Aufräumarbeiten in Sächsischer Schweiz: Hier kämpfen sich Arbeiter zuerst durch die Sturmschäden
Rathen - Ein heftiges Unwetter hat am Freitag in Teilen des Nationalparks Sächsische Schweiz eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Seit Montag laufen die Aufräumarbeiten. Dabei kämpfen sich die Arbeiter mit einer bestimmten Priorität durch die Sturmschäden.
So erfolgt mit Vorrang die Sicherung von Gebäuden, öffentlicher Infrastruktur und Zugängen wie beispielsweise der Felsenbühne, dem Kiosk Wanderrast am Amselsee und der Walthersdorfer Mühle, teilte Sachsenforst am Mittwochnachmittag mit.
Auch würden zunächst Rettungs- und Erschließungswege zur Befahrbarkeit des Schadgebiets freigeschnitten sowie wichtige Wanderwege wie etwa die Schwedenlöcher oder der Basteiweg beräumt.
Dies sei für die täglich rund 40 Waldarbeiter äußerst risikoreich. "Einerseits droht Gefahr von oben durch noch hängende Bäume oder große Äste, bei denen nicht eingeschätzt werden kann, wann sie herabstürzen. Andererseits können die Stämme der übereinander geworfenen Bäume unter großer Spannung stehen und beim Durchsägen unkontrolliert mit großer Wucht aufreißen", heißt es.
Deshalb würden Forstmaschinen – wo immer möglich – zum Einsatz kommen. Für großes Gerät seien die engen Wege im Rathener Ortsgebiet jedoch nicht geeignet, weshalb andere Zufahrten oberhalb genutzt würden.
Minister appelliert an Besucher
Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (55, CDU) betont, dass man mit dem schnellen Beginn der Aufräumarbeiten die Menschen bei Rathen zügig unterstützen wolle.
Zugleich appelliert er: "Die Sturmholzaufbereitung in solch einer unübersichtlichen Lage erfordert die höchste Konzentration der ausführenden Waldarbeiter. Besucher bitte ich deshalb, die Absperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit zu berücksichtigen und die Waldarbeiter bei ihrer gefährlichen Tätigkeit zu achten."
Per Allgemeinverfügung sind die betroffenen Waldbereiche bis Ende August gesperrt. Das Gebiet ist auf einer Karte unter www.nationalpark-saechsische-schweiz.de gekennzeichnet.
Weiterhin geöffnet und erreichbar bleiben die Basteiaussicht, das Basteirestaurant und die abseits liegende Pavillonaussicht.
Auch alle Wanderwege in Richtung Norden zum beliebten Steinernen Tisch, zum Uttewalder Felsentor oder nach Stadt Wehlen sind offen.
Wie lange die Aufräumarbeiten andauern werden, ist noch nicht abzusehen.
Titelfoto: Montage: H. Mayr/Sachsenforst (2), Screenshot/nationalpark-saechsische-schweiz.de

