Lichtenberg - Die Sanierung der Talsperre Lichtenberg (Landkreis Mittelsachsen) schreitet voran. Mit der Verlegung der neuen Kunststoffdichtbahnen wird laut Landestalsperrenverwaltung in dieser Woche begonnen.
Von der Dammkrone aus werden die Bahnen verschweißt und schließlich mit Spannprofilen am Damm befestigt.
Bereits seit Anfang April wird am Entnahmebauwerk mit den Dichtungsbahnen gearbeitet, ebenso wie am Turmkopf neu aufgebaut wird. Neben dem Einheben und Montieren der Betonteile werden auch neue Fenster eingebaut und das Dach abgedichtet.
"Mitte des Jahres sollen außerdem die Umbauten an den Auflagern des Turmkopfes sowie die Sanierung und Abdichtung der Überfallkrone abgeschlossen sein, sodass das Gerüst teilweise zurückgebaut werden kann", so die Landestalsperrenverwaltung.
In diesem Jahr stehen auch noch weitere Arbeiten an der Talsperre und besonders am Damm an. Die Dammkrone bleibt deswegen weiterhin gesperrt.
Erst wenn die Asphaltdeckschicht aufgetragen wurde, kann die Öffentlichkeit den Weg wieder nutzen. Das wird voraussichtlich mit Abschluss der Arbeiten im kommenden Jahr der Fall sein.
Talsperre Lichtenberg versorgt rund 200.000 Menschen
Die Talsperre Lichtenberg nimmt in der Region eine zentrale Position bei der Trinkwasserversorgung ein. Die ist seit rund 50 Jahren ununterbrochen in Betrieb, um Rohwasser für die Wasserversorgung bereitzustellen.
Das Rohwasser wird in den Wasserwerken in Lichtenberg und Freiberg aufgearbeitet und versorgt rund 200.000 Menschen mit Trinkwasser.
Damit das auch in Zukunft möglich ist, ist eine umfassende Sanierung der Stauanlage nötig. Baubeginn für die Komplexsanierung war im Herbst 2024. Da wurde der Stausee komplett entleert. Die Arbeiten sollen bis 2027 dauern und kosten rund 30 Millionen Euro.
Während der Arbeiten wird die Trinkwasserversorgung über die Talsperre Rauschenbach und die Obere Revierwasserlaufanstalt Freiberg abgesichert.