Rathen - Tragödie nahe der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz: Ein schweres Unwetter richtete heftige Schäden an. Ein Mann (†28) kam dabei ums Leben, mehr als zehn Menschen wurden verletzt.
Durch das Gewitter stürzten gegen 18 Uhr in der Nähe der Felsenbühne mehrere Bäume um. Ein 28 Jahre alter Mann wurde von einem der Bäume getroffen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er später seinen Verletzungen erlag.
13 weitere Menschen erlitten Verletzungen, teilte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen auf TAG24-Nachfrage mit. Drei Personen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, die restlichen Verletzten wurden vor Ort behandelt.
Die Bergwacht war mit ihren Einsatzkräften sowie der Drohnenstaffel vor Ort, teilte Dr. Kai Kranich, Pressesprecher der Bergwacht, auf TAG24-Anfrage mit. Ein Mitglied der Bergwacht wurde dabei infolge eines Hangrutsches verletzt. Auch das erst kürzlich erneuerte Bergwachtgebäude wurde durch das Unwetter beschädigt.
Die für Freitag (19 Uhr) geplante Vorstellung von "Der kleine Horrorladen" auf der Felsenbühne wurde kurzfristig abgesagt. Später am Abend wurden alle Veranstaltungen gestrichen, die für den 1. und 2. August geplant gewesen sind. TAG24 konnte die Landesbühnen Sachsen bislang nicht für eine Stellungnahme erreichen.
Sächsische Schweiz wegen Sturmschäden teilweise gesperrt
Auch die Wanderrast am Amselsee und der Bootsverleih wurde schwer beschädigt. "Die Hütte liegt unter Unmengen umgestürzter Bäume begraben", teilen die Inhaber auf Instagram mit.
Aufgrund der schweren Sturmschäden wurden einige Waldgebiete in der Sächsischen Schweiz für Besucher gesperrt. Betroffen sind die Gebiete rund um den Amselgrund zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal.
Viele Wanderwege seien durch umgestürzte Bäume komplett blockiert, hinzu kommt das Risiko durch angebrochene, lose Äste in den Baumkronen sowie stark geneigte Bäume. "Es besteht akute Lebensgefahr", so Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz.
Anwohner und Wanderer sollen das betroffene Gebiet unbedingt meiden und die Absperrbänder und Warnhinweise vor Ort beachten.
Da das Unwetter viel Schaden angerichtet hat, werde die Beseitigung der Gefahrenstellen wohl einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es weiter.
Erstmeldung: 31. Juli, 19.52 Uhr, zuletzt aktualisiert: 1. August, 7.40 Uhr