Bergwacht muss in halber Stunde zweimal ausrücken! Rettungsheli im Einsatz

Bad Schandau - Am Samstagmittag standen der Bergwacht in der Sächsischen Schweiz vermutlich die Schweißperlen im Gesicht! Innerhalb von weniger als einer halben Stunden rückte man gleich zweimal aus. Erst musste ein 55-Jähriger per Gebirgstrage gerettet werden, dann wurde es noch dramatischer: Für die Bergung eines Wanderers mit plötzlichen medizinischen Problemen rückte extra Rettungsheli "Christoph 62" an.

Die Retter der Bergwacht wiesen dem Rettungshubschrauber den Weg.  © Marko Förster

Christoph Weber, Koordinator der Bergrettung Sächsische Schweiz, bestätigte die beiden Einsätze am Sonntag gegenüber TAG24. Zunächst sei die Bergwacht Bad Schandau, danach die Kameraden aus Sebnitz alarmiert worden.

Auf der "Vorderen Promenade" klagte ein Wanderer (Jahrgang 1970) kurz nach 11 Uhr über starke Schmerzen an seinem operierten Fuß, wie DRK-Landesverbandssprecher Kai Kranich im TAG24-Gespräch detaillierter ausführte.

Fünf Kameraden der Bergwacht mussten ausrücken, da der Mann sich nicht mehr alleine fortbewegen konnte.

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Per Gebirgstrage schleppten sie den Mitte-50-Jährigen auf "gar nicht so unaufwändige" Art zum Elbleithenweg, wo er in einen Rettungswagen übergeben wurde. Doch der Bergwacht blieb kaum Zeit zum Luft holen!

Denn um 11.32 Uhr hatte die Retter bereits der nächste Notruf erreicht. Ein 48-Jährigerer klagte in Höhe des Kletterfelsens "Greenhorn" über akute medizinische Probleme. Laut Kranich sei der Mann nicht gestürzt, habe sich also nichts gebrochen. Über die Hintergründe des gesundheitlichen Zwischenfalls konnte am Sonntag noch keine Auskunft gegeben werden.

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Ein 48-jähriger wurde an die Luftrettung übergeben.  © Marko Förster

"Sehr intensives Wochenende" für Bergretter in der Sächsischen Schweiz

Per "Christoph 62" ging es in eine Klinik.  © Marko Förster

Während die besagten fünf Kameraden noch mit dem ersten Einsatz beschäftigt waren, rückten zwei weitere Bergretter aus Sebnitz in die Affensteine aus. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 62 wurde angefordert.

Eine Notärztin wurde wenig später mittels Rettungswinde aus dem Heli zu dem 48-Jährigen herabgelassen.

Zwischendrin stießen auch die fünf Kameraden des ersten Einsatzes zum Ort des Geschehens. Gemeinsam konnte eine sichere Übergabe des medizinischen Notfalls an die Luftretter gewährleistet werden.

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Insgesamt sei es laut Kranich ein "sehr intensives Wochenende" für die Bergretter gewesen. Denn Freitag und Samstag befanden sich einige Mitglieder der Bergwacht Bad Schandau bei einer alljährlichen Luftrettungsübung im Zittauer Gebirge.

Darüber hinaus waren Kameraden aus Dresden auch noch bei einer Übung der Landesverstärkung im Einsatz. Dass die beiden Einsätze trotz der zeitgleichen Übungen so bravourös von den Freiwilligen der Bergwacht gemeistert werden konnten, fand der DRK-Sprecher "bemerkenswert".

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