Ferienhausbetreiber zeigt Herz für Einsatzkräfte in Rathen

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Rathen (Sächsische Schweiz) - Umgestürzte Bäume, verschüttete Wege und ein Großeinsatz der Rettungskräfte: Das Unwetter hat in Rathen deutliche Spuren hinterlassen. Während die Helfer vor Ort unermüdlich im Einsatz sind, unterstützte ein Ferienhausbetreiber die Einsatzkräfte mit einer besonderen Geste. TAG24 hat nachgehakt.

Von der Terrasse des Ferienhauses "Kleine Bastei" konnte die Drohne des THW problemlos starten und landen.
Von der Terrasse des Ferienhauses "Kleine Bastei" konnte die Drohne des THW problemlos starten und landen.  © Daniel Hünnekens Truppführer UL

Wie THW-Truppführer Daniel Hünnekens gegenüber TAG24 berichtet, stellte Ferienhausbetreiber Heiko Hoppe den Einsatzkräften kurzerhand die Terrasse seines Ferienhauses "Kleine Bastei" als Stützpunkt zur Verfügung.

Von dort aus konnten die Helfer ihre Drohnentechnik einsetzen, das Schadengebiet aus der Luft erfassen und die weiteren Einsatzmaßnahmen koordinieren.

Doch damit nicht genug: Hoppe kümmerte sich um die Stromversorgung, stellte seine sanitären Anlagen bereit und versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken. "Als es wieder stark zu regnen begann, hat er uns sogar extra einen großen Schirm aufgebaut, um unsere empfindliche Technik zu schützen", so Hünnekens.

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Während des Einsatzes unterstützte der Ferienhausbetreiber die Drohnenpiloten zudem mit seiner Ortskenntnis und zeigte auf Karten die Bereiche, in denen besonders schwere Schäden entstanden waren. Dadurch konnten die Flüge gezielt geplant und die Schadenskartierung beschleunigt werden.

Für das THW hatte diese spontane Unterstützung eine besondere Bedeutung: "In solchen Ausnahmesituationen ist eine so unkomplizierte und herzliche Unterstützung nicht selbstverständlich", betont der Truppführer.

Von der Terrasse des Ferienhauses "Kleine Bastei" bietet sich ein perfekter Blick auf das Elbtal.
Von der Terrasse des Ferienhauses "Kleine Bastei" bietet sich ein perfekter Blick auf das Elbtal.  © Petra Hornig

Heiko Hoppe erlebte das Unwetter aus nächster Nähe

Heiko Hoppe (57) vor seinem Ferienhaus "Kleine Bastei" - Helfen ist für ihn selbstverständlich.
Heiko Hoppe (57) vor seinem Ferienhaus "Kleine Bastei" - Helfen ist für ihn selbstverständlich.  © Petra Hornig

Heiko Hoppe macht aus seinem Engagement keine große Sache. "Ich habe schlichtweg das getan, was notwendig war", sagt der 57-Jährige im Gespräch mit TAG24.

Nachdem das THW um Unterstützung gebeten hatte, stellte er das Gelände seines Ferienhauses ohne Zögern zur Verfügung. "Von hier oben hat man den perfekten Überblick über das Tal."

Das Unwetter selbst erlebte Hoppe aus nächster Nähe. Zunächst habe nichts auf die Wucht des Ereignisses hingedeutet. "Wir haben gegrillt. Es war ganz ruhig. Kein Blatt hat sich bewegt", erinnert er sich.

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Zwar sei ein fernes Grollen zu hören gewesen, doch die dunklen Wolken schienen zunächst nicht bedrohlich. Innerhalb weniger Sekunden änderte sich die Situation jedoch dramatisch.

"Mit einem Male hat man ein unwahrscheinliches Rauschen und Prasseln gehört, aus Richtung Amselsee, 'Große Gans', [...] eine weiße Wolke wie eine Flutwelle kam auf uns zugerollt", so Hoppe. Gerade noch rechtzeitig habe die Familie den gedeckten Tisch ins Haus räumen können, bevor die erste heftige Windböe einschlug.

Die Wucht des Unwetters war enorm: Gartenmöbel wurden durch die Luft geschleudert, Äste und Blätter flogen über das Grundstück. Eine Baumspitze mit einem Astdurchmesser von mehr als 20 Zentimetern wurde rund 20 Meter weit bis an die Hauswand geschleudert, erzählt der 57-Jährige.

Trotz seiner Unterstützung für die Einsatzkräfte möchte Hoppe den Fokus nicht auf sich selbst lenken. Stattdessen betont er die Leistung aller Helfenden vor Ort: "Aus meiner Sicht sollte mehr den zahlreichen Helfenden wie der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, der Bergwacht, den Waldarbeitern, dem THW sowie allen im Ort gedankt werden, weil hier alle gemeinsam stark angepackt haben", erklärt er.

Titelfoto: Bildmontage: Daniel Hünnekens Truppführer UL, Petra Hornig

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