Von Andreas Hummel
Chemnitz - Entgegen dem Landestrend haben die Jugendherbergen in Sachsen 2025 zugelegt. Es wurden rund 142.500 Gäste (plus 1,7 Prozent) gezählt. Sie buchten 368.200 Übernachtungen - ein Plus von fast 1,9 Prozent, wie der Landesverband mit Sitz in Chemnitz informiert.
Für dieses Jahr wird mit weiterem Auftrieb gerechnet. Einen wichtigen Impuls dafür soll ein neues Haus geben, das am Markkleeberger See mit 170 Betten entsteht. Die Eröffnung ist Anfang September geplant. Mittelfristiges Ziel des Verbandes ist es, die Marke von 400.000 Übernachtungen pro Jahr zu knacken.
Dagegen hatten Sachsens Beherbergungsbetriebe insgesamt nach Zahlen des Statistischen Landesamtes voriges Jahr weniger Gäste gezählt: Die Zahl ging auf 7,99 Millionen zurück (minus 1,8 Prozent), die Übernachtungen sanken auf 19,7 Millionen (minus 1,5 Prozent).
In Sachsen gibt es aktuell 23 Jugendherbergen. Gern genutzt werden sie von Schülern und Studenten, gefolgt von Teilnehmern an Lehrgängen und Tagungen, Familien sowie Feriencamps. Den jüngsten Zuwachs führt Geschäftsführerin Susan Graf auf eine höhere Attraktivität der Häuser infolge von Investitionen zurück.
Die Gäste wünschten sich flexible, moderne und komfortable Übernachtungsmöglichkeiten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Jugendherbergen pumpen Millionen in Modernisierung
2025 wurden den Angaben zufolge 2,45 Millionen Euro in Ausstattung und Modernisierung der Häuser investiert.
So wurden alle Zimmer im Dresdner Jugendgästehaus mit eigenem Bad ausgestattet sowie der Eingangs- und Buffetbereich modernisiert.
Größere Investitionen gab es auch in den Jugendherbergen Hormersdorf im Erzgebirge und Falkenhain an der Talsperre Kriebstein.
Dieses Jahr stehe die Ausstattung der neuen Einrichtung in Markkleeberg im Fokus. Gebaut werde sie von der Stadt, die Innenausstattung wie Betten und Mobiliar müsse der Verband als künftiger Mieter schultern, heißt es.
Landesweit sollen erneut 2 Millionen bis 2,6 Millionen Euro investiert werden.