Testzentrum in Sachsen entwickelt neue Schutzsysteme gegen Drohnen-Gefahren

Kamenz - Drohnen sind in Sachsen gerade in aller Munde. Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig rückt die Frage in den Fokus: Wie lassen sich die fliegenden Geräte sicher nutzen und gefährliche erkennen? Antworten darauf kommen aus der Lausitz.

Vorgestellt wurde unter anderem eine Lieferdrohne, die Medikamente oder Laborproben zwischen Krankenhäusern transportieren könnte.  © Steffen Füssel

Auf dem Kamenzer Flugplatz befindet sich mit der AEF ("Autonom Elektrisch Fliegen") eines der modernsten Testzentren für Drohnen und elektrische Luftfahrt in Deutschland. Mehr als 30 internationale Unternehmen haben hier bereits neue Technik erprobt.

Getestet werden Drohnen für den Medikamententransport, die Vermisstensuche oder den Hochwasserschutz – aber auch Systeme, die kritische Infrastruktur künftig besser schützen sollen.

Für Sachsens Infrastruktur-Ministerin Regina Kraushaar (62, CDU) steht fest: "Hier ist jeder Euro richtig investiert."

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Rund 3,8 Millionen Euro fließen aktuell über das Bundesprogramm STARK in das Projekt. "Das Innovative braucht manchmal eine Weile, bis es praktischen Nutzen bringt. Hier ist es inzwischen so weit gereift, dass dieser Nutzen da ist."

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Infrastruktur-MInisterin Regina Kraushaar (62, CDU) zeigte sich sichtlich beeindruckt bei ihrem Besuch.  © Katharina Kausche/dpa
Auch Nokia entwickelt und testet in Kamenz spezielle 5G-Mobilfunknetze für den sicheren Drohnenbetrieb.  © Steffen Füssel

AEF arbeitet mit TU Dresden an frühzeitiger Erkennung und Identifizierung von Drohnen

Axel Schober (57) hofft, dass eine Remote-ID, also eine Kennzeichnung für alle Drohnen über 100 Gramm Pflicht wird.  © Steffen Füssel

Projekt- und Verwaltungsleiter Axel Schober (57) sieht den aktuellen Drohnen-Zwischenfall in Leipzig als Weckruf. "Sicherung muss der allererste Punkt sein. Erst dann kann man über weiteren Ausbau nachdenken."

Gemeinsam mit der TU Dresden arbeitet die AEF deshalb an Systemen, die Drohnen frühzeitig erkennen und identifizieren.

Radarsysteme sollen den unteren Luftraum überwachen, Fluggeräte erkennen und Risiken automatisch bewerten. "Die Technik ist da und realisierbar – machbar wäre es in sechs Monaten. Wir müssen sie jetzt konsequent an den Start bringen."

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Für Staatsministerin Kraushaar zeigt das Projekt, wie Strukturwandel gelingen kann. "Die Begeisterung hier ist ansteckend." Vieles klinge zwar technisch, "aber genau das ist zukunftsorientiert, innovativ und bringt wirkliche Veränderung".

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