansehen, dass sie "kämpfen".
"Wir haben immer noch die große Hoffnung, dass wir noch Menschenleben retten können. Deswegen stehen noch wichtige Entscheidungen an, die jetzt auch getroffen werden", sagt der Innenminister in einem Statement.
Das Schicksal von Cosmin Ciobanu würde ihm demnach das "Herz zerreißen". Gleichzeitig würde es auch motivieren, bis zum Schluss zu kämpfen.
19. Mai, 14.21 Uhr: Innenminister spricht mit Angehörigem
Innenminister Armin Schuster (64, CDU) und Oberbürgermeister Octavian Ursu (58, CDU) sind im Gespräch mit Cosmin Ciobanu, dessen Frau Georgina Rusu sowie Cousine Simona Marcu noch immer als vermisst gelten.
19. Mai, 14.08 Uhr: Drohne im Einsatz
Nun wird der Schutthaufen mit einer Drohne der Bundespolizei untersucht.
Das umbemannte Luftfahrzeug dokumentiert den Einsatz und prüft die Trümmer mit einer Wärmebildkamera. Bisher brachte dies aber noch keine neuen Erkenntnisse.
19. Mai, 13.42 Uhr: Armin Schuster in Görlitz
Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) ist nun ebenfalls vor Ort, macht sich ein Bild von der Lage.
19. Mai, 13.32 Uhr: Mehrere Haushalte betroffen
Von der Gasabschaltung sind 18 Haushalte in der James-von-Moltke-Straße betroffen. Es kann dann mehrere Tage dauern, bis alles wieder läuft.
19. Mai, 13.29 Uhr: Spurensuche nach Vermissten läuft weiter
"Da es sich um eine Explosion handelt, müssen wir immer davon ausgehen, dass es eben auch nur Körperteile sein können", erklärt Feuerwehr-Chefin Anja Weigel (47), angesprochen auf die Stellen, die von den Spürhunden angezeigt wurden.
Es wird weiterhin von drei Personen ausgegangen, die noch unter den Trümmern zu finden sind. Jeder Einsatzkraft sei sich über den schweren Einsatz bewusst. Ein Kriseninterventionsteam ist vor Ort, so Weigel. Die Belastung sei hoch, auch weil die Vermissten noch nicht gefunden worden sind.
19. Mai, 13.26 Uhr: Sicherheit an der Unglücksstelle
Derzeit laufen Arbeiten der Stadtwerke, die versuchen an die Gasleitungen im größeren Umkreis heranzukommen, "um die Sicherheit an der Einsatzstelle zu erhöhen", erklärt Feuerwehr-Chefin Anja Weigel (47).
Im Einsatz sind auch polnische Kollegen, die die Such- und Bergungsmaßnahmen der Trümmer unterstützen.
19. Mai, 12.55 Uhr: Staatsminister und Oberbürgermeister kündigen Statement an
Der schreckliche Unfall ging auch an Staatsminister Armin Schuster (64) und Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu (58) nicht spurlos vorbei.
Gegen 14.30 Uhr werden die beiden Politiker an der Mediensammelstelle an der Dr.-Kahlbaum-Allee/Ecke James-von-Moltkestraße ein Statement abgeben.
19. Mai, 12.49 Uhr: Einsatzkräfte geben den Verschütteten 72 Stunden
Auch wenn die Bilder dramatisch erscheinen, gibt es Grund zur Hoffnung. Die Einsatzkräfte sehen bei den drei Verschütteten eine Überlebenschance für bis zu 72 Stunden.
"Wir sprechen immer noch von einer Vermisstensuche und nicht von einer Bergung", erklärt ein Sprecher der Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
19. Mai, 12.27 Uhr: Schlaflose Nacht für Angehörige
Auch Cosmin Ciobanu ist wieder zurück am Ort des Geschehens in der Hoffnung, seine noch immer als vermisst geltende Frau Georgina Rusu und seine Cousine Simona Marcu wiederzufinden.
"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, essen kann ich auch nichts", erklärt der Rumäne im Gespräch mit einem TAG24-Reporter. "Ich verstehe nicht, warum das so lange dauert, zwei Personen zu finden", macht der Urlauber seinen Unmut Luft.
Im Gespräch offenbart er, dass das Paar im Sommer dieses Jahres heiraten wollte. Die Ferienwohnung, in der er gemeinsam mit den beiden Frauen den Urlaub verbrachte, verließ Cosmin wenige Minuten vor der Explosion. Er wollte Kopfschmerztabletten für seine zukünftige Ehefrau besorgen.
19. Mai, 11.53 Uhr: Gas wird abgestellt
Aktuell wird das Gas abgedreht, dazu die Straße aufgemacht. Trotzdem kann immer noch Gas in Kellerräumen sein. An den Schieber im Haus kommt man nicht ran, wie ein Polizeisprecher erklärt. Man habe den Trümmerhaufen bereits mit Sonar nach Atemgeräuschen gescannt, aber nichts entdeckt.
Die Suchmaßnahmen dauern weiter an.
19. Mai, 11.32 Uhr: Spürhunde schlagen nicht an
Am Dienstag gab es bisher noch keine Lebenszeichen von den noch immer drei Vermissten.
"Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben", so Remo Kölzsch, Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz. Am Dienstag habe aber bisher keiner der Vierbeiner ein Zeichen gegeben.
Die Einsatzkräfte arbeiten sich mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. "Der Einsatz von großen Baggern würde die verschütteten Menschen mehr gefährden", betonte Kölzsch.
19. Mai, 11.16 Uhr: Höhenrettungsgruppe der Bundesfeuerwehr Bautzen ist im Einsatz
Mit vereinten Kräften ging es durch die Nacht. Noch am Montagabend wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Bautzen gerufen.
Mit einer Hubarbeitsbühne und einer Seilwinde suchten die Einsatzkräfte in den höhergelegenen Trümmern nach den Vermissten.
19. Mai, 9.37 Uhr: Identität der drei Vermissten steht fest
Die Identität der drei Vermissten steht fest. Laut Polizei werde nach zwei rumänischen Frauen (25, 26) und einem Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit (48) gesucht.
Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Schramm waren in der Nacht fünf Spürhunde im Einsatz. Die genaue Ursache ist noch unklar, es wird eine Gasexplosion vermutet. Unklar ist auch noch, in welchem Umfang Gas ausströmt, es wird nach einer Lösung gesucht.
19. Mai, 9.30 Uhr: "Herausfordernde Nacht" laut Bürgermeister Octavian Ursu
Bürgermeister Octavian Ursu (58, CDU) erklärte: "Es war eine lange und herausfordernde Nacht. Die Lebensrettung steht an erster Stelle."
19. Mai, 9.25 Uhr: Baustatiker vor Ort
Baustatiker waren inzwischen vor Ort. Die Häuser links und rechts der Einsturzstelle könnten nach Abschluss der Personensuche wieder bezogen werden.
54 Leute wurden evakuiert, ein Großteil kam bei Verwandten und Bekannten unter, vier Leute wurden in einer städtischen Villa untergebracht.
19. Mai, 7.30 Uhr: Mann vermisst seine Freundin und Cousine
Ein Mann suchte am Abend nach zwei der drei Vermissten - seine Frau und seine Cousine.
Die drei bezogen erst am Nachmittag eine Ferienwohnung im Haus, wollten Urlaub machen.
19. Mai, 6 Uhr: Zwei Vermisste aufgetaucht
Zwei Vermisste konnten mittlerweile telefonisch ausfindig gemacht werden, wie Polizeisprecherin Anja Leuschner (36) am Dienstagmorgen auf TAG24-Nachfrage erklärte. Die beiden Feriengäste seien noch auf der Anreise gewesen.
Da immer noch Gas austrete und die Gefahr besteht, dass Hohlräume einstürzen können, gehen die Einsatzkräfte sehr behutsam vor. Die Trümmer müssen händisch abgetragen werden.
18. Mai, 22.30 Uhr: Mehrere Ferienwohnungen in dem Haus
Nach TAG24-Informationen gab es in dem Haus sowohl mehrere Ferien- als auch gewöhnliche Wohnungen. Der Vermieter der Ferienwohnungen wollte sich gegenüber TAG24 vorerst nicht äußern.
18. Mai, 22.30 Uhr: Oberbürgermeister vor Ort
Gegen 20.30 Uhr meldete sich der Oberbürgermeister von Görlitz, Octavian Ursu (58, CDU), zu Wort. Außerdem machte er sich vor Ort ein Bild von der Lage.
Unter anderem über Facebook teilte er mit: "Das tragische Unglück macht uns sehr betroffen: In der James-von-Moltke-Straße ist, vermutlich durch eine Gasexplosion, ein bewohntes Haus eingestürzt. Derzeit werden mehrere Personen vermisst."
18. Mai, 19.07 Uhr: Unglücksort ist ein Mehrfamilienhaus
Polizeisprecherin Anja Leuschner (36) bezog am Abend Stellung gegenüber TAG24: "In der James-Moltke-Straße ist aus unbekannten Gründen ein Haus eingestürzt. Es handelt sich dabei um ein Mehrfamilienhaus, ob dort jedoch Mieter gemeldet waren, muss noch geprüft werden."
Aktuell bestehe der Verdacht, dass Gas austritt. "Das muss aber erst abgeklärt werden. Die umliegenden Gebäude wurden evakuiert, es sind neben Polizei auch Feuerwehr und THW im Einsatz."
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa
