Dresden/Bischofswerda - Die Länderbahn kämpft auf ihrem "trilex"-Netz wegen notwendiger Reparaturen und Hauptuntersuchungen mit Fahrzeugmangel. Infolge fehlender Wagen sind die Züge immer wieder rappelvoll. Eine neue Maßnahme soll nun – zumindest etwas – Entlastung bringen.
Wie die Betreiberin mitteilte, ist die Fahrradmitnahme seit Montag bis auf Weiteres in den Zügen der Linien RE1/RB60 und RE2/RB61 im Abschnitt zwischen Dresden Hauptbahnhof und Bischofswerda zu Stoßzeiten verboten.
Konkret bedeutet das: Unter der Woche muss der Drahtesel vormittags zwischen 6 und 9 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr draußen bleiben.
"Diese Entscheidung hat die Länderbahn gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) in Einklang mit den Tarifbestimmungen getroffen", erklärt eine Sprecherin.
Die Mitnahme von Fahrgästen habe jederzeit Vorrang gegenüber der Beförderung von Fahrrädern. Das Verbot werde im Verlauf der Woche in der Reiseauskunft bei den betroffenen Fahrten angezeigt.
Die Länderbahn hat zum Fahrzeugengpass eine Info-Seite geschaltet. Dort sind auch alle Züge aufgeführt, die bei Möglichkeit gemieden werden sollten. Dem Unternehmen zufolge bleibt die Situation bis zum Jahresende "herausfordernd".