Nach Hauseinsturz in Görlitz: Ermittler prüfen Gas-Manipulation
Von Jasmin Beisiegel
Görlitz - Bei der Ursachensuche nach dem Hauseinsturz in Görlitz rekonstruieren Ermittler des Landeskriminalamtes die Gasleitungen.
Aus den Teilen, die in den Trümmern gesichert wurden, erstellen sie ein 3-D-Modell der Gasinstallation des Gründerzeithauses, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.
Das soll klären, ob das Leitungssystem manipuliert wurde oder lediglich Beschädigungen von der Explosion zu erkennen sind.
Bei dem Unglück kamen am 18. Mai zwei junge Frauen aus Rumänien und ein Deutsch-Bulgare ums Leben.
Die Ermittler nahmen zwei Tatverdächtige (27, 33), einen Polen und einen Afghanen, fest. Sie sollen Gasleitungen in dem Gebäude beschädigt oder manipuliert haben.
Die aufwendigen kriminaltechnischen Untersuchungen am eingestürzten Haus wurden jetzt abgeschlossen. Die Analyse des Spurenmaterials würde noch geraume Zeit beanspruchen, hieß es.
Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa
