Groß - klein, jung - alt: Diese besonderen Türme gibt es in unserer Region

Annaberg-Buchholz/Leisnig/Zschopau - In Sachsen gibt es eine Vielzahl von Türmen: Aussichts-, Fernseh- und Wassertürme. Einige dieser Türme stehen schon seit dem Mittelalter, andere erst wenige Jahre. Zudem gibt es die Türme in den verschiedensten Ausführungen. Wir stellen Euch die ältesten, den jüngsten, den höchsten und den kleinsten Turm der Region vor.

Stolze 78 Meter misst der Kirchturm von St. Annen in Annaberg-Buchholz.  © Uwe Meinhold

Wer die Aussicht über das Erzgebirge genießen will, ist in Annaberg-Buchholz richtig. Der Turm der St. Annenkirche misst stolze 78,6 Meter. In einer Höhe von 32 Metern gibt es eine Aussichtsplattform, etwa auf derselben Höhe wie der Dachstuhl des Kirchenschiffs. Eine Besonderheit des Turms ist, dass sich oberhalb der Glockenstube eine Wohnung befindet, die noch von einer Türmerfamilie bewohnt wird. Es ist der einzige Kirchturm in Deutschland, wo das noch so ist.

Der Turm ist von Mai bis Oktober von montags bis samstags ab 10 Uhr, sonntags ab 13.30 Uhr für Besucher geöffnet. Das Ticket kostet 3 Euro, ermäßigt 1 Euro.

Im Gegensatz zum Kirchturm von St. Annen ist die "Zitronenpresse" in Landwüst (bei Markneukirchen im Vogtland) mit nicht einmal zehn Metern ein Winzling. Der Aussichtsturm auf dem Wirtsberg im Elstergebirge, der 1986 erbaut wurde, misst konkret 9,3 Meter.

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Der Turm ist rund um die Uhr geöffnet.

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Klein aber fein: Die "Zitronenpresse" auf dem Wirtsberg in Landwüst ist nicht einmal zehn Meter hoch.  © Norbert Neumann

Das sind die ältesten und der jüngste Turm der Region

Der Dicke Heinrich in Schloss Wildeck ist schon mehrere Hundert Jahre alt.  © Uwe Meinhold

Gleich drei Türme können sich einen ganz anderen Titel sichern, nämlich den der ältesten Türme in Südwestsachsen. Der Schloßturm in Auerbach/Vogtland und die Bergfriede in den Schlössern Mildenstein (Leisnig) und Wildeck (Zschopau) gehen in ihren Ursprüngen auf das 12. Jahrhundert zurück. Der 43 Meter hohe Schloßturm hat eine Wendeltreppe mit 179 Stufen. Er wurde auf den Resten des früheren Bergfrieds der Auerbacher Burg errichtet und 1348 erstmals erwähnt. Der Turm soll aber schon im 12. Jahrhundert als Wohnanlage genutzt worden sein.

Burg Mildenstein wurde im 10. Jahrhundert als Reichsburg errichtet. Im 12. Jahrhundert ging die Anlage kurzzeitig auf Friedrich Barbarossa über. In dieser Zeit wurde der Bergfried errichtet. Er ist 32 Meter hoch und kann im Rahmen eines Burgrundgangs besichtigt werden. Die Burg ist täglich außer montags ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 7 Euro.

Nur einen Meter niedriger ist die Aussichtsplattform vom Bergfried von Schloss Wildeck in Zschopau. Der "Dicke Heinrich", wie der Turm liebevoll genannt wird, ist 44 Meter hoch.

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Schloss Wildeck ist dienstags und mittwochs geschlossen, an den übrigen Tagen ist das Schloss ab 10 Uhr geöffnet.

Der Stahlturm in Remtengrün wurde 2020 gebaut.  © Ralph Kunz

Der Aussichtsturm von Remtengrün (in Adorf/Vogtland) kann noch nicht auf eine 800-jährige Geschichte zurückschauen. Die 18 Meter hohe Stahlkonstruktion wurde erst 2020 errichtet und ist der Ersatz eines überdachten Holzturms von 1993. Der Turm ist rund um die Uhr geöffnet.

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